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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 81 von 118

 

Trump und Herbert Kickl schon gar nicht. Das wart schon ganz alleine ihr. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Weil Kollegin Sequenz angesprochen hat, dass sie uns noch ein buntes Rendering zeigen wird - wahrscheinlich oder Gott sei Dank hat sie noch keine Zeit gehabt: Auch ich habe in meiner akribischen Vorbereitung auf die heutige Wortmeldung geschaut, was es für Visionen gibt. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Ich zeige es dir dann!)

 

Nehmen wir zum Beispiel Essling. Wir sind eh in der Gegend. Die NEOS - das habe ich mir auch angeschaut - haben jahrelang einen Strich durch Essling bis nach Groß-Enzersdorf gezeichnet. Eine Straßenbahn - wahrscheinlich der 25er - soll verlängert werden. Ich habe oft gebeten, dass jemand herauskommt und mir erklärt, wie das erstens im Ortskern von Essling funktionieren soll und wie das zweitens nachher in der Esslinger Hauptstraße funktioniert, dort, wo rechts und links Einfamilienhausgebiete sind. Was wird weggeräumt? Die Häuser, die wunderschöne Allee mit herrlichen Bäumen oder die Gehsteige? Wie wollt ihr das anstellen? - Es ist nie einer herausgekommen und hat gesagt: Du bist ein Esslinger Simpel, du verstehst das alles nicht. (Heiterkeit bei GR Mag. Josef Taucher.)

 

Die NEOS haben jetzt etwas anderes gemacht. Sie verlängern jetzt nicht mehr den 25er, sondern sie verlängern die S80. Die fährt jetzt bis zur U2-Station "Aspern Nord". Nachher geht die Bahn weiter nach Marchegg. Nach den Wünschen der NEOS geht die S80 dort jetzt bald Richtung Groß-Enzersdorf. Das wird vielleicht auch Martin Flicker interessieren - obwohl du nördlich der Breitenleer Straße zu Hause bist: Durch welche Felder und Siedlungen wollt ihr die S80 führen? Von der Finanzierung rede ich jetzt gar nicht.

 

Die GRÜNEN sind dort noch immer dabei, eine Straßenbahn durch den Ortskern von Essling zu führen. Bei ihnen heißt sie 22er. Das ist eine ganz neue Bim. Das ist ein Punkt des Renderings. Es geht sich aber alles platzmäßig nicht aus. - Bitte, Heidi, schau dir das einmal an, oder erkläre mir Esslinger Simpel, wie das in Wirklichkeit funktionieren soll. (GRin Mag. Heidemarie Sequenz: Wenn man mit der Spange …!)

 

Auch hier - ihr zwei seid jetzt Gott sei Dank nicht in der Regierung - braucht es in der Verkehrspolitik in Wien allgemein einen deutlichen Kurswechsel. - Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Die Redezeit der FPÖ ist somit aufgebraucht. Das waren sieben Minuten.

 

Als Nächster ist Herr GR Al-Rawi mit einer Restredezeit von 22 Minuten, die ich auch einstelle, zu Wort gemeldet.

 

17.47.20

GR Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi (SPÖ)|: Frau Vorsitzende, liebe Frau Stadträtin, sehr geehrte Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen im Wiener Gemeinderat!

 

Ich würde es mir so sehr wünschen, aber viele von Ihnen kommen auf Grund ihrer Situation als Oppositionspartei natürlich nicht in die Situation, die Chance und Ehre zu haben, die vielen Delegationen internationaler Gäste, die auf Grund verschiedener Kongresse in Wien sind und auch eine Einladung des Wiener Bürgermeisters haben, im Namen der Stadt zu empfangen. Ich hätte so gerne, dass man einmal zuhört, wie diese ganzen internationalen Gäste Wien sehen, wie sie ins Schwärmen kommen, wie begeistert sie von der Stadt, vom öffentlichen Verkehr und von den grünen Flächen sind - und wenn sie von der Anzahl des leistbaren Wohnbaues und vom Kulturangebot dieser Stadt hören. Es ist unglaublich.

 

Dann gibt es eine zweite Gruppe, die ich als Betriebsrat mit meinen Kolleginnen und Kollegen mitbekomme, wenn sie über die Stadt reden, wenn sie etwas zu kritisieren haben, und wie sie es kritisieren. Dann gibt es hier im Gemeinderat Aussagen von manchen, bei denen ich mir denke: Wir leben wirklich in zwei verschiedenen Städten. Ich würde mir so sehr wünschen, dass sie das einmal miterleben und sehen.

 

Ich erzähle Ihnen jetzt von zwei Erlebnissen. Eines dieser Erlebnisse war: Ich war vor ein paar Tagen in Vertretung des Bürgermeisters beim World Mayors Forum in Singapur. Nach einem Vortrag über sanfte Stadterneuerung und Renovierung vor 300 000 hochkarätigen internationalen Gäste steht dann eine Architektin, eine Singapurerin, die in Dubai lebt, auf und sagt in ihrer Wortmeldung: Ich muss Ihnen ehrlich sagen, für mich sind meine Kinder der Maßstab. Meine Kinder sagen mir immer: Mama, auf Urlaub wollen wir nur nach Wien fahren. - Da bekommt man Gänsehaut, wenn man dann dort sitzt und eine fremde Architektin wirklich sagt: Meine Kinder - sie sind teilweise auch mit ADHS diagnostiziert - fühlen sich nur in Wien pudelwohl.

 

Ich glaube, das ist der Maßstab. Wenn sich Kinder und ältere Menschen in einer Stadt wohlfühlen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. (Beifall bei der SPÖ. - GR Klemens Resch: Die Wiener sollten sich wohlfühlen!)

 

Das Interessante ist dort dann ja, als es um die Stadterneuerung ging und ich in meinem Vortrag dort auch über die sanfte Stadterneuerung und die Erkenntnisse referiert habe, hat sich bei allen anderen, die danach gekommen sind, gezeigt: Die Probleme der Städte sind überall die gleichen. Die Herausforderungen sind die gleichen. Teilweise sind auch die Maßnahmen, die alle ergreifen wollen, die gleichen.

 

Man sieht ja, dass alles ein bisschen komplexer geworden ist. Heute ist Stadterneuerung nicht mehr bloß die Renovierung eines Hauses, das Verputzen der Fassade oder das Neuausmalen. Die Aussage ist vor allem - das ist auch das Wesentliche -, dass wir als Stadt Wien schon unsere Wohnungen und Gebäude als kritische Infrastruktur sehen. Alle reden immer von der kritischen Infrastruktur, als ginge es, wie Kollege Gara gesagt hat, nur um die Wasser- und Energieversorgung. Nein, wir sehen auch unsere Bausubstanz als solche.

 

Wenn wir heute von Stadterneuerung oder vom Bau eines Hauses reden, dann reden wir nicht von der bloßen Sanierung oder einem Upgrade, sondern wir reden über multifunktionale Dinge. Wie bauen wir in diesen Supergrätzeln, die StRin Sima voriges Jahr mit WieNeu gemacht hat, den öffentlichen Raum als zusätzliche Wohnfläche mit ein? Wie planen wir auch die Verkehrs

 

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