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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 82 von 118

 

ströme mit ein? Wie binden wir die thermische Sanierung, "Raus aus Gas", den Einbau von Wärmepumpen und die Transformation als Ganzes ein? - Last but not least geht es um Partizipation und um das Einbinden der Community durch Bürgerbeteiligung in der Sache.

 

Nachhaltige urbane Regeneration umfasst nicht nur das Upgrading von Gebäuden, sondern es geht um die Stärkung der Nachbarschaft, die Bildung von Communitys, um Inklusivität und Resilienz, wie Kollege Gara vorhin auch erwähnt hat, um Plätze für Generationen zu planen. Das ist die Klammer, die ich hiermit ja auch setzen will. Wenn wir heute über Stadtentwicklung reden, ist das viel mehr als noch vor 25 oder 30 Jahren, als wir nur über Widmungen und über neue Stadtquartiere geredet haben. Heute geht es um viel mehr - um das Prinzip der Stadt der kurzen Wege, um Mobilität, um Versorgung, um all diese Dinge.

 

Wenn wir von der Bildung einer Community und einem Wir reden, finde ich in der Diskussion, die wir heute erleben, eines immer sehr eigenartig. Ich habe wirklich kein Problem, wenn wir kritische Meldungen und Verbesserungsvorschläge hören. Wenn man aber wie Kollegin Sequenz, die ich sehr schätze - sie ist jetzt plötzlich nicht mehr da, doch, da hinten steht sie, aber hört mir nicht zu - sagt: Jetzt fange ich an, jetzt ist die gute Stimmung weg. - Da werden dann Sachen vorgeworfen, als wären wir schuld daran. (Heiterkeit bei GRin Mag. Heidemarie Sequenz.) Wenn sie vom Heldenplatz redet und fragt, warum dort Autos stehen und keine Bäume sind: Der Heldenpatz gehört eben der Burghauptmannschaft und nicht der Stadt Wien.

 

Auf der anderen Seite hat Kollege Irschik in seiner Wortmeldung von Autofahrern gesprochen, als wäre die Stadt Wien jetzt geteilt wie früher, als gäbe es nur Inländer und Ausländer sowie Autofahrer und Nichtautofahrer. Die Autofahrer und Autofahrerinnen in dieser Stadt sind genauso Väter und Mütter. Sie sind genauso Menschen, die sich eine Stadt wünschen, die lebhaft ist. Auch sie wollen Grünraum. Auch sie wollen, dass ihre Kinder sicher in die Schule gehen. Sie wollen genauso in die Öffis einsteigen.

 

All diese Dinge sollten wir schon ein bisschen bewerten. Auch Radfahrer fahren Auto, auch Autofahrer fahren Rad. Auch Autofahrerinnen und Autofahrer gehen zu Fuß. Auch sie wollen die Stadt genießen. Wenn wir hier Maßnahmen setzen, um zu lenken und die Stadt ein bisschen anders zu gestalten, so sind das keine Maßnahmen gegen Autofahrerinnen und Autofahrer, sondern das sind Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Zum Kollegen Stark, der diesmal links von mir und nicht auf der anderen Seite sitzt: Die Nachrüstung sämtlicher öffentlicher Verkehrsmittel mit Klimaanlagen ist schön und gut. Bei den U-Bahnen haben alle U-Bahnen Klimaanlagen außer die Silberpfeile, die nicht klimatisiert sind. Jeder, der in meinem Alter ist, weiß, wie alt die Silberpfeile sind und dass sie früher oder später durch neue, moderne Züge ersetzt werden. Das ist doch wirklich eine Fehlinvestition, wenn wir diese jetzt nachrüsten, wenn sie in die Jahre gekommen sind und aus dem Verkehr gezogen werden. Im Moment sind 70 Prozent aller U-Bahnen klimatisiert. Die Wiener Linien schauen auch, dass sie im Rahmen des Sommerfahrplanes auf 75 Prozent kommen.

 

Was die Straßenbahnen betrifft, haben wir 495 Straßenbahngarnituren. 293 davon sind klimatisiert. Das ist ein Anteil von 60 Prozent. Jetzt hat man natürlich nicht den Luxus, dass jede Garnitur, die man erwischt, klimatisiert ist. Wir sind aber auf dem besten Weg dorthin.

 

Am Ende ist Politik halt auch nichts anderes als die Kunst des Möglichen. Es gibt halt ganz viele Zwänge, auch budgetäre Zwänge, die wir alle mitzutragen haben und die uns die ehemalige Regierung hinterlassen hat. (Beifall bei der SPÖ. - GR Klemens Resch: Man könnte das Geld auch anders einsetzen! Braucht man nur …! Das kostet nichts!) - Ja, aber auf der anderen Seite, Herr Resch, sind Sie ja derjenige, der immer über das Budget nachdenkt und moniert, man soll nichts verschwenden. Jetzt stehen Sie da und wollen, dass wir einen teuren Radweg, den wir in der Krottenbachstraße gerade errichtet haben, wieder abreißen und zurückbauen. Das wäre auch eine Verschwendung. (Heiterkeit beim Redner. - Neuerlicher Zwischenruf von GR Klemens Resch.) - Wie? Ich habe den Antrag ein bisschen anders gelesen. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Kollegin Sequenz ist verärgert über die Bahninfrastruktur und dass nichts weitergeht. Natürlich wünschen wir uns alle, dass es schneller geht. Tatsache ist, dass die Stammstrecke weiterhin auf Linie ist. Auch die Errichtung der Verbindungsbahn wird passieren. Lediglich der Ausbau der Südbahnstrecke wird um ein Jahr verschoben. Wir sind nicht glücklich. Du (in Richtung GRin Mag. Heidemarie Sequenz) bist nicht glücklich. Wir alle sind nicht glücklich.

 

Ich erinnere aber auch daran: Die vorige Ministerin, die für die ÖBB zuständig war, war Ministerin Gewessler. Seit der Zeit von Vassilakou haben wir darauf gewartet und uns gefragt, wann die Südbahn kommt. Es ist halt ein Problem. Es ist aber auf Schiene und wird kommen. Dass das nicht früher passiert, ist halt so. Das ist traurig, aber es ist auch wiederum auf Grund von Budgetnöten. Wer dieses Budget hinterlassen hat, wissen wir auch alle, die hier im Haus sitzen.

 

Den Heldenplatz habe ich erwähnt, und dass das keine Sache ist, die der Stadt Wien angehört. Bezüglich Rothneusiedl, liebe Heide, haben wir das ja im Stadtentwicklungsplan diskutiert, glaube ich. Da werden eben diese Expressbusse gebaut. In der ersten Phase, in der 3 000 Wohnungen gebaut werden, werden dort 7 000 Einwohnerinnen und Einwohner, nicht 21 000, wie von dir behauptet, einziehen. Es würde ein bisschen ein Problem sein, wenn wir in der derzeitigen budgetären Lage, in der wir sind, U-Bahnen bauen würden, die leer sind oder nur Luft transportieren, sondern es wird eben dann so weit sein, dass wir diese U-Bahnen haben, wenn dort mehr Menschen sind.

 

Zur Aussage von Herrn Kollegen Stark über die Kaltluftströme: Das wird eigentlich schon jetzt berücksichtigt. Man braucht sich nur den Wien-Plan anzuschauen. Ich

 

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