Magistratsabteilung 2 - Personalservice
Die Abteilung Personalservice (MA 2) betreut als interne Dienstleisterin rund 100.000 aktive und pensionierte Bedienstete der Stadt Wien in deren dienst-, besoldungs- beziehungsweise pensionsrechtlichen Angelegenheiten. Die Abteilung ist nicht nur für die Bezugsverrechnung der Bediensteten zuständig, sondern nimmt auch die Aufgaben als Dienstgeberin beziehungsweise Dienstbehörde und Disziplinarbehörde wahr. In der Abteilung werden die für die Bediensteten der Stadt Wien während ihres Dienstverhältnisses geltenden Rechtsvorschriften ausgearbeitet. Dazu zählen insbesondere das Dienst- und Besoldungsrecht, das Pensions-, das Personalvertretungs-, das Bedienstetenschutz- sowie das Gleichbehandlungs- und Antidiskriminierungsrecht.
Darüber hinaus führt die Abteilung die Bürogeschäfte der Wiener Gleichbehandlungskommission und der gemeinderätlichen Personalkommission.
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Projekt- und Schwerpunktüberblick
Digitalisierung und Systemoptimierung:
- Programm „Personalsysteme Neu“. Die Leitung dieses aus 10 Projekten bestehenden Programms obliegt der MA 2. Durch eine Implementierung von SAP Human Experience Management (HXM) wird bereits jetzt an der für das Jahr 2029 geplanten Umstellung der derzeitigen Personalverwaltungssysteme auf SAP intensiv gearbeitet.
- Ein Projekt dieses Programms ist der elektronische Personalakt. Damit wird eine revisionssichere Dokumentenverwaltung der digitalisierten, personalaktrelevanten Prozesse ermöglicht und sichergestellt.
Die Abteilung beteiligt sich außerdem aktiv an mehreren Projekten zur Verbesserung der Attraktivität der Arbeitgeberin Stadt Wien, und zwar:
- am „Essenszuschuss NEU“. Anfang 2025 wurden die Vorbereitungsarbeiten für die Umstellung der „Papier-Essensmarken“ auf eine digitale Lösung abgeschlossen. Die neue Karten- und App-Lösung ist seit März 2025 im Einsatz. Die monatliche Aufladung des Essenszuschusses erfolgt für Dienststellen, die SES verwenden, zentral durch die MA 2.
- am „Jobticket“. Aufgrund der Änderung der Tarifstruktur der Wiener Linien sorgte die Abteilung für die notwendigen rechtlichen Anpassungen und sorgt weiterhin gemeinsam mit den Personalstellen der Dienststellen für die praktische Umsetzung des „Jobtickets“.
- an den Projekten „Flexitime“, „Cool Down – gegen Hitze am Arbeitsplatz“ sowie „BELLA – Betriebliche Eingliederung nach längerer/langer Absenz“.
Daten und Fakten
- 70.019 Bedienstete (ohne Aushilfs- und Saisonbedienstete) waren mit Stichtag 31. Dezember 2025 beim Magistrat der Stadt Wien beschäftigt.
- 85,62 Prozent der Bediensteten standen in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis, davon fallen 39,36 Prozent unter die Vertragsbedienstetenordnung 1995 und 46,26 Prozent unter das Wiener Bedienstetengesetz. In einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis (Beamtinnen und Beamte) standen 14,38 Prozent. Der Frauenanteil betrug 64,43 Prozent.
- 30.083 Bedienstete wurden durch das SES-Team („Struktur-Einsatz-Service Elektronische Arbeitszeiterfassung“) betreut.
- 6.048 Personen (ohne Aushilfs- und Saisonbedienstete) wurden neu in den Dienst der Stadt Wien aufgenommen.
- 25.839 Personen erhielten Ruhe- oder Versorgungsbezüge.
Im Fokus des Tätigkeitsbereichs der Abteilung lagen außerdem:
- Anpassung der dienstrechtlichen Gesetze in Bezug auf die Aufhebung der verfassungsgesetzlichen Amtsverschwiegenheit im Rahmen des Wiener Informationsfreiheitsanpassungsgesetzes 2025.
- Stufenweise Verringerung der höchstmöglichen Dauer der Altersteilzeit von derzeit fünf Jahren auf drei Jahre bis zum Jahr 2029.
- Schrittweise Erhöhung des Antrittsalters für vorzeitige Ruhestandsversetzungen von Beamtinnen und Beamten zur Erreichung eines höheren durchschnittlichen Pensionsantrittsalters und einer höheren Beschäftigungsquote älterer Bediensteter.
- Anpassung der Schwerarbeitsregelung für Beamtinnen und Beamte für den Bereich der berufsbedingten Pflege an die geänderte Schwerarbeitsverordnung des Bundes.