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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 91 von 113

 

tung unserer Mitarbeiter, die bei der Wiener Rettung Tag und Nacht einen unglaublichen Dienst machen, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom Roten Kreuz, vom Arbeiter-Samariter-Bund und von den anderen Blaulichtorganisationen. Soziale Sicherheit bedeutet auch, einen städtischen Gesundheitsdienst zu haben, der schon im Alltag eine großartige Leistung zeigt, der aber auch wie selbstverständlich da ist, wenn eine Patientin mit Ebola-Gefahr in Oberösterreich aufschlägt und es darum geht, diese Patientin nach Wien zu bringen, um gemeinsam mit dem Wiener Gesundheitsverbund eine ordentliche Diagnostik zusammenzubringen, oder der, wie erst vor wenigen Wochen, wie selbstverständlich die Dekontamination von Strahlenmaterialien abwickelt. Da stand eine kleine Bemerkung in der Zeitung. Die Mitarbeiter der MA 15 fahren hin, machen diese Arbeit. Es ist fantastisch, zuzusehen und zu sehen, mit welchem Selbstverständnis selbst das Außergewöhnliche in unseren Abteilungen selbstverständlich ist - und dafür mein wirklich größter Respekt! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Soziale Sicherheit bedeutet auch Maßnahmen wie das Brustkrebs-Screening-Programm, das wir seit vielen Jahren haben, wie das Darmkrebs-Screening-Programm, das wir Gott sei Dank jetzt endlich haben. Das heißt auch, tabulose Aufklärung in Fragen der Sexualität bei beiden Gesundheitsförderungsbereichen - im Bereich der Frauengesundheit genauso wie in der Wiener Gesundheitsförderung. Es ist großartig, wie das dort aufbereitet wird. Das bedeutet, Anlaufstellen wie das Magnus-Zentrum und vieles mehr zu schaffen.

 

Natürlich kann man sagen, der Stadtrat ist pausenlos in irgendwelchen Social Media, weil er Primärversorgungszentren eröffnet. Na klar, das könnte man sagen, so als hätte er nichts anderes zu tun. Und ja, ich mache diese Termine, und ich mache sie mit Überzeugung. Ich mache sie - damit das klar ist - zur Demonstration. Zur Demonstration, um klarzumachen, was in der österreichischen Gesundheitspolitik möglich ist, wenn man sich anstrengt. Zweifelsohne strengen wir uns an. Das ist ja allen Fraktionen zu verdanken, denn die Basis dafür ist der gemeinsam beschlossene regionale Strukturplan, den alle fünf Fraktionen beschlossen haben. Auf dieser Basis gehe ich mit großem Selbstbewusstsein zu diesen Eröffnungen, und ich sehe da immer wieder - sehr gerne im Übrigen - Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen. Also tun wir nicht so, als wäre das irgendwie ein Unterhaltungsprogramm, sondern es geht darum, zu zeigen, was möglich ist.

 

Wenn wir gemeinsam beschlossen haben, wir wollen eine Ambulantisierung des Gesundheitssystems, dann müssen wir auch demonstrieren, dass das möglich ist - und es ist möglich. Im vergangenen Jahr, als wir hier geredet haben, haben wir das 23. Primärversorgungszentrum eröffnet - vor ungefähr einem Jahr. Jetzt, ein Jahr später, haben wir schon sieben weitere eröffnet. Wir sind schon auf dreißig und in einem Monat wird es das 31. sein, und es wird im September das 32. sein - alleine nur in der Allgemeinmedizin. Da gehört noch die Kindermedizin dazu, die schon angesprochene Gynäkologie, zu Recht, und vieles andere mehr. Es geht einfach darum, zu zeigen, dass es möglich ist.

 

1450 wird gerne als Beispiel genannt, aber nur in Wien existiert es in dieser Dimension. Wir haben es auch geschafft, die Anrufe und die Terminreservierungen in den Ambulanzen unserer Spitäler dort anzuhängen. Das war ein Prozess von einem Dreivierteljahr. Wenn man sich anstrengt, dann funktioniert das auch. Wir können stolz sein, dass es dort abgewickelt wird. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Ich glaube, erst heute oder gestern - ich weiß es nicht genau - ist verlautbart worden, dass wir auf der Grundlage einer gemeinsamen Erarbeitung den Ärztefunkdienst jetzt auch bei 1450 - in der Nacht und am Wochenende - laufen lassen können, weil 1450 eben unsere zentrale Drehscheibe für die Interaktion zwischen Patientinnen und Patienten und dem Gesundheitssystem sein soll.

 

Dass das Rahmenbauprogramm des Wiener Gesundheitsverbundes nicht mehr zur Debatte steht, freut mich sehr. Ich bin auch sehr stolz auf dieses Kapitel, denn wir wissen alle miteinander, dass es mit dem Bauen und dem Wiener Gesundheitsverbund nicht immer so cool war. Dass wir jetzt schon 1,7 Milliarden EUR Bauvolumen hinter uns haben - 1,7 Milliarden EUR in den letzten vier Jahren - ist eine Meisterleistung des Baumanagements, das wir, wie wir alle wissen, großartig umgestellt haben, völlig neu aufgesetzt haben. Mit Stolz können wir darauf schauen, wie das jetzt mit der völligen Neuaufstellung unserer Wiener Spitalslandschaft funktioniert. Dass das auch Patientinnen und Patienten aus anderen Bundesländern wahrnehmen und wir deswegen eine Gastpatientendebatte haben - und zwar nur deswegen eine Gastpatientendebatte haben -, ist auch ein Zeichen dafür, wie die Menschen, um die es am Ende des Tages geht, in Wirklichkeit die Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Spitälern schätzen. Dafür herzliche Gratulation und herzliches Dankeschön! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Dass die Ausbildung im Zentrum des Wiener Gesundheitsverbundes steht, ist mir immer wieder wichtig, darum ist das jetzt mein letzter Punkt bevor ich noch kurz zum Sport hinüberwechsle. Es kann nicht oft genug gesagt werden: Wir sind nicht nur eine Gesundheitsversorgungsmaschine mit Spitzenmedizin und Spitzenleistung, wir sind auch der größte, der mit Abstand größte Ausbildner aller Gesundheitsberufe in Österreich. Der größte Ausbildner: 5 800 Menschen zur gleichen Zeit! 5 800 Menschen werden in unseren Spitälern zur gleichen Zeit ausgebildet, quer durch die gesamte Landschaft der Gesundheitsberufe. Die Relation zu nicht ganz 30 000 Beschäftigten zeigt, was das in Wirklichkeit für ein riesengroßer Bereich ist, der große Aufmerksamkeit verdient. Ich lasse dieses Kapitel auch in den Debatten zur Gesundheitsreform nie aus, und ich hoffe da auf die Mitarbeit von allen Fraktionen, auch in der österreichischen Gesundheitsdebatte, dass das letzten Endes endlich auch aus den Gesundheitskosten herausgelöst

 

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