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Flächen für den Wohnraumbedarf der Zukunft werden frühzeitig vorgesehen

Strategien für die Siedlungsentwicklung

  • Die Stadtplanung schafft die Voraussetzungen, um in den nächsten 10 – 15 Jahren jährlich rund 8.500 Wohnungen zu realisieren.
  • Bei größeren Entwicklungen in der Bestandsstadt und in Stadterweiterungsgebieten sind bei Festsetzung oder Abänderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans gem. den Planungsgrundlagen zur Widmung „Gebiete für geförderten Wohnbau“ konsequent zwei Drittel der Wohnungen gefördert zu errichten.
  • Ein steigender Anteil des Wohnraumbedarfs soll in der Bestandsstadt durch Umbauten, bauliche Ergänzungen und Transformationen abgedeckt werden können. Im gründerzeitlich geprägten Gebiet sind bauliche Neuentwicklungen nur mehr in geringem Umfang zu erwarten. Zusätzlicher Wohnraum soll vor allem in Gebieten der Bauperiode 1950 bis 1990 realisiert werden, auch geeignete Gebiete mit besonders geringer Siedlungsdichte sollen – nach Ergänzung der nötigen Infrastrukturen – zusätzliche Wohnbevölkerung aufnehmen.
  • Für den darüber hinausgehenden Wohnraumbedarf wird in Stadterweiterungsgebieten und in großen Einzelprojekten Vorsorge getroffen.

GOOD PRACTICE – Wien zeigt, wie es funktioniert

Planung für den Klimavorzeige-Stadtteil RothNEUsiedl

Auf der 124 ha großen Fläche im Süden von Favoriten wird ein Pionierstadtteil für Klimaschutz und Klimaanpassung geplant. Das Strukturkonzept Rothneusiedl ist die Grundlage für alle weiteren Planungs- und Entwicklungsschritte, die mit dem städtebaulichen Wettbewerb eingeleitet wurden. Es legt fest, dass (1) ca. 40 ha klimawirksame Grün- und Freiräume, (2) ca. 9.000 Wohnungen – zwei Drittel davon als geförderter Wohnbau, (3) neue Freizeit-, Kunst- und Bildungsangebote, (4) neue Arbeitsplätze sowie der Zukunftshof als Nachbarschaftszentrum realisiert werden.