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Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 100 von 105

 

man sich gleichzeitig auch sehr viel Geld spart, indem Tiere nicht abgenommen werden müssen oder ausgesetzt werden, wo wir dann wiederum als Stadt zuständig wären.

 

Ich verstehe die Sorgen, die Kritik der GRÜNEN, dass gekürzt wird. Es ist gleichermaßen bei allen FördernehmerInnen so. Wir wissen aber auch, in welcher finanziellen Situation nicht nur Wien, sondern die ganze Republik und viele Gemeinden sind. Die MA 22 ist bei den Förderungen, wo wir wirklich KooperationspartnerInnen haben, mit denen wir oft seit vielen Jahren, teilweise Jahrzehnten, zusammenarbeiten, sehr behutsam vorgegangen, hat mit allen einzelne Gespräche geführt, ob auch sichergestellt ist, dass die Projekte weitergeführt werden können.

 

Es ist klar, dass es für niemanden einfach ist, aber ich bin froh, dass das so möglich ist und dass das auch sichergestellt ist. Ich fände es viel schlimmer, wenn wir Projekte streichen würden und damit wichtige Anlaufstellen wegfallen würden.

 

Zu den diversen Anträgen, die die Kollegin Wirnsberger schon eingebracht hat - du hast einen sehr großen Aufschlag gemacht zu Biodiversität weltweit, was das auch bedeutet. Ich gebe dir da überall recht, gehe da jetzt nicht weiter drauf ein, weil wir, die wir uns mit der Klima- und Biodiversitätskrise auseinandergesetzt haben, wissen, was das bedeutet und was hier auf dem Spiel steht.

 

Ich glaube, das ganz Wichtige ist, dass es dafür auch ein großes Bewusstsein gibt. Daran müssen wir laufend arbeiten, damit Menschen ein grundsätzliches Verständnis dafür erlangen, warum Biodiversität nicht einfach ein komisches Fremdwort ist, sondern was es wirklich für unser aller Leben bedeutet. Dennoch ist es so, dass bei einigen Anträgen ich es fast ein bisschen schade finde, dass nicht gesehen wird, was schon getan wird.

 

Der mähfreie Mai ist etwas, wo es natürlich in der Stadt Bewirtschaftungskonzepte gibt und das so weit als möglich umgesetzt wird. Wer sich erinnert - in der Stadt sind die Grünflächen früher viel öfter gemäht worden, das wurde schon stark reduziert. Es kommt aber natürlich auch bei jeder Fläche darauf an, wie sie genutzt wird. Natürlich wollen wir auch, dass es im Frühjahr Flächen gibt, die so gemäht sind, dass beispielsweise Kinder und Jugendliche dort spielen können. Das ist nicht überall möglich, wenn man das Mähen prinzipiell einstellt. Also da muss man sich immer gut anschauen, welche Flächen sind geeignet. Ich schätze die MitarbeiterInnen der Stadt sehr, die da inzwischen sehr viel Kompetenz haben und da auch laufend daran arbeiten, in welchem Ausmaß es notwendig ist, an welchen Stellen und so weiter.

 

Ich darf vielleicht mit Blick auf das vorherige Poststück kurz drauf verweisen, für alle, die es persönlich interessiert und sich damit, sollten sie einen Garten haben, damit auseinandersetzen möchten: DIE UMWELTBERATUNG hat dazu auch eigene Informationen, wie man sozusagen mit eigenem Rasen umgehen kann, damit man dort möglichst viel Biodiversität ermöglicht und auch sicherstellt. Da ist der "no mow may" oder der "Mähfreie Mai" auch ein Thema. Aber auch die sagen, es geht je nach Nutzung darum, wie man damit umgeht.

 

Zur Schmetterlingswiese - ich kann mich gut erinnern, wo vor vielen Jahren die Wiener Stadtgärten begonnen haben, ein bisschen mehr Wildblumen unterzubringen, beispielsweise auf ihren Baumscheiben, aber auch sonst im öffentlichen Raum, und wie viele Beschwerden es gegeben hat von Bürgerinnen und Bürgern, dass die Stadt das alles verkommen lässt. Da hat es gedauert bis auch hier das Bewusstsein entwickelt wurde, dass es ziemlich schön ist und oft viel schöner als diese gesetzten Beetchen, finde ich zumindest, aber auch, dass das eine Funktion hat. Also auch da sehe ich, ist viel passiert und prinzipiell lernen natürlich sowohl die MA 42 als auch die MA 49 immer mehr, welche Pflanzen in unserer Stadt in Hitzesommern beispielweise gut weiterüberleben können und klimafit sind und in diesem Klima sozusagen gut weiterwachsen und leben können. Das ist nicht so selbstverständlich.

 

Wir haben beispielsweise viele Baumarten, die heutzutage nach vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten in unserer Stadt mittlerweile einfach keine Zukunft mehr haben. So bitter das ist, das muss man sich leider auch eingestehen. Es gibt ja bereits eine prämierte Schmetterlingswiese in Wien in der Donaustadt und prinzipiell ist es so … (Zwischenruf bei den GRÜNEN: … Währing.) - Auch in Währing. Und die MA 42 schaut sich natürlich bei den Standorten an, wo was in welcher Form Sinn macht. Ich gehe davon aus, dass das ohnehin auch weiterentwickelt wird, wo man das gut umsetzen kann.

 

Bei den Mährobotern - ich finde, das ist ein unglaublich wichtiges Thema, weil gerade die Igel, die ja auch streng geschützt sind, besonders betroffen sind. Gleichzeitig muss man auch dazusagen: Wir sind als Land Wien nicht für den Tierschutz zuständig. Es ist uns ein großes Anliegen, es gibt viele Dinge, die wir in diesen Bereichen machen, aber es ist eigentlich eine Bundeskompetenz. Da hätte man in den letzten Jahren schon einiges umsetzen können, natürlich kann man sich das auch jetzt vom Bund wünschen.

 

Prinzipiell ist der Schutz der Igel auch im Wiener Naturschutzgesetz untergebracht. Die rechtliche Einschätzung, auch der MA 22, ist, dass ein wienweites Mähverbot nicht im Kompetenzbereich liegt, weil es überschießend wäre. Nicht auf jeder Grünfläche in Wien gibt es Igel. Dementsprechend glauben wir - und glaubt die zuständige Abteilung -, dass die Kompetenzgrundlage fehlt, um das in dem Ausmaß zu machen, wie es hier gefordert wäre.

 

Aber auch zu den Mährobotern hat natürlich DIE UMWELTBERATUNG wieder wunderbares Infomaterial für alle, damit man sich genau anschauen kann, wenn man das im eigenen Garten nutzen möchte, unter welchen Umständen man das machen sollte. Ich glaube, auch da geht es sehr stark darum, dieses Bewusstsein weiter zu verstärken.

 

Die Fällungen in der Brut- und Nistzeit bei Vögeln - da war ich einigermaßen verwundert, weil das ja eigentlich im Wiener Naturschutzgesetz drin ist. Es ist … (Zwischenruf bei den GRÜNEN: Aber nicht diese Informati

 

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