Energiebericht der Stadt Wien Startseite wien.gv.at
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2.3 Städtisches Energieeffizienz-Programm 2030

2. Die Stadt Wien arbeitet an der Energiewende

Indikator zum Städtischen Energieeffizienz-Programm (SEP 2030)

Das indikative Ziel für das Städtische Energieeffizienz-Programm 2030 (SEP 2030) für das Jahr 2030 strebt eine Reduktion des Endenergieverbrauchs pro Kopf um 30 Prozent im Vergleich zu 2005 an. Bis 2024 hat der Endenergieverbrauch pro Kopf im Vergleich zum Basisjahr 2005 bereits um etwas mehr als ein Drittel auf 15.793 kWh pro Kopf abgenommen. Der Zielpfad liegt 2024 bei 18.640 kWh pro Kopf und 2030 bei 16.902 kWh pro Kopf. Damit ist das Ziel einer Reduktion um 30 Prozent bereits jetzt erreicht.

Monitoring Effizienzmaßnahmen

Die Stadt Wien monitort die Fortschritte der Energieeffizienz in der Stadt nicht nur aufgrund des SEP 2030, sondern auch aufgrund des Bundes-Energieeffizienz-Gesetzes (EEffG). Dazu erhebt die Abteilung Energieplanung die Energieeffizienz-Maßnahmen, die die Dienststellen, die Unternehmen und Unternehmungen der Stadt setzen. Die Berechnung der Einsparungen von Standardmaßnahmen, die den Großteil ausmachen, erfolgt mit standardisierten Werten. Die Maßnahmen-Verordnung des Bundes-Energieeffizienz-Gesetzes sieht Standardmaßnahmen für Neubau, Renovierungen, Heizungstäusche, Anschaffung von elektrischen Verkehrsmitteln, Energieberatungen und einige weiteren Einsparungsmöglichkeiten vor. Spezifische Maßnahmen bewerten die meldenden Stellen mit gemessenen oder ermittelten Werten.

Die Abteilung Energieplanung meldet die Energieeinsparungen der nachgewiesenen Maßnahmen an die Monitoring-Stelle der E-Control. Das Energieeffizienzgesetz sieht Meldungen bis zum Jahr 2030 vor. Die E-Control berichtet öffentlich über die bundesweiten Einsparungen und den Fortschritt der Zielerreichung.

Es gibt zwei gesetzliche Ziele für Österreich:

Absolutes Ziel:
„Österreichs Endenergieverbrauch beträgt 920 Petajoule im Jahr 2030.“
Kumuliertes Ziel:
„Österreich spart 650 Petajoule vom Jahr 2021 bis zum Jahr 2030 ein.“

Auf Wien umgelegt bedeutet das:

Absolutes Ziel:
„Wien spart absolut 33,9 Petajoule bis zum Jahr 2030 ein.“
Kumuliertes Ziel:
„Wien spart von 2021 bis 2030 kumuliert 8 Petajoule ein.“

Erläuterung absolutes Ziel:
Die Einsparung des absoluten Ziels geht von einem fiktiven Energieverbrauch im Jahr 2030 von 920 Petajoule (255.556 GWh) für Österreich aus. Um diese Zielvorgabe mit den in Wien erhobenen jährlichen Endenergieverbrauchen vergleichen zu können, werden die Werte um Einflussfaktoren (Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaftsentwicklung und Klimabedingungen) bereinigt. Nach festgelegten Regeljahr-Annahmen würde der Energieverbrauch für Österreich gesamt bis zum Jahr 2030 auf 1.259 Petajoule (349.722 GWh) ansteigen. Das Regeljahr geht von plus 0,5 Prozent pro Jahr Bevölkerungsentwicklung und plus 1,5 Prozent pro Jahr Bruttoregionalprodukt und 3.183 Heizgradtagen aus.

Umgelegt auf Wien wäre der Energieverbrauch ohne Energieeinsparungen, unter Annahme der Regeljahrentwicklung (plus 0,5 Prozent pro Jahr Bevölkerungsentwicklung plus 1,5 Prozent pro Jahr Bruttoinlandsprodukt) im Jahr 2030 bei 148,2 Petajoule (41.167 GWh). Bei einem Einsparungsanteil von 10 Prozent, das entspricht 33,9 Petajoule (9.417 GWh), wäre der Zielwert Endenergieverbrauch 2030 bei 114,3 Petajoule (31.750 GWh).

Bis zum Jahr 2024 sparte die Stadt Wien kumulierte 240 GWh ein. Der Zielpfad liegt 2024 bei 150 GWh und 2030 bei 428 GWh.

Die bisherig gemeldeten kumulierten Effizienz-Einsparungen in Wien sind in folgender Grafik ersichtlich: