Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 84 von 118
der Höhe nicht. Aber eines sage ich Ihnen schon - und ich bekenne mich politisch dazu -, dass wir genau in Bezirken wie Simmering begrünen, dass wir für die Menschen öffentlichen Raum schaffen, wo sie sich aufhalten können. Der Innenteil der Simmeringer Hauptstraße ist bei der ersten Sanierung, die auch schon, na ja, zwanzig Jahre her ist, nicht umgesetzt worden, auf den ist immer vergessen worden, da hat keiner hingeschaut, und Sie machen jetzt noch Stimmung dagegen! Mir ist das wirklich wichtig (Zwischenruf bei der FPÖ.), dass genau in diesen Bereichen, wo die Leute wohnen, die ein geringes Einkommen haben, die keinen Balkon haben, die keine Loggia haben, die keinen Garten haben, die vielleicht nur eine kleine Wohnung haben, auch ein schöner öffentlicher Raum entsteht. Das ist sozialdemokratische Politik und dafür geben wir auch Geld aus. Das ist uns wichtig, das steht auf meiner Agenda ganz oben. Simmering ist lange genug vernachlässigt worden. Da ist das ganze Geld in andere Bezirk geflossen. Simmering und die Simmeringerinnen und Simmeringer sind uns wichtig. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Dann noch ein Wort zur Krottenbachstraße. Ich glaube, Sie haben sich vorgenommen für diese Legislaturperiode, hier keine Rede zu halten, wo dieses Wort nicht vorkommt. (Zwischenruf bei der FPÖ.) - Also, es dauert noch ein paar Jahre, ich bin mir sicher, Sie werden das hinbringen. Meine Frage ist: Also was jetzt eigentlich? - Sie sagen uns immer, dort fährt keiner, dort fährt keiner. Heute (Zwischenruf bei der FPÖ: Die fahren …) haben Sie gesagt, da gibt es so viele Unfälle von Radfahrern. Na, wenn eh keiner dort fährt, wie kann es dann dort Unfälle geben? (Zwischenruf bei der FPÖ: Es fährt keiner, wenn es gefährlich ist.) - Also das ist ja schon ein gewisser Widerspruch, den ich heute hier entdeckt habe. (Zwischenruf bei der FPÖ: Na, überhaupt nicht.) - Ich glaube, da sollten Sie sich mit sich selber einmal einig werden: Ist es jetzt ein totaler Flop, wo man nie einen Radfahrer sieht, oder sind so viele dort, dass es eben auch zu gewissen Unfällen kommt? (Zwischenruf bei der FPÖ: Beides stimmt.) - Ich kenne die Statistik zu diesen Zahlen nicht. Ich werde mir die natürlich gerne anschauen. Ich wollte Sie nur einmal auf den Widerspruch hinweisen, damit Sie den vielleicht bis zu Ihrer nächsten Rede auch ausmerzen können. (Beifall bei SPÖ und NEOS. - Zwischenruf bei der FPÖ: Ist kein Widerspruch. Ist kein Widerspruch.)
Der Kollege Stark hat zu mir gesagt, es ist das erste Mal, dass der Modal Split sich in diese Richtung entwickelt hat. Ich muss Ihnen leider sagen, das stimmt so nicht. 2017 - wer war da noch einmal Verkehrsstadträtin, let me think (Zwischenruf bei den GRÜNEN.) -, da ist der Individualverkehr dann 2018 von 27 auf 29 Prozent gestiegen. - Aha, das hat es schon einmal gegeben. Das ist halt etwas, das mäandert ein bisschen rauf und runter. Es ist im Jahr darauf wieder runtergegangen, so ist das halt beim Modal Split. Es ist keine sehr exakte Wissenschaft, wie Sie wissen, weil wir natürlich nicht alle Wienerinnen und Wiener befragen für diese Erhebung. Aber das hat es auch schon in der Vergangenheit gegeben. Nur damit wir das hier auch noch einmal festhalten.
Sie haben zum Thema Westbahnhof auch gesagt, dass die Pläne, die wir dort haben, die Frischluftschneise killen. Das ist auch etwas, was ich zum Beispiel nicht verstehe. Es ist dort jetzt (Zwischenruf von GR Kilian Stark.) komplett versiegelt. Es gibt am Rand ein bisschen eine schräge Wiese, wie man so schön sagt, und sonst ist dort komplett versiegelt. Das macht der Frischluftschneise nichts. Aber wenn wir dort fünf Hektar Park hinbauen, dann - uh - ist die Frischluftschneise gefährdet, weil das sind ja die Pläne, die wir haben. Die Pläne sind ja, dass wir dort begrünen wollen, das ist vollkommen klar. Nur finden wir dort ein schwieriges Gelände vor, mit großen Höhenunterschieden, mit der ÖBB, die ihre Gleise weiterhin bedienen will, mit der ÖBB, die gesagt hat, sie braucht einen Bedienungsweg. Es würde für einen Park schlicht und ergreifend nicht genug Fläche übrigbleiben, oder wenn, dann ist es mehr oder weniger ein Rodelhang, weil es so steil ist, dass wir uns natürlich nach guten Alternativen umgeschaut haben, damit wir das umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben, nämlich dort in dem Bezirk, wo es wenig Grünflächen gibt, zusätzliche Begrünung hineinzubringen. Was Sie da immer so sagen, das stimmt einfach nicht. All diese Dinge wie Frischluftschneisen, Kaltluft fließen ja schon standardmäßig in die Stadtplanung mit ein. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Dann noch ein Wort zur Stammstrecke. Ich bin eigentlich ganz froh, dass Sie das heute angesprochen haben, denn ich muss Ihnen schon sagen, das ärgert mich wirklich, dass hier von den GRÜNEN gegen ein Öffi-Projekt so massiv Stimmung gemacht wird. (GR Georg Prack, BA: Es wird nicht dagegen Stimmung gemacht.) - Ein Öffi-Projekt, das Ihre Ministerin noch ausgearbeitet hat, und wo immer klar war, das ist (Zwischenruf bei den GRÜNEN.) ein öffentliches Verkehrsmittel, das so stark ist, dass es in einer Zeit, wo es fährt, nie hundertprozentig ersetzt werden kann. Das war immer klar. Und es gibt so eine gute Zusammenarbeit zwischen ÖBB und den Wiener Linien … (GR Georg Prack, BA: Zu 100 Prozent … und kein Ersatz ist es …) Es gibt so eine gute Zusammenarbeit, aber Sie betreiben seit Monaten wirklich nur Panikmache und Schlechtreden von einem ganz wichtigen Projekt, das wir dringend brauchen zur Verbesserung … (GR Kilian Stark: Das stimmt nicht.) - Oja, das stimmt. Lesen Sie einmal die Zeitungsmeldungen. Doch, genau so ist es. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Dass gerade die GRÜNEN so massiv gegen ein Öffi-Projekt schießen, das kann ich wirklich überhaupt nicht … (Heiterkeit bei GRin Mag. Heidemarie Sequenz. - GR Georg Prack, BA: Geh bitte. Das ist doch lächerlich.) - Na, das kann ich nicht verstehen, und ich finde es auch nicht lustig. Ich glaube, Sie unterschätzen, welchen Impact das in der Öffentlichkeit hat, wie massiv Sie gegen diese Schnellbahnverbesserung Stimmung machen - und das gezielt, systematisch, seit Monaten. (GR Kilian Stark: Keiner macht dagegen Stimmung.) Ihr könnt den Blauen die Hand geben, es tut mir leid, wirklich. (Beifall bei SPÖ und NEOS. - GR Mag. Dietbert
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