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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 103 von 113

 

Ich möchte sie aber noch einmal wiederholen, weil sie wirklich unglaublich sind. Gestartet wurde mit 50 Megawattpeak, heute stehen wir bei 337 Megawattpeak. Damit wurde die Zielzahl deutlich übertroffen. Rechnerisch können damit mehr als 100 000 Haushalte mit sauberem Sonnenstrom versorgt werden.

 

Zur Zukunftsfähigkeit einer Stadt gehört aber nicht nur die Energiepolitik, sondern auch, dass man Menschen einbindet. Ich möchte jetzt kurz über das Büro für Mitwirkung sprechen. Ich glaube, meine Kollegin Haase wird das heute noch vertiefen. Zum Büro der Mitwirkung gehören Projekte wie das Wiener Klimateam, die europäische Demokratiehauptstadt und die Demokratiestrategie.

 

Besonders erwähnen kann ich hier das Wiener Klimateam. 2025 waren die Bezirke 9, 12 und 15 dran. Es wurden über 1 600 Ideen eingebracht. Ich darf ein Projekt besonders erwähnen, weil es vor ein paar Tagen im 15. Bezirk umgesetzt wurde: "Kein Schmelzen auf der Schmelz". Dort wurde jetzt für mehr Beschattung und eine bessere Aufenthaltsqualität gesorgt.

 

Weil wir bei der Beteiligung sind, möchte ich ganz kurz auch die "Lokale Agenda 21" und ihre Grätzel-Labore erwähnen. Wir im Bezirk Landstraße haben vor kurzem 20 Jahre BürgerInnenbeteiligung gefeiert. Das ist nicht selbstverständlich. Bei dieser Feier konnten wir auf ganz, ganz viele wunderbare Projekte zurückblicken, die in den letzten Jahren gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in dieser Stadt umgesetzt werden konnten. Nachbarschaftsgärten sind gegründet worden, ein Verteilerkühlschrank konnte aufgestellt werden. Es hat eine Wanderbaumallee gegeben.

 

Es waren auch größere Projekte darunter, etwa konnten Parks umgestaltet werden. Zurzeit steht gerade die Umgestaltung des Arenbergparks an. Ein großes Projekt, das gerade läuft, ist auch die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße. Gerade in einer Zeit, in der die Demokratie vielerorts unter Druck steht, sind das ganz, ganz wichtige Signale, finde ich. Denn Beteiligung ist auch immer eine Frage der Gerechtigkeit.

 

Weil das heute auch schon Thema war: Die Stadt macht, glaube ich, ganz, ganz viel gegen die Hitze. Die MA 42 betreut über 18 Millionen Quadratmeter Fläche, mehr als 1 000 Parks und Grünanlagen, fast 2 000 Spielplätze und insgesamt über 500 000 Bäume in dieser Stadt. Dafür arbeiten rund 1 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Weil auch ein Thema war, dass wir zu wenige Trinkbrunnen haben: Alleine in unseren Parks gibt es mehr als 800 Trinkbrunnen. In der ganzen Stadt gibt es 1 800 Trinkbrunnen. Das ist mehr, als ganz Deutschland hat. Das kann man gar nicht oft genug erwähnen. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Ich möchte auch noch das Projekt "Raus aus dem Asphalt" erwähnen. Damit hat die Stadt die bisher größte Begrünungs- und Entsiegelungsoffensive gestartet. Es wurden bislang über 344 Projekte in allen Bezirken umgesetzt. Im Zuge dieser Aktion konnten 3 500 Bäume gepflanzt, über 2 700 Sitzgelegenheiten errichtet und knapp 2 000 Quadratmeter Wasserspiele geschaffen werden.

 

Ich darf auch noch ein paar Beispiele für neue Parks erwähnen, die errichtet worden sind. Der Lina-Proksch-Park im 15. Bezirk: Dort wurden rund 2 300 Quadratmeter neue Parkfläche mit Sport- und Fitnessangeboten geschaffen. Es wurden 30 neue Bäume gepflanzt. Der Gerd-Kaminski-Park in der Donaustadt: Dort wurden unter anderem ein Fußball- und ein Ballspielkäfig sowie Fitnessgeräte und Trinkbrunnen errichtet. 37 neue Bäume wurden gepflanzt. Der Claudia-Heill-Park: Dort entstanden 11 000 Quadratmeter neue Parkfläche mit Spielplätzen, Bewegungsangeboten und so weiter.

 

Die MA 42 pflanzt jedes Jahr zirka rund 5 000 Bäume. Weitere Bäume werden von den Friedhöfen Wien, von der MA 45 und von Wiener Wohnen gepflanzt. Wenn ich mir da den Antrag der GRÜNEN anschaue, die 100 000 neue Bäume bis 2030 fordern: Ich finde, das klingt unglaublich toll. Ein Baum ist aber einfach mehr als eine PR-Zahl. Denn es geht auch darum, Standorte zu finden. Es geht um den Erhalt der Bäume, damit die auch eine gute Überlebenschance haben. (Zwischenruf.) Es geht um die Pflege, und es geht auch um die Finanzierung.

 

Auch das Projekt "Smart Trees" läuft bereits. Die MA 42 weiß da sehr wohl, was sie tut. Sie ist bereits dran. Es sind zurzeit 350 Sensoren im Einsatz, die eben prüfen, wie es bei den Jungbäumen mit der Bodenfeuchtigkeit ausschaut. Das Ganze befindet sich gerade in einer Testphase. Zu fordern, dass das ausgerollt wird bevor diese Testphase zu Ende ist, ist einfach total unseriös.

 

Zur Lebensqualität dieser Stadt gehört auch die MA 48. Die MA 48 ist eine Abteilung, ohne die Wien nicht funktionieren würde. 2025 wurden insgesamt über eine Million Tonnen Müll, 225 000 Tonnen Altstoffe und 118 Tonnen Biomüll gesammelt.

 

Da die Zeit schon zu Ende ist, kürze ich das Ganze ab. Die MA 49 wurde schon erwähnt. Insgesamt kann man sagen: Die MA 20 arbeitet daran, dass Wien aus fossiler Energie herauskommt. Die MA 42 sorgt dafür, dass die Stadt grüner und kühler wird. Die MA 48 hält Wien sauber. Die MA 49 schützt jene Lebensgrundlagen, ohne die eine Stadt nicht zukunftsfähig wäre.

 

Zum Abschluss kann ich noch in Richtung Opposition sagen: Man kann nicht montags sagen, dass Wien zu viel Geld ausgibt, und dienstags fordern, dass alles mehr, schneller, flächendeckender und kostenlos sein soll. Das geht sich einfach politisch und budgetär nicht aus. Wien wirtschaftet jedenfalls verantwortungsvoll. Wir sorgen dafür, dass das Leben der Menschen besser wird.

 

Ich möchte mich abschließend bei allen MitarbeiterInnen sowie beim Büro von Jürgen Czer­no­hors­zky bedanken. Ein herzliches Danke auch an unsere Vorsitzende Nina. In Wien können sich die Menschen darauf verlassen, dass ihre Stadt einfach funktioniert. Deswe

 

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