1.1 Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick
Bitte beachten:
Die Statistik Austria aktualisiert Daten, die die Grundlage für diesen Bericht sind, nur jährlich im November. Im Zuge der Aktualisierung werden auch vergangene Jahresdaten basierend auf den neusten Datenständen angepasst. Dies lässt einen direkten Vergleich einzelner Werte zwischen den jährlich herausgegebenen Energieberichten nicht immer zu.
Wien lässt bei vielen klimaschutzrelevanten Indikatoren die anderen Bundesländer zum Teil weit hinter sich. Vor allem im Verkehrssektor und im Gebäude- bzw. Wärmebereich hat Wien die Nase vorn. Der Pro-Kopf-Endenergieverbrauch Wiens liegt bei nur 49 Prozent des durchschnittlichen Verbrauchs aller Bundesländer.
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Der Energieverbrauch pro Kopf ist im bundesweiten Vergleich in Wien am geringsten. Er wies zuletzt 16.006 Kilowattstunden (kWh) auf, gegenüber dem österreichischen Pro-Kopf-Verbrauch von 31.553 kWh (siehe Kapitel Endenergieverbrauch pro Kopf in Wien).
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Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase (THG) (gemäß BLI) pro Kopf sinkt weiterhin. Seit dem Jahr 2005 bis 2022 ist er um rund 34 Prozent zurückgegangen (siehe Kapitel Treibhausgas-Emissionen pro Kopf).
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Trotz des starken Bevölkerungswachstums ist der Energieverbrauch der Stadt Wien seit 2005 rückläufig (siehe Kapitel Endenergieverbrauch nach Energieträgern).
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Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Endenergieverbrauch (inklusive Import und Abwärme) steigt in den letzten Jahren weiter an. Derzeit liegt er bei rund 32 Prozent (siehe Kapitel Anteil erneuerbarer Energie inklusive Import und Abwärme am Endenergieverbrauch).
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Fossile Energieträger dominieren mit 79 Prozent weiterhin den Wiener Energieverbrauch (siehe Abbildung Energieflussbild 2023 unter Kapitel Energiefluss Wiens).
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Die Wienerinnen und Wiener besitzen mit 364 Pkw pro 1.000 Einwohner*innen in Relation zur Einwohner*innen-Zahl die wenigsten Autos aller Bundesländer (siehe Kapitel Pkw-Dichte der Landeshauptstädte).
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Der öffentliche Verkehr und die Fahrradnutzung steigen weiter an. Bereits 74 Prozent aller Verkehrswege werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder auch zu Fuß bewältigt. Davon 32 Prozent allein mit dem öffentlichen Verkehr. Coronabedingt kam es vor allem im Jahr 2020 beim Modal Split zu einer markanten Veränderung gegenüber dem Vorjahr: Die Anzahl der Öffi-Nutzer*innen ging stark zurück und der Anteil der Fußgänger*innen stieg markant an. Dieser Trend war 2021 leicht rückläufig, jedoch nutzen weiterhin weniger Verkehrsteilnehmer*innen den Pkw als vor der Corona-Pandemie (siehe Kapitel Verkehrsmittelwahl der Wiener*innen).