7. Gesundheit

7.4 Corona

COVID-19-Pandemie

Seit Anbeginn der COVID-19-Pandemie hat die Dienstgeberin sowohl betriebliche als auch persönliche Schutzmaßnahmen erlassen, um die Mitarbeiter*innen vor einer Infektion zu schützen und um eine Ansteckung von Mitarbeiter*innen zu verhindern.

Am 27. Februar 2020, unmittelbar nach Bekanntgabe der ersten COVID-19-Erkrankungen in Wien durch den zuständigen Gesundheitsstadtrat, erfolgten die ersten dienstrechtlichen Informationen für Bedienstete in Bezug auf den Aufenthalt und die Rückkehr von Urlaubs- und Dienstreisen aus Risikogebieten ab Sicherheitsstufe 4.

In den folgenden 14 Tagen bis zur Verordnung laut § 15 Epidemiegesetz vom 11. März 2020 wurden die Bediensteten im Umgang mit Kund*innen anlässlich des Coronavirus sensibilisiert, über die erforderlichen Hygienemaßnahmen geschult und die Meldepflichten im Zusammenhang mit der Beantragung von Gebührenurlauben geändert.

Als am 16. März 2020 die ersten Ausgangsbeschränkungen in Österreich verhängt wurden, zog der öffentliche Dienst daraus seine Konsequenzen. Die Wiener Stadtverwaltung stellte von einem Tag auf den anderen soweit dies vom Dienstbetrieb her möglich war den Betrieb auf Home-Office, telefonischen, elektronischen und postalischen Kund*innenverkehr um – nur in Ausnahmefällen waren persönliche Termine in den Dienststellen möglich.

Ziel war es dabei, das Service für die Kund*innen trotz der aus epidemiologischer Sicht notwendigen Einschränkungen aufrecht zu erhalten.

Seit 26. März 2020 werden alle aktuellen dienstrechtlichen Informationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf der Homepage „Coronainfo-Intern“ in Form einer FAQ-Sammlung im Intranet zur Verfügung gestellt, laufend aktualisiert und erweitert. Neben den dienstrechtlichen Informationen werden auch über allgemeine Themen wie die Gesundheit und die Arbeitswelt im Zusammenhang mit dem Virus informiert.

Seit 27. Februar 2020 ergingen seitens der Magistratsdirektion und dem Personalservice (MA 2) zahlreiche Informationen/Emails zu diversen dienstrechtlichen Vorgaben und allgemeinen Informationen im Zusammenhang mit Pandemie und Personalverwaltung.

Am 2. September 2020 wurde das COVID-19-Basispräventionskonzept der Stadt Wien veröffentlicht und am 15. September 2020 um die Corona-Ampel samt dienstrechtlichen Empfehlungen erweitert.

Auf sich und auf die Gesundheit schauen

Die Ausnahmesituation durch das Coronavirus kann auch die mentale Gesundheit beeinflussen. Gefühle der Einsamkeit, Ängste, depressive Verstimmungen, Belastungen in der Partnerschaft und Erziehung sowie Überforderung durch erschwerte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben können verstärkt auftreten. Die Pandemie hat die Führungskräfte und ihre Mitarbeiter*innen in eine herausfordernde Arbeitssituation gebracht.

Beratungen der beruflichen Gesundheitsförderung, betrieblichen Sozialarbeit und

Arbeitspsychologie fanden seit Beginn der Pandemie laufend in telefonischer oder elektronischer Form statt, ebenso die arbeitsmedizinische Betreuung und die Betreuung durch Sicherheitsfachkräfte.

Ein Themenblock auf Coronainfo-Intern widmet sich ganzheitlich dem Umgang mit dem Thema Home-Office (Körper, Geist, Soziales) und bietet konkrete Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen an. So stehen den Mitarbeiter*innen der Stadt Wien seit April 2020 die anonyme psychologische Online-Beratung "Instahelp" beratend zur Seite.

Home-Office in der Pandemiezeit

Bei jedem Digitalisierungsschritt steht der Mensch (stehen die Mitarbeiter*innen) im Mittelpunkt. Nicht zuletzt durch die Corona Krise wurde die Notwendigkeit und Wichtigkeit von digitalen Arbeits- und Lernmöglichkeiten verdeutlicht.

Der konsequente Einsatz von Home-Office war und ist dabei eine ganz wesentliche Maßnahme, um die Mobilität und damit die persönlichen Kontakte und die Verbreitung des Virus einzuschränken.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie konnte zunächst durch Ausweitung des bereits im Jahr 2018 gestartete Projekt unter dem Titel „Neues Arbeiten für Wien“ Home-Office auf den gesamten Magistrat die Aufrechterhaltung der Services sichergestellt werden.

Im Jahr 2020 wurden an die 13.000 Home-Office Arbeitsplätze eingerichtet.

COVID-19 und die Ausbildung

Nicht zuletzt aufgrund der COVID-19-Pandemie, die die Durchführung von Präsenzveranstaltungen zeitweise unmöglich machte, wurde der weitere Auf- bzw. Ausbau digitaler Lehr- und Lernangebote forciert.

So konnte der digitale Schulungsbetrieb über die virtuelle Wien-Akademie uneingeschränkt weitergeführt und zusätzlich zahlreiche Veranstaltungen auf Online-Formate umgestellt werden.

COVID-19 und die Lehrlingsausbildung

Die Corona-Pandemie hatte mit fortschreitender Dauer auch Auswirkungen auf den Arbeits- und insbesondere den Lehrstellenmarkt. Während als Folge davon viele Unternehmen Ausbildungsplätze reduzierten, ging die Stadt Wien bewusst den umgekehrten Weg. Auf Initiative von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig wurden die Aufnahmezahlen für Lehrlinge im Bereich des Magistrats der Stadt Wien gegenüber dem Jahr 2019 nahezu verdoppelt.

Die Ausbildung erfolgte in Zeiten des Lockdowns zum überwiegenden Teil in Form des theoretischen Berufsschulunterrichts (Distance Learning), ergänzt um Aufgabenstellungen aus den einzelnen Dienststellen, die von den Lehrlingen zuhause erledigt werden konnten. In weiterer Folge wurde den Lehrlingen – dort wo es sinnvoll und möglich ist und war – die erstmalige Option das Arbeiten im Home-Office ermöglicht.

Es wurde zu jeder Zeit sichergestellt, dass eine engmaschige Betreuung sowohl zentral durch das Lehrlingsmanagement in Form von Lehrlings- und Elternbriefen mit aktuellen Informationen aus den offiziellen Kommunikationskanälen der Stadt Wien, aber auch durch Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen Lehrlingen und ihren Dienststellen erfolgt.