Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 27 von 118
für den Frisör, für die Krankenpflegerin, für den Bauarbeiter, für die Lehrerin und für die Ärztin mit Migrationshintergrund. Diese Menschen verdienen unseren allergrößten Respekt. - Auf Wiedersehen. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Die tatsächliche Redezeit betrug sieben Minuten. Die fraktionelle Restredezeit beträgt zwölf Minuten.
Als Nächster ist Herr GR Lugner mit einer fraktionellen Restredezeit von zwei Minuten, die ich noch einstelle, zu Wort gemeldet. - Bitte.
GR Leo Lugner (FPÖ): Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, liebe Kollegen!
Bevor ich auf den Markt zu sprechen komme, über den ich eigentlich ursprünglich reden wollte, vielleicht noch ein paar Worte zu den bunten Fahnen des Herrn Weber, über die er vorhin gesprochen hat.
Frau Haase hat gesagt, es ist ein Budget für LGBTIQ-Personen, es ist ein Budget für FeministInnen. Mir kommt vor, es ist kein Budget für normale Menschen, für normale Bürger, für die Leistungsträger dieser Gesellschaft. Es geht nur mehr um irgendwelche Randgruppen. Da werden Millionen hineingepumpt. Das ist etwas, was wir ablehnen. (Beifall bei der FPÖ. - GR Dipl.-Ing. Dr. Stefan Gara: Rassismus ist das Konzept! - Zwischenruf von GR Mag. Lukas Burian.) - Hören Sie einmal zu!
Sie sagen, es ist so schön für die Toleranz. Es ist so weltoffen. Mir ist jetzt ein Video in den Feed hineingespielt worden, auf dem man einen Mann in einer Wiener U-Bahn-Station der U3 sieht, der im Zuge der Pride mit so einer Regenbogenfahne unterwegs ist. Er wird dann anagitiert und beschimpft, dass er da eine eklige alte Pride-Fahne trägt und nicht die Fahne mit dem Transgender-Eckerl drinnen.
Daran sieht man eigentlich deutlich, dass es nicht um Weltoffenheit geht, sondern es geht darum, Menschen ein Weltbild zu oktroyieren. Wer nicht mitmacht, der wird beschimpft. - Sie sind gerade das beste Beispiel, indem Sie hier hineinschimpfen. Sie sind von Hass zerfressen. Die Hasszähne kommen genau von dieser netten LGBTIQ-Community, die gegen jeden anderen wettert, der sich irgendwo normal für sein Land einsetzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Ich bin gestern mit einem Taxifahrer mit Migrationshintergrund gefahren, Herr Bambouk. Das war sehr interessant. Als er mich hier vom Rathaus abgeholt hat, hat er mich gefragt: "Sie sind ja Politiker. Jetzt habe ich eine Frage. Ich sehe da draußen die Straßenbahn. Da weht nur die bunte LGBTIQ-Transfahne, aber es weht nicht die österreichischen Nationalfahne, obwohl Österreich heute ein Nationalspiel bei der Weltmeisterschaft hat." - So weit ist es gekommen. Sie verdrängen unsere Nationalfahne mit Millionen für eure bunte Regenbogenpropaganda. Jeder, der nicht mitmacht, wird mit Hass von euch übersät. Schämen solltet ihr euch dafür. (Beifall bei der FPÖ. - Neuerlicher Zwischenruf von GR Mag. Lukas Burian.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA (unterbrechend): Herr Gemeinderat, die fraktionelle Redezeit ist abgelaufen. (GR Leo Lugner: Ich will nur noch eine Sekunde etwas zu dem Antrag sagen, den wir eingebracht haben. - GR Georg Prack, BA: Abgelaufen ist abgelaufen!) - Sie pochen als Fraktion zu Recht sehr darauf, dass die Regeln in diesem Haus eingehalten werden. Deswegen werden wir die Regeln auch einhalten. (Beifall bei SPÖ, NEOS und GRÜNEN.)
Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau GRin Kickert gemeldet. - Bitte.
GRin Dr. Jennifer Kickert (GRÜNE): Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Vorsitzende!
Ich möchte tatsächlich berichtigen, dass LGBTIQ-Menschen nicht nur Teil einer Randgruppe sind, sondern zufälligerweise auch leistungsbereite und leistungsstarke Menschen sein können. (GR Armin Blind: Das ist die Berichtigung?) Man kann nämlich alles gleichzeitig sein: LGBTIQ, rothaarig, leistungsbereit und leistungsstark. (Beifall bei GRÜNEN, SPÖ und NEOS. - GR Armin Blind: Das ist keine Berichtigung! - GR Dipl.-Ing. Dr. Stefan Gara - in Richtung GR Armin Blind: Berichtigung für Rassismus! - GR Armin Blind: Wenn man überall Rassismus sieht!)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Als Nächstes ist Herr GR Poljak mit einer selbst gewählten Redezeit von acht Minuten zu Wort gemeldet. - Bitte.
GR Nikola Poljak, BA, MA (SPÖ): Zunächst einmal an alle meine queeren Freunde: Ich habe euch lieb. Ihr müsst euch nicht jeden Schmarren anhören. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Bevor ich zur MA 10 komme, möchte ich noch etwas Persönliches erzählen. Ich habe in Vorbereitung auf die Rede meine Kinder gefragt: Was soll ich denn zum Kindergarten sagen? Was ist euch wichtig? - Meine Tochter hat eigentlich nur Folgendes gezeigt. (Der Redner formt mit den Händen ein Herz.) Ich hoffe, ich mache es richtig. (Heiterkeit bei SPÖ und NEOS. - GRin Dipl.-Ing. Selma Arapović: Du zitterst ein bisschen!) - Ja, ich zittere, weil ich nervös bin. Also ein Herz mit den Händen hat sie mir gezeigt. Ich glaube, mehr muss man zu unseren Kindergärten eigentlich nicht sagen. (StR Stefan Berger: Also alles eitel Wonne?)
Das Herz steht für Geborgenheit, für Vertrauen, für Bildung, für Freundschaften und vor allem für jene Menschen, die Tag für Tag mit unglaublichem Engagement für unsere Kinder da sind. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Gerade deshalb möchte ich heute allen Pädagoginnen und Pädagogen, allen Assistenzkräften und eigentlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch von der MA 10 von Herzen Danke sagen. Sie begleiten unsere Kinder in einer wichtigen Phase ihres Lebens. Sie fördern sie, sie trösten sie, sie motivieren sie, sie geben ihnen Sicherheit und vermitteln Werte, die weit über den Kindergarten hinausgehen.
Ich finde, die Arbeit ist eigentlich unbezahlbar. Natürlich stehen auch die Kindergärten vor Herausforderungen. Umso größer ist mein Respekt vor jenen Menschen, die jeden einzelnen Tag mit Professionalität, Geduld und ganz viel Herz mit den kleinsten Menschen in Wien zusammenarbeiten. (GR Mag. Josef Taucher: Das ist lieb gesagt! Sehr lieb!)
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