Magistratsabteilung 60 - Veterinäramt und Tierschutz
Die Abteilung Veterinäramt und Tierschutz (MA 60) steht für Tierschutz auf wissenschaftlicher Basis. Zusätzlich vollzieht sie kommunale Aufgaben im Bereich des Fundtierwesens. Die Tiergesundheit umfasst die Prävention und Bekämpfung von Tierseuchen, die sichere Entsorgung tierischer Produkte und die Überwachung der tierärztlichen Tätigkeit in Wien.
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Projekt- und Schwerpunktüberblick
Hotline Veterinäramt und Tierschutz – Fundservice für Haustiere
An der Hotline, die 24 Stunden pro Tag 365 Tage im Jahr erreichbar ist, werden Meldungen zu gefundenen Haustieren entgegengenommen und die rasche Versorgung der Tiere organisiert. In Wien gefundene Tiere werden tagesaktuell auf der Homepage vom Fundservice für Haustiere in Wien veröffentlicht. Anrufer*innen erhalten Auskünfte zu den Themen Tierschutz und Tierhaltung in Wien. Im Jahr 2025 wurden rund 21.500 Anrufe verzeichnet. Die Abteilung Veterinäramt und Tierschutz ist zuständig für die Unterbringung entlaufener oder behördlich abgenommener Tiere. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, bestehen mit mehreren Tierheimen Verträge. Im Jahr 2025 wurde für die Unterbringung und Pflege von rund 3.500 Tieren gesorgt, rund 2.400 davon waren Fundtiere.
Das Wiener Hunde-Team ist in Wien unterwegs
Das Wiener Hunde-Team hat in seiner Funktion als Bindeglied zwischen Stadt und ihren Bewohner*innen bei 88 Informationsständen rund 1.900 Personen in den Wiener Hundezonen, Hundeauslaufplätzen und Parks zum Thema Hundehaltung in der Stadt beraten. Bei Kontrollgängen wurden rund 4.600 Hunde kontrolliert.
Das Wiener Hunde-Team trägt zum verständnisvollen Zusammenleben aller Bürger*innen, ob mit oder ohne Hund, bei.
Information der Wiener*innen zu den Themen Tierschutz und Tierhaltung
- Mit zwei Magazinen werden Bürger*innen zielgerichtet zu den Themen Tierschutz und Tierhaltung in Wien informiert. Die Zeitschrift „tierisch gut“ wurde 2025 4-mal an rund 23.000 interessierte Wiener*innen ausgesandt. Ein Kinderteil in der Mitte des Heftes informiert auch junge Menschen über artgerechte Tierhaltung. Das Unterrichtsheft „Wiener Heimtierprofi – Tiere richtig verstehen und halten“ wird seit elf Jahren gratis jedem Wiener Volksschulkind der 3. Schulstufe zur Verfügung gestellt. Auf spielerische Art werden Volksschulkinder, deren Familien und Lehrkräfte mit den Haltungsansprüchen von Haustieren vertraut gemacht.
- Über das gemeinsam mit dem Verein Tierschutz macht Schule entwickelte interaktive Online-Tool „Tierethik Online“ konnten im Jahr 2025 rund 1.725 Schüler*innen in einem Alter zwischen 10 und 18 Jahren erreicht werden. Die Jugendlichen werden dabei angeleitet, ihre eigenen Meinungs- und Wertvorstellungen zum Thema „Was darf man mit Tieren tun und was nicht?“ zu reflektieren und mit anderen zu diskutieren.
Schwerpunkt Aussetzen von Tieren 2025
Die Abteilung Veterinäramt und Tierschutz konnte durch intensive Recherche und Kooperation mit dem TierQuarTier Wien, aufmerksamen Bürger*innen und der Wiener Polizei erneut ehemalige Tierhalter*innen ausforschen, die ihre Tiere ausgesetzt hatten. Die Stadt Wien konnte somit in 64 Fällen den ehemaligen Tierhalter*innen die Kosten für die Unterbringung und tierärztliche Versorgung der Tiere im Tierheim in Rechnung stellen.
Studie „Pferdenutzung in Zeiten des Klimawandels“
Diese Studie wurde von der Stadt Wien – Veterinäramt und Tierschutz gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz in Auftrag gegeben und wird von der Veterinärmedizinischen Universität durchgeführt.
Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich klimatische Bedingungen auf Fiaker- und Sportpferde auswirken. Aus den Ergebnissen sollen gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Fiakerpferde abgeleitet werden.
Im August und im Oktober 2025 wurden Versuchsdurchgänge an jeweils drei Tagen durchgeführt, an denen acht Fiakerpferde in den Stallungen sowie vor, während und nach den Rundfahrten eingehend untersucht und beprobt wurden.