1. Energie von der Gewinnung bis zur Nutzung

1.2 Analyse der Veränderungen in der Energiebilanz im Vergleich zum Vorjahr

Dieses Kapitel vergleicht die aktuelle Energiebilanz mit derjenigen des Vorjahres, um eventuell auffällige Abweichungen zu erkennen. Bei den unten angeführten Veränderungen der Energiebilanz der Kalenderjahre 2022 und 2023 ist vor allem die starke Reduktion des Energieverbrauchs anzumerken. Hierfür verantwortlich sind, unter anderem, die mit dem Ukraine-Krieg verbundenen Preissteigerungen, die zu Einsparungen bei den Verbraucher*innen führten.

Bruttoinlandsverbrauch

Der Bruttoinlandsverbrauch ist im Kalenderjahr 2023 gegenüber 2022 von 38.471 Gigawattstunden (GWh) auf 35.941 GWh stark gesunken.

Importe

Die Importe sanken im Kalenderjahr 2023 gegenüber 2022 um 7 Prozent. Dies ist unter anderem auf die steigende inländische Erzeugung von Rohenergie zurückzuführen.

Endenergieverbrauch

Der Endenergieverbrauch im Kalenderjahr 2022 betrug 33.485 GWh und sank im Kalenderjahr 2023 auf 31.725 GWh.

Erneuerbare Energien

Die inländische Erzeugung von Rohenergie im Bereich der Erneuerbaren stieg insgesamt um 10 Prozent (424 GWh), sowie die inländische Erzeugung von Rohenergie im Bereich Photovoltaik um 38 Prozent (74 GWh) im Vergleich zum Vorjahr 2022. Dies ist vor allem auf die Maßnahmen der Wiener Sonnenstrom-Offensive zurückzuführen. Weitere Infos dazu unter: sonnenstrom.wien.gv.at.

Lagerbestand

Im Kalenderjahr 2022 betrug die Veränderung der Energielager 96 GWh, während im Kalenderjahr 2023 die Lagerveränderung auf -11 GWh fiel. Im Kalenderjahr 2023 bauten sich die Lager ab. Hauptsächlich beruht diese Verminderung auf der Reduzierung des Energieträgers Öl. Das heißt, es ist weniger Öl gelagert.