Vorwort Jürgen Czernohorszky

Jürgen Czernohorszky
Wiener Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal © Pertramer

Grünraum bietet Erholung und ein wertvolles Zuhause

Meine Arbeit finde ich spannend,

weil ich mich mit dem Klimaschutz einem enorm wichtigen und sehr aktuellen Thema widmen darf. Es ist mit großen Herausforderungen verbunden und hat Auswirkungen auf das Leben aller Menschen in unserer Stadt!

Naturschutz bedeutet für mich,

mit meiner politischen Arbeit ganz konkret zu einem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt beizutragen. Das reicht vom Schutz und dem Ausbau von Grünräumen über das Thema Müllvermeidung und Kreislaufwirtschaft bis hin zu KIimabildung.

Bäume sind mir wichtig,

weil es ohne sie unsere wunderbaren Wiener Wälder und Parks nicht gäbe! Bäume sind enorm wichtig für das Klima einer Stadt – sie sorgen für Schatten und Kühlung, reduzieren Hitze, binden CO2, filtern Feinstaub aus der Luft und tragen insgesamt zu mehr Lebensqualität bei!

Mit Artenvielfalt verbinde ich …

… die vielen Grünräume in unserer Stadt: Gut die Hälfte Wiens besteht aus Grünflächen. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – von Singvögeln über Wildbienen bis hin zu Igel oder Fuchs. Damit das auch in Zukunft so bleibt, steht rund ein Drittel der Wiener Grünflächen unter Schutz!

Mein Wunsch für Wien ist

… eine Stadt, in der alle Menschen einen ökologisch und nachhaltig gestalteten Grünraum „ums Eck“ haben, der Erholung ermöglicht und zugleich Tieren und Pflanzen ein wertvolles „Zuhause“ bietet!

Jürgen Czernohorszky

Wiener Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal

Vorwort Karin Büchl-Krammerstätter

Karin Büchl-Krammerstätter
Leiterin Stadt Wien – Umweltschutz © David

Meine Arbeit finde ich spannend,

weil sie unglaublich viele Aspekte beleuchtet. Umweltschutz bedeutet auch Tierschutz und letztlich Menschenschutz. All das ist wichtig, weil eines ohne das andere nicht funktioniert. Und darum geht’s letztendlich – wenn ich darauf achte, dass ich mir selbst Gutes tue und beispielsweise nachhaltig produzierte Lebensmittel kaufe und konsumiere, dann unterstütze ich damit gleichzeitig das Tierwohl UND die Umwelt. Dieses große Ganze – dass eben nichts ohne das andere funktionieren kann – möglichst vielen Menschen näherzubringen, das macht für mich den Reiz meiner Arbeit aus.

Naturschutz bedeutet für mich,

den Lebensraum, den wir uns mit Tieren und Pflanzen teilen, zu bewahren und zu fördern. Im Grunde ist es eine unverzichtbare Dienstleistung, die wir erbringen, damit wir alle die Natur und ihre Vielfalt genießen können. Und mit alle meine ich nicht nur uns Menschen. Denn in der Wiese zu liegen, ohne das Summen von Bienen und ohne die Gesänge der Heuschrecken, das wäre doch keine Erholung. Naturschutz ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Lebensqualität.

Bäume sind mir wichtig,

denn ich genieße es, an heißen Tagen im kühlen Schatten eines Baumes zu sitzen. Ich freue mich, wenn ich sehe, wie selbst ein toter Baum Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren darstellt. Bäume sind als Lebensraum für zahlreiche Tierarten und mit ihrer positiven Wirkung aufs Klima für uns Menschen extrem wichtig. Darüber hinaus haben sie eine hohe gesamtgesellschaftliche Bedeutung. Für die persönliche Erholung, für den Tourismus oder für die Wirtschaft sind Bäume ebenfalls unverzichtbar. Daher gilt es, im Umgang mit Bäumen und Wäldern achtsam und mit Verantwortung vorzugehen. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Bäume, auch ältere Bäume, in all ihrer Schönheit und mit all ihren wichtigen Funktionen zu erhalten.

Mit Artenvielfalt verbinde ich

… Buntheit, Bereicherung, Grünraum mit Lebensqualität – Lebensqualität für uns Menschen, aber auch für die mehr als 850 geschützten Tier- und Pflanzenarten, die vom Stadtrand bis in die dichtverbaute Innenstadt vorkommen. Artenschutz bedeutet für mich darüber hinaus, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass eine Stadt wie Wien Heimat für eine Vielzahl an Lebewesen ist. Artenschutz kann nicht von Vorschriften und Gesetzen allein getragen werden. Artenschutz braucht viele freiwillige Maßnahmen und Initiativen. Nur gemeinsam schaffen wir es, Lebensräume zu erhalten und neue zu schaffen.

Meine drei Wünsche für Wien und unsere Umwelt sind

... erstens, dass wir alle, unabhängig vom Alter, die Liebe zur Natur in ihrer ganzen Vielfalt stärken und den Blick auf ihre Schönheit richten. Denn dann ist der achtsame Umgang mit ihr ganz leicht. Zweitens, dass wir den Fokus nicht bloß jeweils auf ein Thema legen und dabei auf alle anderen ebenso wichtigen vergessen: also beispielsweise Klimaschutz und Artenschutz, Forcieren erneuerbarer Energie sowie Erhalt von Lebensräumen und Freiflächen. Mein dritter Wunsch betrifft unser Essen: Wir alle können sehr viel für unsere Umwelt und unser Klima tun, die Ausbeutung von Menschen und das Leid von Tieren vermeiden, wenn wir darauf schauen, wo und wie die Lebensmittel produziert wurden, die wir konsumieren, und wenn wir möglichst wenig wegwerfen. Auf österreichische Herkunft zu achten, ist ein sehr wichtiger Schritt –allein allerdings viel zu wenig. Der Wiener Landtag hat sich mit seinem Lebensmittelaktionsplan Wien isst G.U.T. (Gesund/Genussvoll, Umwelt-/Klima- und Tierfair) zu einem achtsamen Umgang mit Lebensmitteln bekannt und ein klares Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung gesetzt. Ich wünsche mir, dass diese Wiener Initiative viele Nachahmerinnen und Nachahmer findet und bei Produktion und Nachfrage wesentlich zu einem wertschätzenderen Umgang mit Mensch, Tier und unserer Umwelt beiträgt.

Karin Büchl-Krammerstätter

Leiterin Stadt Wien – Umweltschutz