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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 109 von 113

 

ten. Das ist eine großartige Sache, dass die das machen und dass das immer so gut funktioniert.

 

Es sind auch über 2 400 Hunde, die im TierQuarTier 2025 entgegengenommen worden sind. Das ist nicht einfach so passiert. Ich durfte dort vor Ort sein und sehen, mit welcher Professionalität man das macht. Man gibt die Tiere nicht einfach so ab, sondern man sieht sich auch genauestens an, wer diejenigen sind, die da vorbeikommen. Es gibt eine Eingewöhnungszeit. Das ist wirklich hoch professionell, was dort passiert.

 

Vielleicht noch ein Projekt, das ich besonders erwähnen möchte: Das ist "Wiener Tierprofi - Heimtier", wo man in den Volksschulklassen Aufklärungsarbeit leistet bei Kindern, wie man mit Haustieren umzugehen hat, weil das wichtig ist. Ich bin selber mit einem kleinen Hund aufgewachsen. Es ist total wichtig, dass man das schon im frühen Alter mitbekommt.

 

Wenn ich über die MA 60 spreche, ist auch die Tierschutzombudsstelle nicht weit entfernt, die auch im rechtlichen Sinne die Tiere vertritt. Über 800 Verfahren waren es letztes Jahr. Vielleicht nur einen Punkt, der zeigt, wie wichtig es ist, was die Tierschutzombudsstelle macht. Wenn es um die Maulschlaufen geht - weil uns die Gesundheit der Hunde wichtig ist -, da hat man sich auch ganz stark eingesetzt, dass hier nicht nur in Wien dieses Gesetz gilt, sondern bundesweit. Das finde ich großartig, was hier geleistet worden ist. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Eine Abteilung darf nicht fehlen, wenn es um das Jahr 2025 geht. Das ist die MA 54. Wir hatten ja letztes Jahr auch das Wahljahr. Da hat man über 1 500 Wahllokale ausgestattet. Die Organisation funktioniert immer großartig, das muss man wirklich sagen, das ist keine Selbstverständlichkeit. Man hat so viele Wahllokale, obwohl man einige Sprengel zusammengelegt hat. Wir haben auch die Barrierefreiheit gewährleistet. Dass das alles funktioniert, da kann man nur der MA 54 danke sagen.

 

Es geht nicht nur um die Organisation, sondern auch um die Nachhaltigkeit. Hier hat man 3 700 Tonnen gebrauchte Granitsteine wieder einer Zweitnutzung zugeführt. Vielleicht noch ein Beispiel: Beim Hygienepapier hat man den Recyclinganteil auf 100 Prozent heben können. Es geht nicht immer nur um die Organisation, sondern auch darum, dass man sich überlegt, wie kann man im Sinne der Kreislaufwirtschaft agieren.

 

Vielleicht darf ich mich zum Abschluss noch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die hier großartige Arbeit leisten. Ich darf mich bedanken beim Büro des Amtsf. StR Jürgen Czer­no­hors­zky, das uns wirklich immer sehr gut serviciert, und bei unserem Stadtrat selber und vor allem bei unserer Ausschussvorsitzenden, die uns Junge immer bei der Hand hat und uns immer gut führt. Ich freue mich schon auf die weitere Zusammenarbeit. - Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Die tatsächliche Redezeit waren fünf Minuten, die fraktionelle Restredezeit sind somit 13 Minuten. Als Nächste zu Wort gemeldet mit einer selbst gewählten Redezeit von vier Minuten ist Frau GRin Sequenz. - Bitte schön, Frau Gemeinderätin, Sie sind am Wort.

 

21.10.00

GRin Mag. Heidemarie Sequenz (GRÜNE)|: Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Stadtrat, liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Ich werde heute über einen Ort sprechen, den wir alle kennen, wahrscheinlich waren wir alle schon einmal dort, nämlich die Lobau. Ein besonderes Juwel ist die Untere Lobau, das ist wahrscheinlich einer der wertvollsten Naturräume Wiens. Trotzdem ist sie bedroht - bedroht von Austrocknung. Jedes Jahr verschwindet Wasser.

 

Luftaufnahmen zeigen, dass seit 1938 ein Drittel der Wasserfläche verschwunden ist. Das ist natürlich insofern tragisch, weil nicht nur das Wasser verschwindet, sondern es verschwinden auch die Tiere und die Pflanzen, die diesen Lebensraum brauchen. Damit verliert die Lobau das, was sie ausmacht. Nämlich das Wasser, die Identität und die Artenvielfalt.

 

Man würde meinen, ein Ort, der so geschützt ist wie die Lobau, wie kann das sein? - Die Lobau ist Teil des Nationalparks Donau-Auen, sie ist Natura-2000-Gebiet. Trotzdem vertrocknet diese wunderbare Auenlandschaft vor unseren Augen. Man fragt sich wirklich: Was ist so ein Schutz wert, wenn das dann trotzdem passieren kann? - Denn für solche Gebiete besteht eindeutig ein Verschlechterungsgebot, das heißt, die Verwaltung ist aufgerufen, das anzuhalten.

 

Warum ist das so? - Seit Jahren wird behauptet, dass eine Wasserzuführung aus der Oberen Lobau die Trinkwasserqualität der Brunnen in der Unteren Lobau beeinträchtigen könnte. Ich sage "könnte", ich sage nicht "kann", ich sage nicht "war", ich sage nicht "ist", sondern "könnte". Man weiß es nämlich nicht. Es gab nie einen wirklichen wasserwirtschaftlichen Versuch, der das fundiert bewiesen hätte. Es gab immer nur irgendwelche Modellierungen, irgendwelche Studien, irgendetwas, während die Lobau weiter verdurstet.

 

Ich muss wirklich sagen, die Stadt Wien hat sich da in einen vollkommen unnötigen Zielkonflikt hineinmanövriert, so, als müssten wir uns entscheiden zwischen Trinkwasserschutz und Naturschutz, das eine oder das andere. Ich finde, das ist vollkommen unnötig. Es ist nämlich beides möglich, und wir können beides haben. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Eine kontrollierte Wasserzufuhr würde nämlich nicht nur dem bedrohten Lebensraum zugutekommen, viel mehr noch, es würde auch das Grundwasser in der Lobau stabilisieren und damit die Wiener Trinkwasserversorgung absichern. Diese Lösungen liegen alle auf dem Tisch, doch gehandelt wird leider nicht. Es gab sogar einmal eine Wasseraufbereitungsanlage, die hier in diesem Saal bereits beschlossen wurde. Mit dem Amtsantritt von StRin Sima ist das verschwunden, dieses Ding. Seitdem passiert nichts.

 

Ich war kürzlich mit der Kollegin Wirnsberger beim Kühwörther Wasser. Wenn ich Ihnen sage, diesen Anblick werde ich nicht vergessen. Es schaut fast ein bisschen aus wie die Sahelzone. Die Messlatte, die das

 

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