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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 16 von 118

 

Grätzel begleitet. Mir persönlich ist die Fachstelle Demokratie bei den Wiener Jugendzentren besonders wichtig, denn sie steht für Demokratiebildung dort, wo junge Menschen tatsächlich sind, in Jugendzentren, in den Parks, in Beteiligungsprozessen, in Diskussionen, Konflikten und auch in der digitalen Lebenswelt.

 

Die Fachstelle Demokratie gibt es eben schon seit einem Jahr. Das zeigt, dass es mehr als ein Veranstaltungspunkt in einem Rechnungsabschluss ist. Es zeigt, dass Demokratiebildung in Wien nicht nur im Unterricht stattfindet. Es geht nicht darum, bei der digitalen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen noch mehr Inhalte in noch mehr Kanäle zu stellen. Es geht da immer darum, auch Kinder und Jugendliche zu stärken, damit sie sich in einer digitalen Welt sicher, selbstbewusst und kritisch bewegen können. Deshalb braucht moderne Kinder- und Jugendarbeit auch mehr als Geräte und Plattformen, sie braucht Medienbildung, Urteilskraft, Schutzräume und Orientierung. Junge Menschen müssen lernen, Informationen einzuordnen, Grenzen zu erkennen, ihre Privatsphäre zu schützen, respektvoll zu kommunizieren und sich Hilfe zu holen, wenn es etwas gibt. Dabei dürfen wir auch nie die Aufgaben und die Beteiligung der Eltern vergessen. Das ist mir ein persönliches Anliegen, und ich weiß, der Vizebürgermeisterin auch. Digitale Kompetenz ist eben nicht nur eine Aufgabe der Kinder und Jugendlichen, sie ist immer auch Aufgabe der Erwachsenen. Deshalb brauchen auch Eltern Unterstützung, Information und Sicherheit im Umgang mit der digitalen Lebenswelt für Kinder - nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern praktisch, verständlich und alltagstauglich.

 

Die MA 13 leistet natürlich auch weiterhin bei den Kinderrechten, bei der Beteiligung zentrale Arbeit. Konkret möchte ich hier die UNICEF-Zertifizierung als "Kinderfreundliche Stadt" hervorheben. Das passt auch genau zur Wiener Kinder- und Jugendstrategie 2025 bis 2030. Es geht immer auch darum, und politisch ist es entscheidend, dass Kinder und Jugendliche nicht nur als Zielgruppe verstanden werden. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebensqualität.

 

Weiters möchte ich noch das Bildungsgrätzel erwähnen, 35 aktive Bildungsgrätzel in 19 Bezirken, und auch das Programm "Respekt: Gemeinsam stärker", gemeinsam von MA 13 und MA 57. Dieses Programm steht für eine Schule, in der Gewalt, Ausgrenzung und Abwertung keinen Platz haben. Es geht immer um Gewaltprävention, Zivilcourage, Mädchen- und Burschenarbeit, wie zum Beispiel von Poika. Es geht darum, dass wir früher ansetzen und nicht erst dann hinschauen, wenn etwas passiert.

 

Auch das Fair-Play-Team hat ein 15-jähriges Bestehen und fördert das Zusammenleben im öffentlichen Raum - da geht es um Deeskalation - und trägt einen Beitrag zur Sicherheit der Stadt bei. Mir läuft die Zeit ziemlich gut davon, merke ich gerade.

 

Es geht auch um die Jugendplattform, wo alles zweimal im Jahr vernetzt wird. Wir haben letztes Jahr übrigens die drittgrößte Bücherei der Stadt in der Landgutgasse eröffnet - mit Open Library und das Lesofantenfest. Wir haben die Musikschulen weiter befähigt, so vielen Kindern wie möglich das Musizieren zu ermöglichen, damit das kein Luxus ist. Es gibt die Orientierungshilfe. Zu guter Letzt, weil ich jetzt wirklich aufhören muss, möchte ich natürlich unbedingt die MA 11 erwähnen, die jedes Jahr lang unersetzbare und großartige Arbeit leistet, auch wenn das in den Medien immer anders dargestellt wird. Wir haben hier die Stunden und die Möglichkeiten ausgebaut und hören uns dazu auf alle Fälle noch am Freitag. Worum geht es? - Die MA 13, die MA 11, alle sagen den Kindern: Wir sehen euch, wir hören euch, ihr habt eine Stimme und eure Stimme zählt! - Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Tatsächliche Redezeit war neun Minuten.

 

Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Malle. Selbst gewählte Redezeit: fünf Minuten. - Sie sind am Wort.

 

10.26.53

GRin Mag. Mag. Julia Malle (GRÜNE)|: Sehr geehrte Vorsitzende, sehr geehrte Frau Stadträtin, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe SchülerInnen, liebe ZuseherInnen zu Hause!

 

Ja, der Rechnungsabschluss ist immer auch so ein Reality Check und auch ein Tag der Wahrheit. Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich lässt sich das in wenigen Worten zusammenfassen, nämlich große Worte, wenig Umsetzung. Auch gerade eben, bei der letzten Rede, habe ich mir gedacht, Sie erwähnen Projekte aus einer Zeit, als es in Wien noch die rot-grüne Regierung gab, also schon ewig lange her. Die sind eh supertoll, aber es ist nichts Neues dabei. Und weil Sie Poika, den Verein, der sich auch um gendersensible Bubenarbeit kümmert, angesprochen haben: Auch da wurden Gelder gekürzt. Sich hier herauszustellen und zu sagen: Da leisten wir so Tolles!, das finde ich tatsächlich falsch. (Beifall bei den GRÜNEN. - GR Mag. Lukas Burian: Wieso leisten die keine tolle Arbeit, Frau Kollegin Malle?)

 

Ich glaube, Sie haben mich falsch verstanden. Kollege Burian hat gerade gefragt, ob Poika keine tolle Arbeit leistet. Poika leistet hervorragende Arbeit, ich weiß es als Lehrerin an der Rahlgasse. Wir arbeiten mit Poika sehr viel zusammen, auch in der Vergangenheit. Nur, Sie leisten keine tolle Arbeit, weil Sie diese wichtige Bildungsarbeit in dieser Stadt nicht unterstützen. (Beifall bei den GRÜNEN. - GR Mag. Lukas Burian: Das stimmt doch überhaupt nicht. Das ist überhaupt nicht wahr!) - Ja, wir können gern weiterreden. (GR Mag. Lukas Burian: Ich sage, was im Rechnungsabschluss steht, Frau Kollegin!)

 

Kollegin Bakos hat auch gesagt: Erhöhung der Assistenzstunden im Kindergarten. - Das finde ich auch richtig wichtig. Das ist etwas, was Christoph Wiederkehr gemacht hat. Wir haben sehr viel Kritisches über Christoph Wiederkehr gesagt, aber eines muss ich im Nachhinein schon sagen, zumindest ist da etwas passiert. Es waren Ministeps, aber es ist etwas passiert. Seit Rot-Pink 2 passiert in Wien in der Bildungspolitik gar nichts mehr. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Inklusion: Es ist ein Armutszeugnis, dass mehrere hundert Kinder immer noch auf einen Platz warten. Das

 

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