Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 79 von 118
Verkehrsmittel zeigt, zeigt noch viel, viel mehr. Davon möchte ich ein bisschen einen Einblick geben.
Ich finde, einige der spannendsten Informationen, die ich zum Teil selbst noch gar nicht gekannt habe, hat die Karte über das Umweltgut, über Tiere, Pflanzen, Lebensräume und, ja, auch über Weinbauflächen. (Heiterkeit bei GR Klemens Resch.) Man würde gar nicht ahnen, wo es in unserer Stadt überall Weinbauflächen gibt. Im Umweltgut sind aber auch Gewässer-, Boden-, Energie-, Luft- und Klimadaten versammelt.
Eine andere, schon viel bekanntere Karte ist zum Beispiel der Baumkataster. Sie finden Informationen über 399 000 Bäume in dieser Stadt, über das Pflanzjahr, die Höhe, den Durchmesser der Baumkrone und natürlich die Art, also welcher Baum das ist. Da gibt es natürlich auch eine Adresse und eine Baumnummer.
Dann finden Sie Flächenwidmungsdaten. Jeder Wienerin und jedem Wiener ist es möglich nachzuschauen, wie es in seiner oder ihrer Umgebung ausschaut. Wo wird noch gebaut, und wenn neu gebaut wird, wie hoch wird gebaut? Was für Widmungen sind gegeben? Wo ist Grünland? Wo ist Bauland? Wie ist diese Stadt strukturiert? Das alles kann man aus einer Flächenwidmung herauslesen. Vor allem: Was sind die Pläne für die Zukunft?
Sie finden aber auch Bildungseinrichtungen, jetzt - in den heißen Sommerwochen und -monaten - Kühlungsmöglichkeiten und natürlich die Radanlagen. Ein sehr, sehr wichtiger Plan ist auch das Kulturgut.
Es ist also eine Unzahl von Daten, die dort gespeichert ist. Die meisten Daten finden ihre Basis in den sogenannten OGD, den Open Government Data. Diese geben Auskunft darüber, dass diese Daten auch transparent sind. Sie sind zugänglich und für jedermann und jederfrau transparent. Daran kann sich eigentlich jeder bedienen. Das führt dazu, dass jemand, der eine eigene Stadtkarte macht, zum Beispiel all die Daten über die 1 800 Trinkbrunnen dieser Stadt übernehmen könnte. Ich finde, das ist gut. Das zeigt, wie transparent diese Stadt ist. Das ist wirklich eine sehr gute Dienstleistung, die die Stadt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 41 für uns alle erbringen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ganz spannend finde ich aber auch die Dienstleistungen, die für die Stadt intern erbracht werden. Das sind einerseits eben die sogenannten Luftbilder, senkrecht aufgenommene Bilder. Eine weitere Folge daraus sind die sogenannten Orthofotos. Das sind die schon bearbeiteten und entzerrten Bilder. Dann gibt es weitere technische Möglichkeiten. Mit Laserscan werden zum Beispiel auch die Oberflächen der Fassaden aufgenommen. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass man 3D-Abbildungen der Stadt erhält. Diese Daten kommen der Stadt selbst sehr zugute.
Wer bedient sich dieser Daten? - Einerseits die MA 21 für die Flächenwidmungsplanung, aber auch die Magistratischen Bezirksämter, die diese Karten für den digitalen Lokalaugenschein verwenden. Das heißt, sie sparen sich viel Arbeitszeit, weil sie nicht jedes Mal vor Ort sein müssen, sondern über eine Software, die Kappazunder heißt, eigentlich alle Einrichtungen der Stadt schon auf den Zentimeter genau in der Stadtkarte vorfinden. Mehrere hundert Abfragen gibt es da pro Tag. Das ist eine wirkliche Erhöhung der Effizienz für die Arbeit in der Stadt. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Auch für die Planung der MA 28 - Straßenbau und Straßenverwaltung, sowie für die MA 46, für die Verkehrssicherheit, sind diese Karten sehr wichtige Grundlagen. Natürlich greifen auch die MA 18 für die generelle Stadtplanung, aber auch technische Abteilungen wie die MA 31, also Wiener Wasser, auf Datenmaterial der MA 41 zurück, ebenso die MA 49, die Forstbetriebe der Stadt. Da werden zum Beispiel die genaue Lage der Hochquellleitungen sowie die genauen Abgrenzungen vermessen, wo die Stadt ein Servitutsrecht hat und auf ein Grundstück gehen kann, um zum Beispiel die Instandhaltung der Hochquellleitungen vorzunehmen.
Ich möchte noch dem Dienststellenleiter Dipl.-Ing. Dr. Lionel Dorffner und all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ja sehr im Hintergrund arbeiten, für uns aber eine sehr wichtige Basis fürs tägliche Leben bieten, meinen Dank aussprechen. Denn ganz oft möchte man schauen: Wie komme ich dorthin? Wo liegt dieser Platz? Wo ist die nächste U-Bahn-Station? Wo ist die nächste Straßenbahnhaltestelle? Was ist der kürzeste Weg? - Das alles wird durch diese Arbeit ermöglicht. Herzlichen Dank! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Jetzt bleibt nicht mehr ganz so viel Zeit, um auch kurz auf die MA 45, auf die Wiener Gewässer, einzugehen, eine sehr wichtige Abteilung, die, wie der Name schon sagt, mit Flüssen und Seen in der Stadt zu tun hat. Ein paar Aufgaben wurden schon angesprochen, nämlich unter anderem die Instandsetzungsarbeiten am Wien-Fluss zur Hochwasserabwehr. Das ist ein Riesenprojekt, das mehrere Jahre dauert und in der Vergangenheit mit 33,75 Millionen EUR im Jahr 2025 wirklich sehr hohe Kosten verursacht hat. Ich denke aber, jeder einzelne Cent ist es wert, dass diese Stadt vor Hochwasser geschützt wird. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ich springe gleich zum nächsten Thema. Bei der Alten Donau ist voriges Jahr ein ganz toller, neuer Park - eine Kunstoase - am Mühlschüttel eröffnet worden. Es ist sehr viel durch die Medien gegangen. Der Künstler André Heller hat dieses Kunstprojekt kuratiert. Es ist, glaube ich, ein riesengroßer Erfolg. Jedenfalls nehme ich vor allem in den sozialen Medien immer wieder wahr, dass Menschen von diesen bei Nacht beleuchteten Kunstwerken, aber auch bei Tag genießbaren Kunstwerken mit Klang- und Windspielen und tollen, faszinierenden Skulpturen auf einer Fläche von 28 000 Quadratmetern begeistert sind. Da ist natürlich auch ein Spielplatz dabei. Es wurden natürlich auch Bäume gepflanzt, sodass man sich erholen und diese wunderbar grüne und schattige Stadt einfach genießen kann.
Ich komme schon langsam zum Ende. Ich möchte auch noch auf die Donauinsel eingehen. Das sind viele Kilometer Gratisstrand und ein Gratisbadezugang für die Wienerinnen und Wiener. Da möchte ich ganz besonders die mobilen Inselteams hervorheben, die jedes Jahr von April bis September auf Rädern unterwegs sind und
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