Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 89 von 113
Energie direkt an das angrenzende Stadionbad abgibt. Das ist Innovationskraft made in Vienna!
Die Generalsanierung der Rundhalle Favoriten in der Jura-Soyfer-Gasse ist abgeschlossen. Damit haben wir bereits die vierte von sechs Rundhallen auf den anspruchsvollen Klimaaktiv-Gold-Standard gehoben.
Das traditionsreiche Stadion des Wiener Sport-Clubs erstrahlt nach 1,5 Jahren Bauzeit in neuem Glanz - ein Schmuckkästchen für bis zu 5 600 Fans, gebaut nach den strengsten Klimazielen unserer Stadt. Mit Geothermie, Photovoltaik und Fassadenbegrünung erzeugen wir hier einen Energieüberschuss, den wir direkt ins Wiener Netz einspeisen. So geht echter Klimaschutz im Breitensport!
Nachhaltigkeit im Großen wie im Kleinen: Manche auf den Oppositionsbänken werfen uns ja gerne vor, wir würden nur die Großprojekte sehen. Ich sage Ihnen: Das Gegenteil ist der Fall. Wir gehen in die Breite, direkt zu den Vereinen und in die Bezirke. Mit dem Sanierungspaket SPOSA II haben wir 29 verpachtete Sportanlagen fit für die Zukunft gemacht. Wir haben die Leichtathletikanlage in der Erzherzog-Karl-Straße 22 generalsaniert und rüsten Flutlichtanlagen flächendeckend auf hocheffiziente LED-Technologie um, wie in der Eishalle Kagran, bei den Anlagen Am langen Felde oder in der Vorarlberger Allee.
"Raus aus Gas" ist für uns kein Lippenbekenntnis, sondern gelebter Alltag auf Wiens Sportplätzen. Gleichzeitig schaffen wir Raum für die Natur und die Gemeinschaft. Gemeinsam mit dem Wiener Klimateam errichten wir im 11. Bezirk den Natur- und Erlebnispark Sonnenland - mit Bewegungspark, Gemeinschaftsgarten und frei begehbarem Naturraum. Das ist Lebensqualität pur für die Wiener Familien.
Eine Stadt, die alle mitnimmt: Wir sorgen dafür, dass jeder Sport betreiben kann. Wir haben ein engmaschiges Monitoring für 55 Naturrasen- und 85 Kunstrasenspielfelder etabliert und bringen diese Plätze Schritt für Schritt auf internationales UEFA-Standard-Level. Warum? - Weil die Wiener Amateursportlerinnen und -sportler uns das wert sind.
Wir haben über 600 städtische Turnsäle an gemeinnützige Sportvereine vergeben und sichern den Verleih von Wintersportgeräten für Schulkinder, damit kein Kind aus finanziellen Gründen beim Skikurs zu Hause bleiben muss. Das ist sozialdemokratische Herzenspolitik!
Und ja, Wien bleibt die Sporthauptstadt. Der grandiose ÖFB-Campus in Aspern ist fertiggestellt - ein 55 000 Quadratmeter großes modernes Areal, ebenfalls mit Photovoltaik und Wärmepumpen ausgestattet. Zudem setzen wir bei unseren sportlichen Großereignissen, wie dem Erste Bank Tennis Open oder dem 3x3-Basketball-Event auf dem Heumarkt Maßstäbe bei der Inklusion. Rollstuhltennis und das 3x3 Wheelchair Masters gehören in Wien ganz selbstverständlich zum Programm, weil bei uns niemand am Rand stehen muss.
Fazit, sehr geehrte Damen und Herren: Dieser Rechnungsabschluss der MA 51 zeigt eindrucksvoll: Wir investieren in die Gesundheit, in den Klimaschutz und in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir verbinden die sportlichen Träume unserer Jugend mit den ambitionierten Klimazielen dieser Stadt. Das ist ein Budget des Fortschrittes, ein Budget des sozialen Zusammenhaltes und ein Budget, auf das wir stolz sein können. Und zum Schluss wünsche ich als Sportsprecherin natürlich heute unserer Nationalmannschaft, wenn möglich, einen Sieg, wenn aber nicht möglich, ein super gutes Ergebnis. - Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächsten darf ich Amtsf. StR Hacker um seine Beantwortung der Debatte ersuchen und weise freundlichst darauf hin, dass auch seine Redezeit mit 15 Minuten beschränkt ist.
Amtsf. StR Peter Hacker: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Frau Vorsitzende! Ich verspreche, meine Rede dauert nicht so lange bis die Halbzeitpause eingeläutet wird.
Zunächst einmal sage ich herzlichen Dank für die sehr intensive Diskussion, die wir geführt haben. Ich glaube, es ist notwendig, und jedem einzelnen Redner und jeder einzelnen Rednerin ist die Redezeit ausgegangen, weil dieses Ressort hergibt, dass man noch viel längere Beiträge, auch Diskussionen, auch Gegensätze - nicht immer das Gemeinsame, auch die Gegensätze - einfach austauscht. Das ist das Großartige an dieser Geschäftsgruppe. Daher möchte ich zunächst einmal allen meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die diese großartige Geschäftsgruppe jeden Tag leben. Danke! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie von GemeinderätInnen der FPÖ, GRÜNEN und ÖVP.)
Danke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der MA 15, in der MA 24, in den Gesundheitsförderungsbereichen, im Wiener Gesundheitsverbund, in der MA 40, in der MA 70, in den unterschiedlichsten Organisationseinheiten unseres Gesundheitsverbundes! Es ist unglaublich, welche Leistungen da jeden Tag erbracht werden, und viele von diesen Leistungen wurden ja zumindest in Form der zusammenfassenden Facts and Figures auch erwähnt. Und dafür bin ich auch sehr dankbar, dass bei allen Gegensätzlichkeiten auch sehr die gemeinsame Wertschätzung durch alle Abgeordneten dieses Hauses zum Ausdruck gebracht worden ist. Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie von GRin Angela Schütz, MA.)
Trotzdem möchte ich ein bisschen auf einige wenige Debattenbeiträge reflektieren. Auch wenn Kollege Ellensohn nicht mehr da ist, möchte ich ihm sagen: Wir wissen als Sozialdemokraten, dass wir eine jahrzehntelange Geschichte haben. Wir sind auch stolz auf diese Geschichte - damit es kein Missverständnis gibt. Und wir können auch lange darüber berichten, warum wir auf diese Geschichte stolz sind, warum wir stolz sind, auf den Schultern unserer Vorfahren und Vorgängerinnen und Vorgänger zu ruhen. Aber wir ruhen uns nicht aus, sondern entwickeln das weiter.
Aber angesichts dessen, dass wir über die schon jahrzehntelange Geschichte der Sozialdemokratie reden, ist es ja eigentlich umso bemerkenswerter, dass nur fünf Jahre gereicht haben, um dieses wunderbare Sozialver
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