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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 100 von 113

 

sowie die Felder und Wiesen sind ein großer Teil, der das Stadtbild prägt. Sie werden von unseren LandwirtInnen bewirtschaftet und gepflegt.

 

Noch ein Punkt ist natürlich auch das Thema Klima. Die Grünräume in Wien sind natürlich ein wichtiger Bestandteil zur Klimabildung. Jeder Quadratmeter landwirtschaftliche Fläche schafft ein besseres Klima. Des Weiteren steht er auch der Freizeit suchenden Bevölkerung für Spaziergänge und Sport zur Verfügung.

 

Spaziergänge und Sport sind natürlich auch sehr wichtig für die Umwelt und schaffen einen gesunden Lebensraum. Da gibt es aber leider auf Grund von zu wenig Bewusstsein auch immer wieder Konflikte mit der Landwirtschaft. Das führt leider immer öfter zu Streitigkeiten am Feld - vielleicht durch Verschmutzung oder durch unseriöse Hundehalter -, wobei wir da gemeinsam mit der Stadt Wien einen Weg gefunden haben, durch Beschilderungen mehr Bewusstsein zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Ein Thema, das ich ansprechen darf, ist die betriebliche Entwicklung in der Zusammenarbeit mit der Stadt Wien. Wenn ein Landwirt im 21. Bezirk eine Halle errichten möchte, um sich seine Maschinen hineinzustellen und für die landwirtschaftliche Weiterentwicklung in seinem Betrieb zu sorgen, und dann das Magistrat daherkommt und sagt, das gefällt ihm nicht, obwohl die Flächenwidmung das zu Grunde legen würde, dann fällt das in einen Bereich, den ich nicht ganz verstehe. Letztlich ist es ein Hemmschuh für die Bewirtschaftung von Grünraum und für die Grünraumpflege. Da sollte man wirklich ein besseres Fingerspitzengefühl entwickeln.

 

Ein wirkungsvolles Instrument zum Schutz der landwirtschaftlichen Flächen ist wiederum der AgSTEP. Mit dem im letzten Jahr hier erstmalig beschlossenen Instrument ist nun auch der politische Wille festgehalten, dass die Stadtentwicklung im Einklang mit der Landwirtschaft voranzutreiben ist.

 

Das funktioniert leider nicht immer so. Im Donaufeld wurde zum Beispiel letztens wieder ein Bauplan gewidmet, nach dem die letzten Flächen verbaut werden sollen. Dass es diese Baupläne seit langem gibt und die Verbauung des Donaufeldes auf der Tagesordnung steht, ist nicht neu. Das ist schon seit 15 Jahren hier besprochen worden. Bürgerinitiativen setzen sich jetzt aber dafür ein, dass die letzten bewirtschaftenden Gärtner dort vielleicht für eine regionale Versorgung sorgen können. Auch hier wäre es eine Not, dass man für diese Betriebe ein wenig Freiraum schaffen kann, um Konsumentinnen und Konsumenten die Möglichkeit zu geben, vor der Tür frisches Obst und Gemüse einzukaufen. Dabei meine ich nicht den 400. Supermarkt, sondern eben wie gesagt die eingesessenen alten Betriebe dort. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Ein Thema, das die MA 49 betrifft - heute wurde schon über die Renaturierung gesprochen: Im 22. Bezirk ist gerade auch der Bahnhof Breitenlee in meinem persönlichen Umfeld sehr nahe. Deswegen bin ich da auch ein wenig involviert.

 

Das Projekt ist gut und schön. Was mir viel wichtiger ist, ist, dass die MA 49 bereit ist, die Entfernung der Götterbäume voranzutreiben. Diese gehören zu den invasiven Pflanzen und verdrängen die heimischen Bäume. Deswegen ist es sehr wichtig, das voranzutreiben, auch aus Sicherheitsgründen, denn ein Götterbaum ist nicht unbedingt das stabilste Gewächs. Dafür wächst er sehr wild. Es wäre wichtig, wenn wir das in Zukunft in Absprache mit der Landwirtschaft machen, um das eventuell auch in Windschutzgürteln voranzutreiben. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Abschließend noch ein gesellschaftlicher Punkt: Das landwirtschaftliche Kulturgut und die Traditionen sind ebenfalls ein Teil von Wien. Auch Erntedankfeste und Kirtage wie zum Beispiel jener in Neustift, der dort vom Winzerverband abgehalten wird, sind Teil der Stadtlandwirtschaft in Wien. Auf diese müssen wir stolz sein. - Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zu Wort gemeldet ist GRin Mag. Pipal-Leixner. Die gewählte Redezeit beträgt zehn Minuten. - Bitte.

 

20.06.46

GRin Mag. Angelika Pipal-Leixner, MBA (NEOS)|: Herr Vorsitzender, lieber Herr Stadtrat, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, falls wir gegen das spannende Konkurrenzprogramm ankommen können!

 

Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass der Sommer erst gestern angefangen hat? Trotzdem hatten wir schon im Mai eine erste Hitzewelle und sind jetzt mitten in einer der längsten Junihitzewellen aller Zeiten. Es ist kein Ende in Sicht. Die heißeste Zeit des Jahres steht aber noch bevor und damit Hitzegewitter, Starkregenereignisse und womöglich auch wieder Überflutungen.

 

Während der Sommersitzungen im Juni und im September haben wir hier im Gemeinderatssitzungssaal das Privileg, in einem klimatisierten Raum zu arbeiten. Am Weg hierher erleben aber auch wir die Hitze. Ich nehme an, die allermeisten haben keine Klimaanlage zu Hause. Wir schlafen auch schlecht. So wie uns geht es auch den allermeisten Wienerinnen und Wienern. Deshalb ist es vordringlich, dass wir uns der Klimakatastrophe annehmen. (Beifall bei den NEOS.)

 

Die FPÖ hat einen Antrag eingebracht, in dem sie Klimamaßnahmen als ideologisch motiviert bezeichnet. Mich würde echt interessieren, wie es den Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, die gegen Straßenumgestaltungsprojekte sind und für mehr Kfz-Parkplätze argumentieren, jetzt mit der Hitze geht. Ist Ihnen jetzt nicht heiß, oder wechseln Sie von der klimatisierten Wohnung ins klimatisierte Auto ins klimatisierte Büro? Wie kann man die Klimakatastrophe am eigenen Leib erleben und sie einfach ignorieren? (Beifall bei den NEOS.)

 

Nein, es war früher definitiv nicht so lange heiß wie jetzt. Es ist nicht einfach nur Sommer. Das ist die Klimakatastrophe. In den Sommern meiner Kindheit und Jugend habe ich in Österreich am Abend immer eine Weste oder sogar eine lange Hose angezogen, weil es am Abend tatsächlich kühl geworden ist. Das war gut so. Das war wichtig für einen erholsamen Schlaf. So heiß,

 

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