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Magistratsabteilung 33 - Wien leuchtet

Leistungsberichte der Magistratsdienststellen

Die Abteilung Wien leuchtet (MA 33) plant, errichtet und betreibt in Wien die öffentlichen Beleuchtungsanlagen, öffentliche Uhren, Anstrahlungen und Effektbeleuchtungen sowie kostenloses Wireless Local Area Network (WLAN) und Fußgänger-Orientierungsstelen auf öffentlichen Straßen und Plätzen. Weiters ist die Abteilung für die elektro- beziehungsweise lichttechnischen Anlagen zur Regelung und Sicherung des Verkehrs (Verkehrslichtsignale, beleuchtete Verkehrszeichen, Wegweiser, innen beleuchtete Verkehrslichtsäulen und sonstige Verkehrsleiteinrichtungen) hinsichtlich Detailprojektierung, Errichtung und Betrieb zuständig. Zur effizienten und raschen Störungsbehebung sind ein Permanenzdienst und ein Call-Center (0800 33 80 33) im 24-Stunden-Betrieb eingerichtet.

Weiterführende Informationen zum Inhalt: Zur Fachabteilung • Kontaktadressen

Projekt- und Schwerpunktüberblick

Ansatzleuchtentausch

Die Ökologisierung der Wiener Straßenbeleuchtung wurde 2025 planmäßig fortgeführt. Nach Abschluss der Umrüstung der rund 50.000 Seilhängeleuchten umfasst Phase 2 seit 2021 die Modernisierung von rund 80.000 Ansatzleuchten, die an Masten befestigt sind. Durch die Umstellung auf LED wird eine hochwertige und gleichmäßige Beleuchtung von Straßen und Gehwegen erreicht. Das verbessert die Wahrnehmbarkeit von Verkehrshindernissen und trägt zur Verkehrssicherheit bei. Die neuen Leuchten verringern die direkte Aufhellung des Nachthimmels, reduzieren Lichtverschmutzung und begrenzen unerwünschten Lichteintrag in angrenzende Wohnräume. Zusätzlich wird eine nachhaltige Ersatzteilversorgung sichergestellt. Der Fertigstellungsgrad der Montagearbeiten lag 2025 bei rund 80 Prozent. Seit Beginn der Umrüstung wurden rund 14 MWh Energie und rund 900 Tonnen CO₂ eingespart.

Vintageleuchtentausch

Auch Beleuchtungsanlagen mit historischem Charakter oder besonderer gestalterischer Einbindung werden auf LED-Technologie umgestellt, ohne das Erscheinungsbild zu verändern. Dafür wurden die Leuchtenformen „Altstadtleuchte“, „Innenstadtleuchte klein/groß“ und „U-Bahn-Leuchte klein/groß“ konstruktiv so adaptiert, dass standardisierte LED-Leuchteneinsätze der Wiener Standardleuchten verwendet werden können. Insgesamt werden rund 7.000 Leuchten modernisiert. Der Projektabschnitt soll 2028 abgeschlossen werden; 2025 waren bereits rund 3.800 Leuchten umgestellt. Seit Umrüstungsstart wurden rund 0,34 MWh Energie und rund 74 Tonnen CO₂ eingespart.

Verkehrsmanagement 2.0

Im Projekt Verkehrsmanagement 2.0 wurde die Entwicklung eines autarken und zukunftsorientierten Verkehrssteuerungssystems fortgeführt. In einem innerstädtischen Testgebiet wurden Verkehrslichtsignalanlagen (VLSA) mit einem intelligenten Schaltalgorithmus ausgestattet, der die Grünzeiten dynamisch an die aktuelle Verkehrsbelastung anpasst. Nach der 2024 gestarteten Ausrollung erfolgte 2025 ein erweiterter Pilotbetrieb einschließlich Evaluierung. Ziel ist ein flüssigerer Verkehrsablauf und damit eine Verringerung verkehrsbedingter Emissionen.

Umsetzung von C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems)

Die Stadt Wien arbeitet im Rahmen der Europäischen C-Roads-Plattform an der Ausrollung von C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems). C-ITS ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur über ITS-G5 (WLAN 802.11p) mittels Road Side Units (RSU) und On Board Units (OBU). 2025 wurde gemeinsam mit den Wiener Linien der Anwendungsfall der ÖV-Priorisierung weiterverfolgt. In Pilotversuchen wird untersucht, ob C-ITS die dynamische Bevorrangung von Straßenbahn und Bus verbessern und langfristig bestehende ÖV-Anmeldetechnologien ergänzen oder ablösen kann. Damit sollen Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs unterstützt werden.

Modernisierung der elektromaschinellen Tunnelausstattung

Die elektromaschinelle Ausstattung der Tunnelanlagen Leonard-Bernstein-Straße und Donau-City-Straße wurde 2025 modernisiert. Im Fokus standen die Erneuerung und technische Aktualisierung betriebs- und sicherheitsrelevanter Anlagenkomponenten sowie die Sicherstellung eines zuverlässigen, sicheren und wartbaren Tunnelbetriebs. Die Maßnahmen stärken die Verfügbarkeit der Anlagen, erhöhen die Betriebs- und Verkehrssicherheit und verbessern die langfristige Instandhaltbarkeit der tunneltechnischen Infrastruktur.

Betriebs- und Logistikoptimierung

Zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und Steuerbarkeit von Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen wurden 2025 Logistikprozesse angepasst. Dadurch werden Warenannahme, Qualitätskontrolle, Verfügbarkeit, Disposition und Nachvollziehbarkeit verbessert. Gleichzeitig werden Abhängigkeiten von Lieferterminen auf einzelnen Baustellen reduziert und die operative Einsatzplanung stabilisiert. Da Materialien direkt im Lager der MA 33 vorrätig sind, können Schäden zeitnah und effizient behoben werden.

NISG 2026 und IMS-Vorarbeiten

Vor dem Hintergrund der NIS2-Richtlinie und des am 23. Dezember 2025 im Bundesgesetzblatt kundgemachten Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetzes 2026 (NISG 2026) wurden 2025 erste Vorarbeiten zur strukturierten Maßnahmenumsetzung durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf der Erhebung bestehender Strukturen, Prozesse, Rollen und Schutzmaßnahmen sowie auf der Einordnung relevanter Anforderungen in die IMS-Systematik der MA 33. Damit wurden wesentliche Voraussetzungen für Maßnahmenplanung, Budgetierung, Priorisierung und revisionsfähige Nachweisführung ab 2026 geschaffen.

Öffentliche E-Ladeinfrastruktur

Für den weiteren Ausbau öffentlicher E-Ladeinfrastruktur wurden 2025 die Vertragsgrundlagen für einen neuen Dienstleistungskonzessionsvertrag zur Planung, Errichtung und zum Betrieb vorbereitet. Der Vertrag soll eine strukturierte, qualitätsgesicherte und langfristig tragfähige Bereitstellung von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ermöglichen. Dazu zählen klare Vorgaben zu Rollen, Betrieb, Instandhaltung, Schnittstellen und Leistungsqualität. Damit wurde eine wesentliche Grundlage für die weitere Umsetzung von E-Mobilitätsinfrastruktur in Wien gelegt.