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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 107 von 118

 

Wiener Wohnen: Ich glaube, das, was unter dem Strich herauskommt, und ich glaube, das gehört unterstrichen, ich wünsche dem oder der neuen Leiterin … (Zwischenruf.) - Wissen wir schon, wer es wird, ich weiß es noch nicht? (Zwischenruf.) - Also, wenn Sie es schon wissen, ich habe geglaubt, es ist gerade erst die Ausschreibung draußen, aber alles gut. (Zwischenrufe.) Dem oder der wünsche ich viel Erfolg.

 

Wir haben im Stadtrechnungshofbericht - verlangt von den GRÜNEN - eine bezeichnende Feststellung des Stadtrechnungshofes, wo festgestellt wurde - das hat jetzt nicht der Kowarik gesagt, sondern der Stadtrechnungshof -, dass es kein Organisationskonzept gibt. Darauf hat man gesagt, es wurde angepasst. Einen Satz lese ich Ihnen noch vor, und dann bin ich schon am Schluss: "Vom Stadtrechnungshof war zu betonen, dass nach der ersten auf Basis eines Grobkonzeptes in den Jahren 2013 bis 2016 erfolgten Umstrukturierung der Unternehmung Wiener Wohnen den weiteren seit dem Jahr 2017 vorgenommenen Organisationsänderungen kein gesamthaftes Organisationskonzept mehr zu Grunde lag. In Ermangelung dessen könne ein solches daher nicht angepasst, sondern nur erstellt werden." - Also machen Sie Ihre Arbeit, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zu Wort gemeldet ist die Frau Amtsf. StRin Mag. Hanel-Torsch, 15 Minuten, die stelle ich auch ein. - Bitte schön.

 

20.43.55

Amtsf. StRin Mag. Elke Hanel-Torsch (SPÖ)|: Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren!

 

Seit mehr als 100 Jahren sorgt Wien mit einer fairen und sozialen Wohnpolitik dafür, dass die Menschen hier gut und gerne in unserer schönen Stadt leben und dass in diesen Jahren hunderttausende gutausgestattete und leistbare Wohnungen entstehen konnten und auch weiterhin entstehen werden. Das ist eine großartige Leistung. Auch wenn manche hier versuchen, diese Leistung schlechtzureden, ich glaube, die Wienerinnen und Wiener sind stolz auf ihren Gemeindebau, und wir sind stolz auf unseren Gemeindebau. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Es ist mir auch eine große Ehre, dass ich als zuständige Stadträtin seit drei Monaten ebenfalls einen Beitrag zu dieser Erfolgsgeschichte leisten darf. Wir stehen ja als Gesellschaft heute vor großen Herausforderungen. Und ich möchte betonen, es sind Herausforderungen, die wir nicht verschuldet haben. Stichwort Kriege, Stichwort Klimawandel, Stichwort verschiedenste Krisen, Stichwort aber auch Budgetdesaster, das uns die Vorgänger-Bundesregierung hinterlassen und das natürlich auch auf Wien Auswirkungen hat. Auch wenn wir nicht die VerursacherInnen dieser Probleme sind, wir als Stadt Wien übernehmen Verantwortung, und wir bieten auch Lösungen. Vor allem aber bieten wir Sicherheit für die Menschen, denn das ist das, was sie derzeit brauchen. Unsere Wiener Wohnpolitik erfolgt auf alle Fälle mit Herz und mit Verstand - und das wird auch in Zukunft so bleiben.

 

Die Wiener Wohnbauoffensive für sicheres und leistbares Wohnen wollen wir trotz schwieriger Rahmenbedienungen selbstverständlich mit vielen Zukunftsprojekten unbeirrt weiter fortsetzen. Derzeit und in den kommenden Jahren werden 22 800 hochwertige soziale Wohnungen für 45 000 Menschen geplant, errichtet und übergeben. Nur damit man sich das ein wenig vorstellen kann: Das ist ein Volumen, das fast der Größe von Wiener Neustadt entspricht. Dabei entwickeln wir soziale Quartiere, das heißt, Wohnen mit Infrastruktur in nächster Nähe, sprich Schulen, Arztpraxen, aber auch Kultureinrichtungen. Ich glaube, darauf können wir stolz sein, denn oft merkt man erst im Vergleich mit anderen Metropolen, dass diese begleitenden Zusatzangebote am Wohnort ganz und gar nicht selbstverständlich sind. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Was mir auch wichtig ist zu betonen, vergessen wir nicht den hohen Grünflächenanteil, den wir in den städtischen Wohnhausanlagen haben. Auch hier wieder vielleicht ein bisschen was zum Vergleich: Alleine im Gemeindebau ist der Grünflächenanteil so groß wie der gesamte Bezirk Währing. Die Wohnbauten selbst passen wir natürlich laufend an gesellschaftliche Entwicklungen an. Ansprechen möchte ich da vor allem die Wohnmodelle für Alleinerziehende. Ich glaube, damit ist in der Wolfganggasse wirklich ein tolles Projekt gelungen. Aber wir achten selbstverständlich auch auf die Bedürfnisse der älteren Generation, und auch dem Trend zum Arbeiten Zuhause haben wir im Auge und berücksichtigen das bei unseren Projekten jetzt ständig mit. Bei den neuen Gemeindebauten haben wir unser ursprüngliches Ziel auch übertroffen, ursprünglich waren 5 500 geplant, jetzt sind es 5 700 geworden, und es werden noch einmal 1 500 dazukommen.

 

Das ist heute schon oft angesprochen worden und jetzt kommen wir zum Thema Sanierungen, denn hier wird so getan, als ob nicht saniert wird. Das möchte ich entschieden zurückweisen. Wir sanieren laufend, wir kurbeln dadurch die Konjunktur an und sichern damit auch Arbeitsplätze. Derzeit sind fast 100 Gemeindebau-Großsanierungen am Weg mit mehr als 13 500 Mietobjekten in der Bauphase. Davon profitieren 35 000 Bewohnerinnen und Bewohner - jetzt kommt wieder ein Vergleich -, das sind so viele Menschen wie in Bregenz leben. Also hier sieht man, wie viel investiert wird und was die Stadt hier auf den Weg bringt. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Sanierungen sind aber nicht nur im Gemeindebau ein Thema, natürlich auch im geförderten und im privaten Wohnungssektor. Ein Bespiel dafür ist der Wohnpark Alt Erlaa, der auch in der internationalen Presse immer als Vorbild zitiert wird. Das wird er auch in Zukunft sein, denn hier steht das größte thermische Sanierungsprojekt von ganz Österreich bevor. Das wird dann den Heizwärmebedarf für die Mieterinnen und Mieter um 50 Prozent senken. Auch das ist etwas, was wirklich hergezeigt werden kann.

 

Einen weiteren Fokus legen wir auf die Wiener Gründerzeithäuser, die unser Stadtbild prägen. Ich glaube, wir alle sind stolz auf dieses Stadtbild. Mit dem Besitz von Hauseigentum gehen natürlich auch Verpflichtungen einher. Mir ist wichtig zu betonen, dass sich die meisten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer natürlich

 

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