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Landtag, 12. Sitzung vom 20.05.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 5 von 43

 

umfangreiche Werbeschaltungen gemacht. Auch 2026 wird das so fortgeführt.

 

Weiters gibt es regelmäßige Infoabende für Krisen- und normale Pflegepersonen, bei denen man direkten Kontakt mit dem Referat für Adoptiv- und Pflegekinder knüpfen kann. Es gibt Veranstaltungen, bei denen man sagt: Alles an einem Ort! Das ist für potenzielle WerberInnen. Dort werden die rechtlichen, sozialarbeiterischen und finanziellen Informationen im Rahmen einer Veranstaltung an einem Ort zur Verfügung gestellt. Auch offene Fragen können gestellt werden, die beantwortet werden.

 

Es gibt für Pflegeeltern und Krisenpflegeeltern auch Ausbildungskurse und fachliche Unterstützungen. Also wenn die sich beim Referat für Adoptiv- und Pflegefamilien melden, gibt es ausführliche Beratungsgespräche, auch eine kontinuierliche Begleitung durch eine Sozialarbeiterin, die komplett durch diesen Ausbildungs- und Bewilligungsprozess geht. Sie werden natürlich auch auf die Tätigkeit vorbereitet und auch nach der Übernahme eines Kindes durch Supervision begleitet. Und darüber hinaus gibt es noch ein vielfältiges Fortbildungsangebot.

 

Was die Anstellungsmodelle betrifft, habe ich ja gerade erwähnt, dass es hier auch eine Weiterentwicklung geben soll. Vielleicht ist auch noch dazuzusagen, dass die Krisenpflegepersonen auch die Jahreskarte der Wiener Linien bekommen und dass wir auch jährlich ein sehr schönes - herzliche Einladung! - Pflegekinderfest veranstalten, um diesen Pflegekindfamilien für ihren Einsatz und ihre Tätigkeit zu danken.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Vielen Dank für die Beantwortung der 1. Frage.

 

9.14.30

†Lhptm-Stv.in Mag. Bettina Emmerling, MSc - Frage|

Wir kommen zur 2. Anfrage (FSP-697915-2026-KGR/LM). Diese wurde von der Frau Abg. Malle gestellt und ist an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Bildung, Jugend, Integration, Transparenz und Märkte gerichtet. (Immer wieder melden sich verzweifelte Eltern bei uns, weil sie auf Grund einer neuerlichen Baby-Karenz oder infolge eines Jobverlustes den Anspruch auf einen ganztägigen Kindergartenplatz in einem städtischen Kindergarten verloren haben und ihr Kind auf einen Halbtags-Kindergartenplatz umgestellt wurde. Im rot-pinken Koalitionsprogramm haben Sie jedoch ausdrücklich festgeschrieben, dass "einmal gewährte ganztägige Kindergartenplätze in Zukunft bis zum Ende der Kindergartenpflicht gelten" sollen. Daher nun meine Frage: Wie ist der aktuelle Planungsstand hinsichtlich einer Neuregelung des Kindergartenbesuches, damit einmal gewährte ganztägige Kindergartenplätze in städtischen Kindergärten künftig tatsächlich bis zum Ende der Kindergartenpflicht erhalten bleiben?)

 

Frau Vizebürgermeisterin, ich bitte um Beantwortung.

 

Lhptm-Stv.in Mag. Bettina Emmerling, MSc: Vielen Dank für die Frage. Es geht um die Ganztagesplätze für Kinder in Kindergärten. Das ist mir selbst ein sehr, sehr großes Anliegen, und ich bemühe mich sehr darum, rasch eine Lösung zu finden. Ich habe mir selbst gedacht, dass das rascher geht, muss ich ehrlich sagen, aber es ist auf Grund der rechtlichen Basis, auf Grund der Personalsituation und der Herausforderungen gar nicht so leicht. Wir müssen auch rechtlich was ändern beziehungsweise auch die Bestimmungen für die Unterbringung in den Kindergärten ändern.

 

Mein Ziel ist es, dass ein gewährter Ganztagesplatz natürlich ein Ganztagesplatz bleibt. Also ich sehe das vollkommen so, wie Sie es beschreiben. Gerade wenn eine Karenz oder ein unerwarteter Jobverlust ansteht, ist es nicht nachvollziehbar, warum der Ganztagesplatz nicht mehr in dieser Form zur Verfügung steht. Wie gesagt ist das dem Personalmangel geschuldet, aber natürlich müssen wir auch die etwaigen Herausforderungen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf betrachten, und das macht es eben in der Situation ein bisschen schwieriger. Dementsprechend hoffe ich, so schnell wie möglich hier eine neue Regelung präsentieren zu können.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke. - Die 1. Zusatzfrage wird von der Frau Abg. Malle gestellt. - Bitte.

 

9.16.33

Abg. Mag. Mag. Julia Malle (GRÜNE): Danke schön für die Beantwortung. Ich finde es gut, dass Sie auch dieses Bewusstsein haben, aber es melden sich tatsächlich sehr, sehr viele Eltern bei uns, vor allem auch Mütter, weil die meistens in Karenz sind, aber auch Väter, die das wirklich vor große Herausforderungen stellt. Oder man hat einen Arbeitsplatz verloren oder andere Gründe, ja. Also für das Kind, das aus dem Kindergarten quasi herausgerissen wird, ist das ja auch bildungspolitisch nicht besonders intelligent, besonders wenn diese Kinder Förderbedarf haben, wie Sie sagen, oder mehr Sprachförderung brauchen.

 

Jetzt würden wir diesen Eltern, die sich bei uns melden - und es ist ja auch Ziel Ihrer Stadtregierung, das zu reparieren; tatsächlich, das steht im Regierungsübereinkommen -, auch gerne sagen können, ob sie damit rechnen können, dass sie quasi noch im nächsten Jahr oder so zu einer Lösung kommen, oder ob sie das mittlerweile nicht mehr betrifft, wenn das Kind dann in der Volksschule oder wo auch immer ist.

 

Also was sagen Sie oder was würden Sie diesen Eltern sagen? Weil wir tun uns da wirklich schwer und hätten wirklich dringend gebeten, dass diese Regelung aus feministischen und bildungspolitischen Gründen besser morgen neu getroffen wird.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Frau Vizebürgermeisterin, bitte.

 

Lhptm-Stv.in Mag. Bettina Emmerling, MSc: Ich sehe das ganz wie Sie, nämlich auch so, dass es für das Kind natürlich keine gute Lösung ist. Es wird in diesem Jahr also sicher noch, wie Sie es angesprochen haben, passieren. Wie gesagt, ich dachte mir, dass das eine einfachere Sache ist.

 

Sie wissen, der städtische Bereich deckt einen hohen Bedarf ab, gerade für Eltern, die jetzt auch nicht in den privaten Bereich wechseln wollen. Wir haben eine recht angespannte Personalsituation, das ist auch ein bisschen der Grund dafür. Aber genau das ist auch Thema der großen Reform im Bereich Kindergarten, bei der es ja nicht nur um Inhaltliches geht, sondern mit der auch im Bereich des Personals Entlastungen und Erleichterungen geschaffen werden sollen. Und dementsprechend bin ich

 

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