Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 89 von 118
hineingegangen sind, wo wir eingeladen haben, dass sich Menschen, die dort leben, einbringen und sich zusammenschließen. Eigentlich haben wir durch dieses Projekt auch ganz gute Nachbarschaften gebildet beziehungsweise Rahmenbedingungen geschaffen, dass sie sich bilden. Neben den Projekten im 2. und 20. Bezirk, im Alliiertenviertel beziehungsweise in der Wallensteinstraße haben wir jetzt auch in Hernals voriges Jahr ein neues WieNeu+-Gebiet gestartet. Warum? - Weil sich in Hernals auch in der Zukunft auf Grund des Ausbaues der U-Bahn einiges ändern wird und wir wollen, dass die Menschen, die jetzt schon dort wohnen, diese Veränderungen vielleicht antizipieren und sagen können, wie wollen sie dann mit ihrem Grätzel oder mit ihrem Wohnhaus, mit ihrem Wohngebäude, mit der Erdgeschosszone und so weiter umgehen. Von daher ist es wirklich ein schönes Projekt.
Was ich noch anteasern kann, ist, dass es auch noch ein weiteres WieNeu+-Projekt geben wird, natürlich im 21. Bezirk, weil wir sehen, auch beim Schlingermarkt im 21. Bezirk tut sich so einiges auf. Von daher glaube ich, dass das eine gute Gelegenheit ist, mit den Menschen aus dem 21. Bezirk an der Stadtentwicklung beziehungsweise an der Grätzelentwicklung in diesem Sinne zusammenzuarbeiten. (Beifall bei den NEOS.)
Weil ich schon sehr viel über den Bestand gesprochen habe - der Bestand liegt mir wirklich am Herzen, weil der Bestand auch unsere Stadt ausmacht. Deswegen ist es auch wichtig, dass man mit dem Bestand behutsam umgeht. Wir haben in Wien sehr viel Neubau oder Stadtquartiere oder Erweiterungsgebiete. Da ist es mir deswegen auch wichtig, dass der Fokus nicht nur einfach dort ist, bei den Menschen, die neue Räume zur Verfügung bekommen, sondern dass auch die Nachbarschaften, die angrenzen an diese neuen Räume oder Stadterweiterungsgebiete, das Gefühl haben, mitgenommen zu werden beziehungsweise, dass sie auch mit der Zeit einen Mehrwert für ihr Grätzel haben.
Weil ich eben über das Alliiertenviertel gesprochen habe - gleich daneben passiert wieder etwas Spannendes. Also das ist wirklich ganz wichtig. Es ist das letzte innerstädtische große Stadterweiterungsgebiet, der Nordwestbahnhof. Ich muss schon sagen, ich bin ganz stolz, dass, ich glaube, letzte Woche der Spatenstich für den Bildungscampus dort passiert ist. Es ist wirklich großartig. Es entstehen ein Kindergarten, eine Volksschule, eine neue Mittelschule, eine Musikschule mit einer Bibliothek. Es ist wirklich so ein Bildungsgrätzelzentrum, und das zeigt wieder, wie wir unsere Stadt verstehen. Womit haben wir dort begonnen? - Es wird ein großes Stadtentwicklungsgebiet sein, es werden 16 000 Menschen dort wohnen, aber womit haben wir begonnen? - Mit einem Bildungsbau. Warum? - Weil uns wirklich wichtig ist, dass von vornherein diese ganz wichtigen Infrastrukturen für Menschen vorhanden sind und dass die Kinder dann dort in den Kindergarten gehen, wenn sie schon einziehen.
Ich habe das ja selber erlebt am Nordbahnhof, als wir hingezogen sind als neue Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Kinder sind dort in den Kindergarten gekommen. Das war recht klasse, weil sich dadurch unsere Nachbarschaft gebildet hat, weil ich dort die Eltern anderer Kinder kennengelernt habe. Dann konnten wir uns im Park treffen und, und, und. Ich lebe immer noch dort, und ich muss schon sagen, diese Nachbarschaft und diese Verbindung, die damals entstanden ist, durch diesen Kindergarten, durch die Volksschule und weiterhin durch die Gymnasien, die dort in der Gegend sind, durch den Park, der auch von vorneherein dort vorhanden war, die tragen uns immer noch. Die tragen immer noch unsere Gemeinschaft, und ich muss ehrlich sagen, ich bin stolz, dort zu wohnen. Wenn ich meine Nachbarn erkenne und frage: Hey, jetzt haben wir uns schon lange nicht mehr gesehen, wo sind die Kinder? - Ah, in der HTL oder dort oder dort, dann ist das wirklich so, wie wir diese Stadt verstehen. Das ist auch, was wir in Wien, in einer Millionenstadt ermöglichen, dass es so eine Grätzelbildung, eine Dorfbildung gibt, wo man sich kennt.
Wenn man sich kennt, entsteht eine tragende soziale Struktur, wo man sich auch sicher und wohl fühlt. Daher bin ich wirklich sehr stolz darauf, was wir umsetzen. Und wenn ich der ÖVP zugehört habe, denke ich mir, was die Frau StRin Ulli Sima gesagt hat, ich habe irgendwie das Gefühl, in Parallelwelten zu leben. - Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr GR Prack, die selbst gewählte Redezeit ist zwölf Minuten. - Bitte, Sie sind am Wort.
GR Georg Prack, BA (GRÜNE): Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Stadträtin, sehr geehrte Damen und Herren!
Ich glaube, es ist wichtig, zum Rechnungsabschluss auch Danke zu sagen. Ich möchte mich insbesondere bedanken bei den MitarbeiterInnen der Magistratsabteilungen in unserer Geschäftsgruppe, beim Büro der Stadträtin und ganz besonders dieses Mal bei drei Personen, nämlich bei Gerhard Cech, der langjähriger Leiter der MA 37 war und jetzt in die Magistratsdirektion wechselt, bei Karin Ramser, die langjährig für Wiener Wohnen als Direktorin verantwortlich gezeichnet hat und jetzt ebenfalls gewechselt ist, und bei der Vorgängerin der jetzigen Stadträtin - wir besprechen ja die Periode, in der Kathrin Gaál Stadträtin war - für die guten Zusammenarbeit. Ich weiß, ich war nicht immer das einfachste Gegenüber, aber ich möchte mich sozusagen auf der persönlichen Ebene auch noch einmal bedanken für die gute Zusammenarbeit - insbesondere, aber nicht nur bei diesen drei Personen. Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Lassen Sie mich zunächst noch ein wenig abweichen vom Thema der Rechnungsabschlussdebatte. Wir haben gerade eine massive Hitzewelle, und wir sollten uns nicht in die Tasche lügen. Die Wohnungen in Wien werden deutlich mehr Kühlung brauchen, als das bisher der Fall ist. Wir stehen da vor einer Weichenstellung, nämlich lassen wir entweder einen Wildwuchs zu, das bedeutet dann, die, die es sich leisten können, die sich die teure Energie leisten können, installieren sich eine Splitanlage und blasen die Hitze zu denen, die sich nicht leisten können, eine Splitanlage zu installieren, geschweige
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