Magistratische Bezirksämter
Die Wiener Bezirksämter sind mit mehr als fünf Millionen Kundinnen- und Kundenkontakten und weit über einer Million Erledigungen im behördlichen Bereich eine der wichtigsten Schnittstellen der Wiener Stadtverwaltung zu den Bürgerinnen und Bürgern. Das umfangreiche Angebot der Bezirksämter reicht von diversen Leistungen für Gewerbetreibende mit der Bewilligung von Betriebsanlagen und Schanigärten über das Melde-, Pass- und Fundservice bis zur Ausstellung von Parkpickerln. Im Vordergrund stehen dabei für die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den 19 Standorten Serviceorientierung und Kundinnen- und Kundennähe.
Weiterführende Informationen zum Inhalt: Zu den Magistratischen Bezirksämtern • Virtuelles Amt
Projekt- und Schwerpunktüberblick
Organisation und Durchführung von Wahlen und Volksbegehren
Am 27. April 2025 fanden die Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen statt. Schon Monate davor waren die Magistratischen Bezirksämtern gemeinsam mit der
Magistratsabteilung 62 mit den organisatorischen Vorbereitungen für diese Wahlen, die eine besondere Herausforderung in organisatorischer und fachlicher Hinsicht darstellen, befasst. So musste für die 1.374.712 Wahlberechtigten schon Monate vor dem Wahltag die erforderliche Zahl an Wahllokalen (1.504) sichergestellt werden.
Wie bei allen Wahlen hatten auch hier die Bezirksämter die Aufgabe, für eine ordnungsgemäße Besetzung aller Sprengelwahlbehörden zu sorgen. Da es sich im Grunde um zwei gleichzeitig durchgeführte Wahlen handelt (Bezirksvertretung und Gemeinderat), hatte auch die Schulung des Sprengelpersonals durch die Bezirksämter einen wesentlichen Anteil am reibungslosen Ablauf der Wahlhandlung. Schließlich wurden in den rund drei Wochen vor der Wahl von den in allen Bezirken eingerichteten Wahlreferaten insgesamt 284.956 Wahlkarten für jene Personen ausgestellt, die am Wahltag ihre Stimme nicht in ihrem Wahllokal abgeben konnten.
Vom 31. März bis 7. April 2025 fand zusätzlich noch die Eintragungswoche für insgesamt drei Volksbegehren statt, bei welchen auch die Bezirksämter die Eintragungslokale in jedem Bezirk zu organisieren sowie das Personal für die Eintragungsstellen zu rekrutieren und zu beaufsichtigen hatten.
Der gesamte Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung der Wahl und der Volksbegehren war wie stets neben den sonstigen Aufgaben der Magistratischen Bezirksämter zu bewältigen. Nur dem besonderen Engagement und der Einsatzbereitschaft aller involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es zu verdanken, dass diese besondere Herausforderung erfolgreich bewältigt werden konnte.
Service für Gewerbetreibende
Vor etwas mehr als zehn Jahren wurden innerhalb der Magistratischen Bezirksämter die vier Betriebsanlagenzentren errichtet. Mit einer engen Zusammenarbeit von Jurist*innen und Sachverständigen haben diese hoch spezialisierten Einheiten die Effizienz bei der Durchführung der Verfahren erheblich gesteigert und auf diese Weise zu einer rascheren Abwicklung der Verfahren beigetragen. In den letzten zehn Jahren wurden von den Betriebsanlagenzentren 13.340 Verfahren zur Genehmigung von Betriebsanlagen und 26.822 Schanigartenverfahren durchgeführt. Gleichzeitig haben 82.064 Überprüfungen von gewerblichen Betriebsanlagen stattgefunden.
Ein besonderes Service stellen die seit vielen Jahren durchgeführten Projektsprechtage für Klein- und Mittelbetriebe dar. Hier können sich Gewerbetreibende bei konkreten Projekten zur Errichtung oder Änderung von Betriebsanlagen von Fachleuten in den Betriebsanlagenzentren beraten lassen. 7.744 Kund*innen haben dieses kostenlose Service in den zehn Jahren seit Einrichtung der Betriebsanlagenzentren in Anspruch genommen.
Parkpickerl
Die Ausstellung von Ausnahmebewilligungen gemäß § 45 Abs. 4 StVO 1960 für Bewohner*innen („Parkpickerl“) nahm auch im Jahr 2025 wieder einen in quantitativer Hinsicht bedeutenden Anteil im Leistungsspektrum der Magistratischen Bezirksämter ein.
Im abgelaufenen Jahr wurden in ganz Wien insgesamt 291.829 „Parkpickerl“ ausgestellt. Davon wurden 74.376 Anträge auf elektronischem Weg eingebracht, wobei 41.055 Anträge ohne Verwendung von ID-Austria und 33.321 Anträge unter Verwendung von ID-Austria gestellt wurden. 64.620 Bürger*innen haben ihren Antrag persönlich vor Ort gestellt. 152.833 „Parkpickerl“ wurden durch die Einzahlung des Einzahlungsdatenblattes beantragt.
Bei all diesen Anträgen musste von den Mitarbeiter*innen der Magistratischen Bezirksämter ein Ermittlungsverfahren durchgeführt und das Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen geprüft sowie in weiterer Folge ein Bescheid ausgestellt werden.
Von den obigen Zahlen nicht erfasst sind die zahlreichen persönlich und telefonisch durchgeführten zusätzlichen Beratungsgespräche für die Bewohner*innen der Bezirke zu Fragen der Parkraumbewirtschaftung.