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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 23.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 6 von 118

 

diese Sprachcluster tatsächlich auflösen, aufbrechen und in Zukunft nur noch ein Fünftel der Kinder mit derselben Alltagssprache, die eben nicht Deutsch ist, in einer Gruppe sein werden. Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist wirklich ein riesengroßer Schlüssel, weil dann erst tatsächlich Sprachförderung mit den angesprochenen Sprachförderkräften, diese alltagsintegrierte Sprachförderung, dieses Sprachbad, auch passieren kann, dann erst wirklich funktionieren kann, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei den NEOS und von GRin Safak Akcay.)

 

Es sind verpflichtende Fortbildungen, auch bei den Sprachstandserhebungen, es sind die LesepatInnen, die helfen, Sprachbarrieren abzubauen, die die rege sprachliche Entwicklung der Kinder mitbegleiten, die auch motivieren, die Vorbilder sind. All das, was sozusagen wirklich gut funktioniert, wird natürlich weitergeführt.

 

Ich habe die Elternmitwirkung angesprochen - auch das halte ich für etwas ganz, ganz Wichtiges, weil es eben alle braucht. Es kann nicht alles auf den Kindergarten abgewälzt werden, und dementsprechend ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass hier eine gesetzliche Verankerung der Verpflichtung zu dieser Elternmitwirkung zum jährlichen Entwicklungsgespräch stattfindet. Die Vorbereitungszeit, die Konzeptionswoche, all das sind Punkte, wo wir den Fachkräftemangel in langfristiger Sicht bekämpfen wollen, indem wir das Personal entlasten, Reflexion, Vernetzung, Teambuilding, besseres Onboarding ermöglichen wollen und hier tatsächlich auch entsprechend Meilen gehen.

 

Weil ich auch ein bisschen auf die Zeit achten möchte - ich könnte noch sehr lange reden -, möchte ich auf das Thema Inklusion zu sprechen kommen. Das ist auch etwas, wozu es einen Antrag gibt, und ich halte es für ganz wichtig, hier auch etwas dazu zu sagen. Es ist uns tatsächlich ein riesengroßes Anliegen, dass wirklich jedes Kind, absolut jedes Kind - so einzigartig es ist, ganz gleich, welche Bedingungen es mitbringen mag, ob es eine Beeinträchtigung ist, ob es eine Behinderung ist, ob es eine chronische Erkrankung ist - die besten Chancen erhält, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Wir haben dementsprechend die Förderungen - ich bin mir sicher, dass dieses Thema hier zur Sprache kommen wird - im Inklusionsbereich für private Kindergärten, für Kindergruppen, für Tageseltern deutlich erhöht. Das bedeutet Zuschüsse, die teils um das Dreifache steigen. Dies nicht nur, weil wir einen finanziellen Zuschuss leisten und dann auf Wiedersehen sagen, sondern weil wir Inklusion ganz klar nachhaltig strukturell absichern. Das ist es, worum es uns hier geht. Das heißt, wir ermöglichen es den Einrichtungen, zusätzliches Fachpersonal einzustellen, pädagogische Konzepte weiterzuentwickeln, die räumliche Ausstattung zu verbessern, vieles Weitere mehr. Dies mit dem Ziel, dass wirklich tatsächlich im Alltag Kinder mit unterschiedlichsten Bedürfnissen gemeinsam spielen, lernen - hier auch voneinander lernen - und aufwachsen können. Letzten Endes ist das der erste Schritt hin zu einer wirklich selbstverständlichen vielfältigen und inklusiven Gesellschaft. Hier wird, sehr geehrte Damen und Herren, der Grundstein dazu gelegt - das ist ganz klar. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Das bringt mich, weil ich gesagt habe, jedes Kind verdient die besten Chancen, zum Thema Chancengerechtigkeit und auch zum Thema Deutsch, zu diesem Querschnitt Bildung und Integration, weil das hier auch von meinem Vorredner thematisiert worden ist. Es gibt jetzt - es ist eine Neuerung, die wir davor halt eben nicht gekannt haben; das habe ich in diesem Haus auch schon oft gesagt - eine Neuerung, die Wien sehr gut steht, würde ich sagen, nämlich dass tatsächlich einmal der Bund und das Land Wien zusammenarbeiten, wenn es um ein Thema geht, das vielleicht nicht ganz so unwichtig ist, nämlich das Thema Bildung. Wir alle wissen, in einem föderalen System gibt es halt unterschiedlichste Kompetenzebenen, die zusammenarbeiten müssen, um entsprechend Ziele zu verwirklichen und hier auch Meilen zu gehen, um Verbesserungen zu schaffen. Diese Zusammenarbeit zwischen dem Bund und dem Land Wien funktioniert sehr gut, weil es auch einen Minister gibt, weil es eine Bundesregierung gibt, die die Herausforderungen in Wien kennt und weiß, welche Weichenstellungen gelegt werden müssen.

 

Ich habe das hier in diesem Haus auch schon oft gesagt: Wenn die ÖVP sagt, sie kämpft für die Deutschförderung und das wird niemals aufhören, dann ist das eh spannend. Nur kämpft die ÖVP halt immer nur dann für Deutschförderung, wenn sie in der Opposition ist. (GR Harald Zierfuß: Das ist lächerlich, geh bitte!) Wenn sie in der Regierung ist, und das seit knapp 40 Jahren, dann wird weder an den Stellen gedreht, wo sie das tun könnte, noch wird sonst irgendetwas gemacht. Stichwort Minister Polaschek, der lieber den Expertinnen und Experten sozusagen die Arbeit auferlegen wollte, sehr geehrte Damen und Herren. Das ist halt eine unredliche Politik, und das unterscheidet uns von der ÖVP. (Beifall bei NEOS und SPÖ. - Zwischenruf bei den GRÜNEN.)

 

Das heißt, grundsätzlich - das möchte ich auch betont wissen - ist es schon so, dass dieses Thema Deutschförderung ganz Österreich betrifft. Ich möchte jetzt unsere Probleme nicht leugnen, aber zu sagen, dass es ein alleiniges Wien-Problem wäre, ist auch falsch. Ich habe mir das gestern angeschaut, es sind Städte vor allem in Oberösterreich - ich bin ein großer Oberösterreich-Fan -, es sind Städte wie Linz, wie Traun, wie Wels, die ganz oben sind, wenn es um das Thema "Probleme mit Deutsch" geht. Aber wissen Sie, was der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist? - Dass ich jetzt nicht mit dem parteipolitischen Finger auf andere zeige, sondern dass wir die Ärmel hochkrempeln und uns darum kümmern, dass diese Probleme dort, wo wir es können, auch gelöst werden, im Bund wie auch hier in dieser Stadt, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Wir haben viele Initiativen gesetzt, es sind kleine Dinge, wie spielerisch Deutsch lernen in den Büchereien, die Startklar-Sprachförderkräfte - ich möchte vielleicht noch einmal einen Schritt zurückgehen -, die Aufstockung der AssistentInnenstunden im Kindergarten, die

 

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