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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 59 von 118

 

neuen Chefdirigenten Petr Popelka. Denn was ganz besonders herausragend war, ist, ich glaube, es gibt kein Orchester international, das so stark und so intensiv mit Dirigentinnen gearbeitet hat wie die Wiener Symphoniker, weil man die Frauen in diesem Feld auch immer unterstützt und gefördert hat. Und somit gibt es immer mehr Dirigentinnen, die sich für diese Aufgaben anbieten und von den Wiener Symphonikern eingeladen werden. (Beifall bei SPÖ und NEOS.).

 

Sie sind ein Orchester von Weltruf und neben ihren Konzertreihen, den großen Konzerten, den großen Symphonien ist ganz besonders hervorzuheben, sie spielen auch in kleinen Besetzungen. Ich glaube, sie spielen in 47 oder 48 unterschiedlichen Formationen und gehen in den Gemeindebau, gehen in den öffentlichen Raum. Sie machen jetzt in wenigen Tagen zum Beispiel mit einem anspruchsvollen und spannenden Programm wieder das Prater-Picknick, wo die Bevölkerung am 1. und 2. Juli eingeladen ist, teilzunehmen. Sie machen die Beisel-Konzerte, auch eine ganz tolle Geschichte, wo wir sozusagen lebendig Menschen mit Kunst und Kultur verbinden können, das "Fest der Freude" am Heldenplatz, immer am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und Ende des 2. Weltkrieges in Europa.

 

Aber sie sind seit 1947 auch das Hausorchester der Bregenzer Festspiele, und in wenigen Wochen werden die Bregenzer Festspiele eröffnet. Ein neues Format, das sich vorgestellt hat, ist nicht mehr zu Ostern "Frühling in Wien", sondern "Frühling aus Wien in Triest ", kultureller, nix imperialistisches, das auch mit dem ORF als Kooperationspartner sehr gut funktioniert.

 

Wir haben eine ganze Reihe von Aufgaben in diesem Jahr gehabt. Die Volkshochschulen wurden angesprochen, die neu zum Ressort dazugekommen sind. Wir haben in der Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Wien auch eine Prämierung des Theaters an der Wien als "Opernhaus des Jahres 2025". Und wir kooperieren auch in schwierigen Zeiten mit den Vereinigten Bühnen Wien weiter. Und da die Frage war, muss Kunst provozieren: Ich würde das so formulieren, Kunst muss nicht provozieren, aber sie darf provozieren. Es ist die Freiheit der Künstlerinnen und Künstler zu sagen, ich will da provozieren oder ich will auch etwas Experimentelles einbringen, aber die Breite des Kulturbegriffes muss auch immer gewährleistet bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Ganz zum Abschluss, ich bin der letzte Redner und ich glaube, ich mache das noch einmal im Namen aller Kolleginnen und Kollegen partei- und fraktionsübergreifend: Noch einmal meinen Dank an das Büro der Frau Stadträtin und (sich zu Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler umdrehend) dich persönlich, selbstverständlich auch an die Kolleginnen und Kollegen aus der MA 7, der MA 8, der MA 9. Wir hören immer von der MA 7, dem Kulturamt, aber die Bibliothek und das Stadt- und Landesarchiv leisten auch hervorragende Arbeit, die wir auch entsprechend würdigen müssen, weil sie ebenso für das kulturelle, das wissenschaftliche und auch das soziale Erbe unserer Stadt wichtig ist. In diesem Sinne, danke ich allen, die für einen erfolgreichen Abschluss 2025 die Verantwortung tragen. Alles Gute und Glückauf für alles, was in der Kultur kommt. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Damit ist auch die Redezeit der Sozialdemokratischen Fraktion erschöpft.

 

Als Nächste hat sich die Frau Amtsf. StRin Kaup-Hasler zu Wort gemeldet. Ich bemerke, dass nach unserer Geschäftsordnung die Redezeit mit 15 Minuten beschränkt ist. - Bitte, Frau Stadträtin, Sie haben das Wort.

 

15.18.01

Amtsf. StRin Mag. Veronica Kaup-Hasler|: Einen sehr schönen Nachmittag Ihnen allen, die im Publikum, im Livestream, aber auch hier analog sitzen. Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Kolleginnen im Gemeinderat, sehr geehrte MitarbeiterInnen aus dem Büro und aus den unterschiedlichen MAs, für die ich zuständig sein kann!

 

Es ist eine lebendige Debatte. Wie immer ist Kultur offensichtlich ein Thema, das uns alle sehr berührt, ein Thema, das uns aufwühlt, manchmal aber auch eint, und das ist schon für mich herausragend. Wenn wir jetzt hier stehen - viele Aspekte wurden ja schon von den VorrednerInnen genannt, möchte ich den Fokus auf etwas anderes lenken. Ich möchte einen kurzen Blick auf diesem Erreichten ruhen lassen, weil wir oft in der tagespolitischen Aufregung übersehen, was denn alles schon passiert ist und wie sich das entwickelt hat. Und wir können, glaube ich, in einer vielfältigen Stadt, einer Zwei-Millionen-Stadt sagen, dass in den letzten Jahren doch einiges gelungen ist. Das meine ich jetzt ohne Selbstzufriedenheit oder Sattheit, sondern da ist was gelungen. Und ich würde mir wünschen, in einem Jahr ebenso freudig auf dieses Jahr zurückblicken zu können, denn wir stehen vor großen Herausforderungen. Und was gelungen ist, ist eigentlich - und das 25er Jahr präsentiert auch eine Zäsur -, wir haben es geschafft über all die Jahre die Kulturlandschaft resilienter zu machen, zu stärken.

 

Wir haben das auf sehr unterschiedlicher Art und Weise gemacht, niemals mit dem Gießkannenprinzip, sondern wir haben einerseits durch Renovierungen in Gebäude investiert - führen Sie sich das Gartenbaukino, die Arthouse-Cinemas vor Auge, die Museen, Wien Museum und so weiter, VBW, Raimundtheater, Ronacher. Wir haben also einmal sehr stark repair und care in den Vordergrund gestellt, aber auch bei den Arbeitsverträgen, Kollektivverträgen, bei den einzelnen Subventionen der FördernehmerInnen investiert. Ich kann sagen, diese durchaus resiliente Landschaft ist nie perfekt, natürlich nicht, aber wir haben sie so stark gemacht, dass wir sie auch gut durch die vielen Krisen der letzten Jahre geführt haben. Auch gemeinsam mit Ihnen haben wir diese Landschaft gut und lebendig und vielfältig erhalten. Und das ist wichtig.

 

Vor diesem Hintergrund ist auch die Notwendigkeit von Einsparungen überhaupt denkbar. Wir hätten das sonst nicht machen können. Und danke für die Zuschreibung der Löwin, das stimmt. Ich bin Löwin, Drache, alles Mögliche, mitunter ein Mops, viele Tier passen zu mir. Ich bin sozusagen auch wandelbar, je nach Rolle, und mir auch nicht zu blöd, unterschiedliche Rollen anzunehmen, weil es um etwas Essenzielles geht, das uns

 

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