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Gemeinderat, 16. Sitzung vom 22.06.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 82 von 113

 

konferenzen gemacht haben, aber dann haben wir durch die Wiener Gesundheitsförderung dort auch angedockt, und es wurden immer mehr Bezirke "Gesunde Bezirke". Jetzt sind es alle. Das ist sehr erfreulich, und das ist ein Erfolgsprojekt. Das ist etwas, was die Bevölkerung schätzt und was angenommen wird.

 

Ich möchte zur Frauengesundheit kommen - auch ein wichtiges Thema. Die Kollegin hat schon alles mögliche Gute erzählt. Ich möchte das nur noch verstärken, indem ich hervorheben möchte, dass die Stadt Wien eben diese Kampagne bezüglich gesundheitlicher Risiken bei Schönheitsoperationen gestartet hat. Das Problem ist, dass die Menschen, die sich operieren lassen wollen, immer jünger werden. Deswegen gibt es die Kampagne, gibt es diese Videos. Die Videos wurden 368 000-mal angeklickt, das ist ja immerhin etwas. Ich halte das also für eine wirklich tolle und erfolgreiche Kampagne. In diesem Zusammenhang sind auch neun illegale Schönheitskliniken geschlossen worden. In dieser Kampagne ist das aufgetaucht.

 

Ich möchte auch noch zu einem sehr wichtigen Thema kommen, nämlich zur Endometriose - das kann man nicht oft genug wiederholen. Es ist schwierig diagnostizierbar, sieben bis neun Jahre braucht man, bis man diagnostiziert wird. Weil das anscheinend - oder verständlicherweise - ein Tabuthema ist, glaubt man, es ist halt so. Man muss damit leben, dass man Schmerzen hat. Es ist natürlich total wichtig, dass es da jetzt eine Aufklärungskampagne gibt und verschiedenste Dinge gemacht werden, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir, wenn jemand starke Schmerzen - starke Regelschmerzen oder sonstige Unterleibsschmerzen - hat, auch reagieren müssen.

 

Deswegen freue ich mich sehr, dass wir auch gynäkologische Praxen bekommen. Das ist ja budgetiert, und das wird gemacht. Darüber freuen wir uns sehr, denn dort werden dann auch - weil es mehrere sind, die zusammenarbeiten - Erfolge sein. Es werden Gynäkologinnen und Gynäkologen sein - eher Gynäkologinnen, und das wird natürlich ein großer Vorteil sein, denn Frauen wollen zu Frauenärztinnen gehen. Diesbezüglich gibt es, glaube ich, überhaupt keine Irrtümer.

 

Ich möchte noch das Stiefkind Menopause hervorheben und möchte dazusagen, dass in dieser Eine-Millionen-Frauen-Studie in den 2000er Jahren natürlich ein bisschen Kraut und Rüben vermischt worden sind. Es war aber trotzdem eine riesige Studie, in der es darum gegangen ist, ob es schädlich ist, während der Menopause oder zu Beginn der Menopause oder bei Beschwerden Hormone zu nehmen, ob diese dann Brustkrebs verursachen können. Und es ist eindeutig herausgekommen: Das Brustkrebsrisiko ist bei Gabe von Hormonen, wenn man sie zu lange gibt - und das halte ich für wichtig, dass man das auch weiß; früher hat man sie acht bis zehn Jahre eingenommen -, gestiegen. Jetzt weiß man, dass es, wenn man bei Beschwerden in der Menopause ein bis zwei Jahre Hormonersatztherapie macht, dann sozusagen keine Brustkrebsgefahr gibt oder die Brustkrebsgefahr minimiert wird. Das muss man, glaube ich, auch wissen. Ich sage das deswegen, weil das ein Thema ist, das immer wieder auftaucht, und weil die Gynäkologen - männlich - immer wieder Hormone verschreiben ohne da eine Aufklärungsarbeit zu leisten. Das ist etwas, was wir nicht brauchen.

 

Ich fasse zusammen: Die Redezeit ist zu kurz, und das Wiener Gesundheitssystem ist unerreichbar gut. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Die tatsächliche Redezeit waren jetzt zehn Minuten.

 

Als Nächste zu Wort gemeldet ist StRin Greco. Selbst gewählte Redezeit drei Minuten. - Ernsthaft? - Gut, drei Minuten. Eher zwei Minuten? - Ich stelle drei Minuten ein.

 

18.06.39

StRin Dr. Katarzyna Greco, MIEM|: Vielen Dank, sehr geehrte Frau Vorsitzende. Sehr geehrter Herr Stadtrat, liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Im Telegrammstil darf ich jetzt zu meinem leidenschaftlichen Thema Sport etwas sagen, denn Sie wissen, Sport ist so unglaublich viel mehr als nur Bewegung. Er ist Integration, er ist Miteinander, und er ist Prävention. Sport Arena - ein großartiges Projekt, super umgesetzt. Der ÖFB, ein neues Fußballcenter - genauso großartig. Es gibt aber auch unglaublich vieles, das noch zu tun ist. Ich weiß, die Liste der zu sanierenden Stadien und Sportanlagen ist lang. Das LAZ im Prater schreit buchstäblich schon nach Sanierung, und genauso tut es der Post SV in Hernals. Retten wir gemeinsam diesen Sportplatz, denn er ist Zufluchtsort für ganz viele Menschen, für ganz viel Miteinander, nicht nur für den 17. Bezirk, sondern für ganz Wien! (Beifall bei der ÖVP sowie von StR Stefan Berger und StRin Mag. Ulrike Nittmann.)

 

Lassen Sie uns gemeinsam auch andere Sportarten außerhalb von Fußball fördern: Basketball, Kunstturnen, Leichtathletik, aber auch neue Sportarten wie Medieval Combat. Denn es geht nicht um die Sportart, es geht darum, dass wir Menschen in Bewegung bringen. Schauen wir auch, dass der Sportförderbeitrag hier richtig zweckgewidmet wird, dass die Vereine mit all den tausenden freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Trainerinnen und Trainern unterstützt werden und die Gelder dort auch richtig ankommen. (Beifall bei der ÖVP.)

 

So komme ich auch schon zum Schluss meiner Minirede - wahrscheinlich der kürzesten, die ich hier in diesem Haus gehalten habe - mit diesem riesengroßen Appell an Sie: Investieren Sie in Sport, denn jeder Euro, den wir in Sport investieren, sind 4 EUR, die wir im Gesundheitssystem einsparen können. Und Sport, ernst gemeinter Sport, ist die perfekte Basis einer ernst gemeinten zukunftsorientierten Gesundheitsreform. - Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie von StR Stefan Berger und GRin Martina Ludwig-Faymann.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Danke für die punktgenaue Landung.

 

Als Nächster zum Wort gemeldet ist GR Löcker. Selbst gewählte Redezeit sind vier Minuten, die jetzt eingestellt sind.

 

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