Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 35 von 118
men im Bereich des Jahres 2026 geht und wir vom vorangegangenen Jahr sprechen. So viel sei aber dazu noch gesagt, weil es hier auch zur Sprache kam: Wir haben im März eine Umfrage durchgeführt. Wir haben 2 434 PädagogInnen befragt beziehungsweise haben so viele an der Umfrage teilgenommen. Diese Umfrage dermaßen ins Lächerliche zu ziehen, bedeutet, genauso ins Lächerliche zu ziehen, was 2 434 Pädagoginnen und Pädagogen sowie Assistentinnen und Assistenten, die bereit waren, ihre Zeit zu investieren, zum Kindergarten zu sagen haben.
Wir haben abgefragt, was ihre Wünsche und Vorstellungen sind. Sie sollten über die momentanen Rahmenbedingungen hinausdenken und wirklich alles darlegen, was ihnen am Herzen liegt. Ich glaube, es ist in einer Stadt, in der wir gemeinsam Politik machen, und in einem so sensiblen Bereich, in dem wir so sehr nicht nur auf die privaten Partner und die städtischen Bereiche, sondern auch auf das Engagement und die Motivation der vielen Pädagoginnen und Pädagogen sowie der Assistentinnen und Assistenten angewiesen sind, keineswegs lächerlich, diese zu Wort kommen zu lassen und sie in diesem Akt der Mitbestimmung und des Mitsprechens an einer Reform, die sie alle betrifft, wertzuschätzen. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Dazu noch ein Punkt, weil auch das kam und ich das klarstellen möchte: Es wurde erst letzte Woche vorgestellt, was wir im Bereich des Kindergartens als erste Maßnahmen umsetzen werden. Ja, die Umsetzung ist in Ausarbeitung. Es soll diesbezüglich natürlich Gesetzesänderungen geben. Warum 2028 eine Reduktion um ein Kind in der Kindergartengruppe und 2029 um eines in der Familiengruppe? - Jetzt kann man auch das lächerlich finden. Mir und uns war es aber immer wichtig, das anzukündigen, was wir tatsächlich schaffen.
Sie alle hier kennen den Bereich Kindergarten. Sie kennen den Personalmangel und die großen Herausforderungen, die wir haben. Das heißt, es wurde mit allen Stakeholdern sichergestellt und auch im privaten Bereich besprochen, was geht. Was können wir unter den aktuellen Rahmenbedingungen schaffen, auch wenn wir diese im laufenden Prozess verändern werden? - Da hat man sich darauf geeinigt. Auch alle privaten Träger sind wirklich sehr dankbar und froh, dass wir ganz fix und klar gesagt haben: Mit 2028 gibt es eine Reduktion um ein Kind. Wir gehen nicht in das Risiko, eine Maßnahme wieder absagen zu müssen, weil wir uns für den Anfang zu viel vornehmen, wie das auch in anderen Bundesländer schon passiert ist. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Ich muss jetzt ein bisschen weitermachen. Ich gehe zur MA 56, weil meine Zeit nämlich wirklich sehr rennt. Wien wächst, und Wien wird jünger. Wir merken das auch bei unseren Schulen: 112 000 Kinder in unseren Allgemeinbildenden Pflichtschulen, um fast 4 Prozent mehr als im Jahr davor. Das bedeutet höhere Investitionen.
2025 haben wir rund 178 Millionen EUR für 47 neue Klassenräume an fünf Standorten investiert. Zusätzlich wurden bestehende Standorte saniert. Im Bereich der kostenlosen verschränkten Ganztagsschule haben wir im Schuljahr 2024/25 mittlerweile 32 275 Kinder an 110 Ganztagsschulen in verschränkter Form. Das sind um 12,65 Prozent mehr als im Schuljahr davor.
Bildungsinnovation bleibt natürlich Priorität. Man sieht, glaube ich, an diesen Zahlen sehr genau, dass wir da weiter ausbauen, um gute Schulplätze errichten zu können. Gute Bildungsinnovation heißt aber natürlich auch, gute Angebote in die Schulen zu holen. Das sind die Wiener Bildungschancen, die schon erwähnt worden sind. Das sind Programme wie "Respekt: Gemeinsam stärker". Das ist das Bildungsversprechen, das auch einen ganz wesentlichen Beitrag leistet.
Am meisten freue ich mich natürlich auch auf einen weiteren Ausbau der Schulpsychologie und der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit dem Bund, der zugesichert wurde, und vor allem auch über den Chancenbonus, der gerade unseren Wiener Schulen eine große Entlastung bringen wird. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Ich komme zur MA 11. Auch da haben wir große Herausforderungen, wie auch Frau Kollegin Berner richtig angesprochen hat. Das ist ein wirklich höchstsensibler und höchstbelasteter Bereich mit Herausforderungen, die enorm vielfältig sind.
Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe hat 2025 große Anstrengungen unternommen, um wieder passende Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Das ist auf der einen Seite der Fachkräftemangel. Das ist bei den SozialpädagogInnen und SozialarbeiterInnen vor allem die Bearbeitung von Migrationsphänomenen, der Teuerung und einer wachsenden Gruppe von psychisch kranken oder auch Suchtmittel konsumierenden Kindern. Das sind nämlich Herausforderungen, die uns die letzten Jahre als Phänomene begleiten und für die wir Antworten brauchen. Da darf es auch kein Nachlassen geben.
Wir haben den Fachkräftemangel durch mehrere Maßnahmen im Jahr 2025 im städtischen Bereich so weit zurückgedrängt, dass der Personalbedarf in den Einrichtungen mittlerweile gut gedeckt werden kann. Wir haben aber auch noch in dieser Woche eine ganz wichtige Reform und eine Gesetzesänderung, die darauf eingehen, dem Personalmangel zu begegnen, indem wir multiprofessionelle Teams in den Einrichtungen erlauben und zusätzliche Berufsgruppen hineinholen. Weiters betrifft das auch den Ausbau des Kinderschutzes in den privaten Einrichtungen. Ich hoffe hier auf Ihre Zustimmung am Freitag. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Wir haben zudem die stationären Angebote ausgebaut. 2025 sind über 60 neue Wohnplätze entstanden. Zum Jahresende haben wir insgesamt 2 114 Kinder in voller Erziehung. Ja, jedes einzelne - das kann ich hier auch sagen - ist eines zu viel. Natürlich wurde auch auf die angespannte Versorgung von Kleinkindern eingegangen. Wir haben im Herbst und Winter drei neue Einrichtungen eröffnen können.
Was uns in der MA 11 natürlich auch sehr beschäftigt, ist die Jugendkriminalität. Da haben wir mit KISI und der Orientierungshilfe im Jahr 2025 ein neues, strukturiertes Angebot geschaffen, um strafunmündige IntensivtäterInnen gut in einem Buddy-Programm zu begleiten. Erste Wirkungen sind bereits sichtbar. Sie wissen, die
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