8.1 Gesundheitliche Situaton von weiblichen Flüchtlingen
Projektleitung: Alexandra Grasl-Akkilic und Ulrike Repnik
Fast die Hälfte der 30 950 Bezieher*innen der Wiener Grundversorgung waren im Dezember 2024 weiblich. Ihre Herkunftsländer sind insbesondere Ukraine (66 % Frauen), Irak (51 % Frauen), Afghanistan (38 % Frauen) und Syrien (28 % Frauen).
Die Fluchtgeschichte von Mädchen und Frauen umfasst häufig Erfahrungen mit geschlechtsspezifischer Diskriminierung und sexualisierter Gewalt im Herkunftsland und auf der Reiseroute. Den Start im Aufnahmeland dominieren oft schwierige Begleitumstände sowie ein Alltag mit traumatisierten Familienangehörigen. Geflüchtete Menschen müssen sich in den Bereichen Sprache, Wohnen, Bildung, Arbeitsmarkt neu orientieren sowie soziale Netzwerke und Beziehungen aufbauen. Dabei erleben sie oft Dequalifizierung oder Diskriminierung.
Mit dem Ziel, die Expertise zum Thema Flucht und Frauengesundheit in Wien zu bündeln und nachhaltig zu dokumentieren, entstand 2024 das Buch „Frauengesundheit und Flucht. Sammelband des Wiener Programms für Frauengesundheit“. Zudem sorgte das Wiener Programm für Frauengesundheit auch 2024 weiterhin für eine interdisziplinäre Vernetzung von Expert*innen bei Veranstaltungen der „Wiener Plattform Frauen – Flucht – Gesundheit“ und beim „Runden Tisch Flucht und Frauengesundheit: Sexuelle und reproduktive Gesundheit“.