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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 99 von 113

 

Väterbeteiligung, verpflichtet haben. Also in jedem Fall ein riesengroßes Danke an das gesamte Team der Gleichbehandlungsbeauftragten für zahlreiche Schulungen, für Beratungen, aber auch für die manchmal nötigen Interventionen im Falle der Diskriminierung. Sie erfüllen mit Sicherheit eine ganz hervorragende Aufgabe für diese Stadt. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Abschließend zum dritten wichtigen Teil der Menschen, die für die Menschen arbeiten, die wiederum für die Stadt arbeiten: die Magistratsdirektion Personal und Revision. Einen der Highlights, nämlich den Essenszuschuss neu, habe ich bereits erwähnt - seit März 2025 ist ja endgültig Schluss mit den Papiermarkerln. Der Essenszuschuss läuft jetzt auch digital über die Pluxee-Lebensmittelkarte beziehungsweise über die von mir bereits erwähnte App. Das Erfreuliche auf Seiten der Firmen ist, dass die Anzahl der Akzeptanzstellen für diese Lebensmittelkarte von ursprünglich 600 auf 11 000 gestiegen ist. Erstens ist das ein enormer Gewinn an Flexibilität für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hier in dieser Stadt, aber es bedeutet auch deutlich weniger Verwaltungsaufwand. Dass es eine Erfolgsgeschichte ist, zeigt, dass rund 28 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesen Zuschuss regelmäßig verwenden, und dreiviertel davon verwenden die von mir erwähnte App.

 

Ein zweites tolles Programm ist FRAME: Die Stadt hat es sich 2025 zur Aufgabe gemacht, ein eigenes FRAuen-MEntoring-Programm zu starten. Im ersten Step wurden 16 weibliche Führungskräfte durch Mentorinnen und Mentoren begleitet, um den nächsten Karriereschritt vorzubereiten, und die Rückmeldungen dieser Frauen sind unglaublich positiv. Es wird von einem gestärkten Selbstbewusstsein gesprochen, von neuen Netzwerken, die sich eröffnet haben, von klaren Karriereperspektiven. Also ebenfalls ein tolles Programm für die Zukunft.

 

Alle drei von mir erwähnten Bereiche zeigen, dass die Stadt sich als tolle Arbeitgeberin laufend weiterentwickelt. Wien wird digitaler, Wien wird gerechter und vor allem wird Wien attraktiver für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt. Deshalb ein großes Danke an alle Menschen, die dabei mitgeholfen haben. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zu Wort gemeldet ist GR Flicker, zwölf Minuten. - Bitte schön.

 

19.57.13

GR Martin Flicker (ÖVP)|: Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Stadtrat, werte Kolleginnen und Kollegen!

 

Mein großer Dank gilt auch der FIFA, die bei unserem großartigen Match gerade Pause macht, und ich darf somit die ganze Aufmerksamkeit mein nennen. (Allgemeine Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)

 

Ich möchte die Aufmerksamkeit aber auf mein Thema weiterlenken, auf die Landwirtschaft in Wien. Die Landwirtschaft in Wien fällt in die Geschäftsgruppe Umwelt und deswegen darf ich hier einige Worte über die Stadtlandwirtschaft Wien verlieren. Die Zusammenarbeit und die Überschneidungen der Geschäftsfelder der Landwirtschaftskammer, der Landwirtschaft selbst und der Geschäftsgruppe Umwelt sind in einigen Magistratsabteilungen und auch in den Förderabwicklungen im Umweltbereich der Stadt Wien wiederzufinden - MA 42, MA 43 und MA 49 sind ja immer direkt in Kontakt mit unserer Landwirtschaft. Die jetzt in die MA 22 eingegliederte MA 58 ist auch das Kontrollorgan für uns in der Landwirtschaft und für die Landwirtschaftskammer.

 

Der Bildungsauftrag ist auch noch da: Die Facharbeiterausbildung der Gärtner und Floristen und die weiterführende Meisterausbildung in der Berufsschule für Gärtner und Floristen in Kagran sind auch ein wichtiger Punkt, vor allem auch für die MA 42 und ihre Lehrlinge, aber auch für unsere Betriebsnachfolger. Es ist ganz wichtig, dass wir die Betriebe in Wien erhalten können, denn die Wiener landwirtschaftlichen Betriebe liefern uns die Lebensmittel. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Keine andere Großstadt hat diesen Bonus, im urbanen Bereich eine eigene Lebensmittelversorgung zu haben und innerhalb von 24 Stunden zum Beispiel frisches Obst und Gemüse im Regal oder auf dem Tisch zu haben. Die gesunde Ernährung ist natürlich auch ein wesentlicher Faktor für die menschliche Gesundheit. Das zeigt ja auch das Interesse der Bevölkerung. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst und Gemüse steigt weiter, und das spricht für eine breite Unterstützung der Stadtlandwirtschaft. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Die Bäuerinnen und Bauern, die Winzerinnen und Winzer, die Gärtnerinnen und Gärtner: Es sind fast immer Familienbetriebe, die Gutes für die Stadt und für die Bevölkerung tun und uns mit frischen Lebensmittel versorgen. Es ist daher dringend nötig, hier eine Grundlage zu schaffen, damit diese Familienbetriebe auch in Zukunft Nahrung für Wien erzeugen können und die nächste Generation an Betriebsführern heranwächst und diese Betriebe übernimmt. Es ist dieser Arbeitsplatz nicht der angenehmste. Es geht sich auch mit vierzig Stunden nicht aus. Auch ist man dienstagmittags nicht fertig.

 

Wir haben heute schon sehr viel übers Wetter gesprochen. Genau das Wetter kommt in diesem Bereich am allermeisten zu tragen, die Hitze so wie heute. Ich habe untertags ein paarmal mit meinem Familienbetrieb telefoniert. Im Glashaus ist es heute sehr, sehr angenehm, aber ob es heute regnet oder nicht, Sturm, Frost oder vielleicht auch Hagel, all das beeinflusst, was wir auf den Tisch bekommen.

 

Deswegen können wir wirklich dankbar und stolz sein, dass wir in dieser Stadt Landwirtschaft haben. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass bereits 31 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet werden. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Ackerfrüchte wie Getreide, Mais und Soja, die Wiener Braugerste, Obst und Gemüse wie angesprochen sowie Blumen und natürlich auch der Wiener Wein dürfen in dieser Aufzählung nicht fehlen. Das sind unsere landwirtschaftlichen Produkte.

 

Grund und Boden sind die Grundlage für die Erzeugung dieser Lebensmittel. Es sind 16 Prozent der Wiener Fläche, die hier bewirtschaftet werden und die den landwirtschaftlichen Produkten zu Grunde liegen. Es ist auch die Pflege des Grünraumes. Vor allem die Weinberge

 

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