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Die Stadtentwicklung erfolgt ressourcen- und klimaschonend

Strategien für die Siedlungsentwicklung

  • Im Sinne der Schonung der Ressourcen Boden, Material und Energie werden nur Vorhaben der Stadtentwicklung realisiert, die einen gesellschaftlichen Bedarf abdecken und ihrem Zweck entsprechend verwendet werden. Darüber hinaus werden von allen Vorhaben der Stadtentwicklung eine nachhaltige Bauweise, Langlebigkeit im Sinne von Umbau- und Umnutzungspotenzialen sowie die Vorsorge für den Rückbau eingefordert.
  • Siedlungsentwicklung erfolgt weitestgehend auf Flächen, die bereits seit Längerem dafür vorgesehen sind. Die Gebiete werden dabei an das hochrangige ÖV-Netz angeschlossen.
  • Bäume sind ein essenzielles Mittel im Umgang mit den Folgen der Klimakrise in der Stadt. Wertvolle bestehende Bäume werden möglichst erhalten und neue Bäume an Standorten gepflanzt, wo sie optimal für das Mikroklima sind.
  • Frischluftschneisen und Kaltluftabflussbahnen versorgen die Stadt mit kühler Luft, die insbesondere in Großgrünräumen am Stadtrand oder entlang der Donau entsteht. Sie werden bei der Planung berücksichtigt.
  • Wien ist eine Stadt der starken kommunalen Daseinsvorsorge, die öffentliche Leistungen effizient und leistbar für alle gewährleistet. Darüber hinaus bleibt das bewährte Modell des sozialen Wohnbaus Eckpfeiler der leistbaren und nachhaltigen Wohnraumversorgung und damit zentraler Auftrag an die Stadtplanung. Auch dafür sind ausreichend geeignete Flächen zu reservieren.
  • Die Stadt Wien steuert die Stadtentwicklungen aktiv – durch die Prozesse der Stadtplanung, die Aktivitäten ihrer Fonds und andere bodenpolitische Instrumente wie beispielsweise städtebauliche Verträge oder eine vorausschauende Bodenbevorratung.

GOOD PRACTICE – Wien zeigt, wie es funktioniert

Geringer Versiegelungsgrad durch kompakte Siedlungsentwicklung

Der sparsame Umgang mit der Ressource Boden ist ein Grundprinzip der Siedlungsentwicklung in Wien. Durch kompakte Bebauungsformen, qualitätsvolle urbane Dichte und ein möglichst hohes Ausmaß an nicht versiegelten Flächen wird weiterhin der Bodenverbrauch trotz Stadtwachstum gering gehalten. Wien bleibt mit einer Versiegelung von 79,3 m2 pro Einwohner*in im Jahr 2022 das Bundesland mit der deutlich geringsten Versiegelung pro Kopf (Österreich Ø: 330,1 m2 pro Einwohner*in).

Das Diagramm zeigt die Versiegelung pro Einwohner*in im Jahr 2022:

Burgenland: 581,6
Kärnten: 434,7
Niederösterreich: 503,0
Oberösterreich: 386,3
Salzburg: 297,6
Steiermark: 376,3
Tirol: 288,5
Vorarlberg: 241,3 
Wien: 79,3

Österreich-Durchschnitt: 330,01

Abbildung: Versiegelung pro Einwohner*in im Jahr 2022 (eigene Darstellung; Quelle: ÖROK – Monitoring Flächeninanspruchnahme, Bearbeitung: Umweltbundesamt, 2023)