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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 88 von 113

 

in den anderen Bereichen runterbuchstabieren, das heißt, es ist wirklich ein großer Tätigkeitsbereich.

 

Ich gehe nahtlos zum FSW über und beginne vielleicht mit einer Geschichte. Ein Freund von mir hat mir vor drei Tagen geschrieben: Der FSW ist super! - Ich finde das natürlich eh, aber habe ihn dann trotzdem gefragt, was jetzt der Anlass für dieses Lob ist. Und er hat mir erzählt, dass er eine sehr ernst zu nehmende gesundheitliche Diagnose hatte und zufällig bei einem mobilen FSW-Infostand im Alten AKH vorbeigekommen ist. Dort hat er sich erkundigt, wie es eigentlich mit Unterstützungsmöglichkeiten ausschaut, sowohl finanziell, aber eben auch in Richtung Heimhilfe und so weiter. Kurz zusammengefasst: Er hat erstens dort eine gute Beratung bekommen und zweitens zeitnah nächste Woche einen Termin vereinbart, wo jemand vom FSW zu ihm nach Hause kommt, um ihm nicht nur vorzustellen, welche Unterstützungsleistungen es gibt, sondern mit ihm gemeinsam die Formulare so auszufüllen, dass es auch funktioniert.

 

Ich glaube, dieses Beispiel zeigt: Was der FSW kann, ist Hilfe im Alltag, vor allem dann, wenn es wirklich notwendig ist, in sehr schwierigen oder Ausnahmesituationen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Und da geht es nicht nur meinem Bekannten so, sondern es geht 133 000 Menschen in Wien so, die vom FSW unterstützt werden. Der FSW wickelt jeden Tag 800 KundInnengespräche am Telefon ab, das sind 300 000 im Jahr, 120 000 Anträge und Bedarfserhebungen. Der FSW ist mit einem Budget von 2,9 Milliarden EUR ausgestattet, die zu 93 Prozent direkt in die Leistungen fließen.

 

Ein Leistungsbereich davon ist Behinderung und Inklusion. Auch da tut sich etwas. Wir haben zum Beispiel ein neues Tageszentrum für Menschen im Autismusspektrum und mit psychischen Erkrankungen eröffnet. Es gibt zusätzliche Plätze, die gerade vorbereitet werden, für Careleaver, und wir haben die Plätze für Personen mit komplexen Unterstützungsbedarfen ausgerollt. Außerdem wurde der FSW-KundInnenrat neu gewählt - auch das ist wirklich ein partizipatives Vorzeigeprojekt - und vieles andere mehr. Auch da gibt es zu erwähnen, wenn man ein bisschen den Blick von außen nimmt, dass uns - einmal sage ich es noch - die EU-Kommission 2025 mit dem Access City Award dafür ausgezeichnet hat.

 

Ebenfalls wichtig ist die Behindertenhilfe im Dachverband. Der Dachverband ist ein ganz wichtiges Vernetzungs-, Kommunikations- und Qualitätssicherungstool. Unter anderem wurden zum Beispiel 2025 das "Praxisbuch: Sucht bei Menschen mit Behinderungen" und viele andere Dinge neu erarbeitet und wiederaufgelegt. Auch da spielt der Dachverband eine ganz wichtige Rolle.

 

Ein großer Bereich im Sozialen ist auch die Wohnungslosenhilfe. Auch da muss ich reduzieren auf eine Zahl. Jeden Tag erhalten mehr als 7 000 Menschen Unterstützung, was Wohnungslosenhilfe in dieser Stadt betrifft - jeden Tag 7 000 Menschen! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Auch da gibt es neue, innovative Projekte, die auszuführen sich jetzt leider nicht mehr ausgeht, denn ich möchte ganz kurz noch zum Psychosozialen Dienst und zur Sucht- und Drogenhilfe kommen. Auch da muss man sagen, dass allein im letzten Jahr 18 000 Menschen irgendeine Form von Leistung des PSD genutzt haben und insgesamt 650 000 Leistungen über den PSD gelaufen sind. Die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung ist ja heute auch schon mehrfach erwähnt worden, und ich finde, zu Recht. Aber dann muss man schon auch sagen, was tatsächlich passiert. Wir haben jetzt ein fünftes Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie, wir haben eines in größere Räume übersiedelt, wir sanieren gerade den Magdalenenhof für andere Settings außerhalb der Stadt, und vieles, vieles, vieles andere mehr. Was die psychiatrische Versorgung betrifft, gilt auch für Suchterkrankung.

 

So, ich lasse meiner Kollegin noch ein bisschen Zeit über, deshalb muss ich jetzt einfach hüpfen. Ich möchte mich bei den MitarbeiterInnen in den Einrichtungen, bei den Partnerorganisationen und in der Geschäftsgruppe bedanken. Wenn man sich den Rechnungsabschluss genauer anschaut, zeigt er sehr deutlich, dass Wien in den sozialen Zusammenhalt in dieser Stadt investiert und das auch in Zukunft tun wird. - Danke. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Tatsächliche Redezeit waren jetzt neun Minuten, Restredezeit der Fraktion sind acht Minuten; das geht sich gerade auch mit der gewünschten Redezeit aus. - Sie sind am Wort.

 

18.46.23

GRin Yvonne Rychly (SPÖ)|: Meine Damen und Herren, lieber Herr Stadtrat!

 

Wir reden heute über die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener, über die Zukunft unserer Jugend und über den handfesten Beweis, dass diese Stadtregierung liefert, was sie verspricht. Schauen Sie sich doch an, was wir alles im Sportbereich auf die Beine gestellt haben:

 

Mit unserem Entwicklungsplan "Sport Wien 2030" investieren wir konsequent in die Modernisierung und den Ausbau unserer Sportinfrastruktur. Und warum tun wir das? - Weil wir attraktive, moderne und vor allem klimafitte Bewegungsräume für die Menschen in dieser Stadt schaffen wollen. Das ist gelebte soziale und ökologische Verantwortung. Versprochen - gehalten!

 

Meilenstein 2025: Wir reden nicht nur von der Zukunft, wir haben sie im Jahr 2025 Realität werden lassen. Die Sport Arena Wien steht! Im September haben wir diesen hochmodernen multifunktionalen Sporthallenkomplex feierlich eröffnet - ein voller Erfolg vom ersten Tag an: ausverkauft beim Handballjubiläumsspiel, ein sensationeller Zuschauerrekord beim Frauenbasketballnationalteam. Über 20 Sportarten haben hier ein neues, erstklassiges Zuhause gefunden.

 

Das Ernst-Happel-Stadion wird zum grünweißen Kraftwerk. Wir haben über 9 000 Photovoltaikmodule auf dem Dach in Betrieb genommen, die jährlich 3 880 Megawattstunden Sonnenstrom produzieren. Unser klares Ziel ist ein energieneutrales Stadion, das überschüssige

 

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