Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 55 von 105
digung! Bitte die Hände ganz deutlich oben zu lassen. - Das ist mit den Stimmen aller Fraktionen außer der freiheitlichen mehrheitlich angenommen.
Es liegen mir jetzt mehrere Beschluss- und Resolutionsanträge vor.
Zunächst ein Beschluss- und Resolutionsantrag des Grünen Klubs im Rathaus: Berücksichtigung der Empfehlung der Volksanwaltschaft zur Aufhebung der Widmung im Bereich des Naturdenkmals Napoleonwald in 1130 Wien.
Bitte um ein Zeichen der Zustimmung. - Die ÖVP, die GRÜNEN und die FPÖ gegen die Stimmen der SPÖ und der NEOS. Nicht die erforderliche Mehrheit.
Nächster Antrag des Grünen Klubs im Rathaus: Umsetzung des bahnbegleitenden Fuß- und Radwegs entlang der Verbindungsbahn.
Bitte auch hier um ein Zeichen der Zustimmung. - Die ÖVP, die Freiheitlichen und die GRÜNEN gegen die Stimmen von SPÖ und NEOS. Nicht die erforderliche Mehrheit.
Der nächste Antrag: vom Klub der Freiheitlichen betreffend Mauereinstürze im Lainzer Tiergarten - fehlendes Gesamtsanierungskonzept.
Bitte um ein Zeichen der Zustimmung. - Die ÖVP und die FPÖ gegen die Stimmen von SPÖ, NEOS und GRÜNEN. Nicht die erforderliche Mehrheit.
Nächster Antrag: vom Klub der Wiener Freiheitlichen betreffend Umwidmung des Plangebietes Napoleonwald.
Bitte um ein Zeichen der Zustimmung. - Die ÖVP und die FPÖ gegen die Stimmen von SPÖ, NEOS und GRÜNEN. Nicht die erforderliche Mehrheit.
Nächster Antrag: vom ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien betreffend Schutz des Naturdenkmals Napoleonwald und Verhinderung der ortsunüblichen Verbauung.
Bitte um ein Zeichen der Zustimmung. - ÖVP, FPÖ und GRÜNE gegen die Stimmen von SPÖ und NEOS. Nicht die erforderliche Mehrheit.
Es gelangt nunmehr die Postnummer 15 zur Verhandlung. Sie betrifft die Beschlussfassung für den Masterplan Urbane Logistik.
Ich bitte die Berichterstatterin, GRin Sucher, die Verhandlung einzuleiten.
Berichterstatterin GRin Cornelia Sucher, BA: Ich ersuche um Zustimmung.
Vorsitzender GR Armin Blind: Ich eröffne die Debatte. Zu Wort gemeldet ist GRin Pipal-Leixner. - Bitte, Frau Kollegin. Die Redezeit ist eingestellt, Sie sind am Wort.
GRin Mag. Angelika Pipal-Leixner, MBA (NEOS): Danke, Herr Vorsitzender. - Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuhörende im Saal und via Livestream!
Bei diesem Poststück geht es um den Beschluss des Masterplans Urbane Logistik. Der Onlinehandel, ein geändertes Einkaufsverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten und neue Anforderungen der Wirtschaft haben in den letzten Jahren die Waren- und Paketlogistik in der Stadt stark verändert. Wo früher einmal am Tag der Briefträger kam oder einmal am Tag ein Lkw in der Ladezone stand, sind jetzt ganztägig Zusteller von Amazon, DHL, DPD und Co unterwegs. Vergebliche Zustellversuche verursachen unnötigen CO2-Ausstoß, nur kurz mal abgestellte Lieferwagen stehen oft im Weg, und Lastwagen stellen oft eine Gefahr für FußgängerInnen und RadfahrerInnen dar.
Laut Eurostat ist der städtische Güterverkehr aber für 15 Prozent der Treibhausgasemissionen und 30 Prozent der Luftverschmutzung in Städten verantwortlich. Wir haben hier also einen großen Hebel, den wir auch nutzen sollten, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Ich möchte jetzt ein paar Punkte herausgreifen, die ich in diesem Masterplan Urbane Logistik besonders interessant finde.
Infrastruktur optimieren: Wir digitalisieren das Ladezonenmanagement, führen smarte Grätzel-Ladezonen mit Buchungssystemen ein und bauen smarte Paketboxen massiv aus.
Flotte dekarbonisieren: Wir setzen auf E-Lastenfahrräder und andere alternative und innovative Fahrzeuge und forcieren die Elektrifizierung durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wir evaluieren Zero-Emission-Zonen und starten mit einem maßgeschneiderten Bezirkslogistikkonzept im 1. Bezirk.
Neue Wege nutzen: Die Stadt untersucht die Machtbarkeit von lokal emissionsfreien Binnenschiffen auf der Donau und auf dem Donaukanal für den lokalen und übrigen Waren- und Güterverkehr.
Daten und KI einsetzen: Wir verbessern die Datenbasis und nutzen künstliche Intelligenz, um Logistikprozesse gemeinsam mit der Wirtschaft zu optimieren.
Baustellen revolutionieren: Wir denken Baustellenlogistik und Kreislaufwirtschaft zusammen. Baumaterialien sollen direkt vor Ort wiederverwertet werden, statt sie quer durch die Stadt hin und her zu transportieren.
Effiziente Logistik und Klimaschutz sind jedenfalls kein Widerspruch, und mit diesen Schritten machen wir unsere Stadt sauberer, sicherer und noch zukunftsfitter. - Bitte um Zustimmung. (Beifall bei den NEOS.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Sequenz. - Bitte, Frau Kollegin.
GRin Mag. Heidemarie Sequenz (GRÜNE): Liebe Kollegen und Kolleginnen, sehr geehrte ZuseherInnen via Livestream!
Wie Sie schon gehört haben, stimmen wir jetzt über den Masterplan Urbane Logistik ab. Die Stadt Wien hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, bis 2040 den Wirtschaftsverkehr klimafit zu machen, emissionsärmer, nachhaltiger zu organisieren - und auch das im Einklang mit den Interessen der Wirtschaftstreibenden. Das ist natürlich ein super Ziel, das wir auch unterstützen, aber es ist nicht nur das Ziel super, sondern auch einige der Maßnahmen, die hier schon erwähnt wurden.
Ich möchte vielleicht noch ein bisschen ausführen zu dem, was Kollegin Pipal-Leixner gerade genannt hat, nämlich zu den Zero-Emission-Zonen. Das ist wirklich eine tolle Sache. Das sind definierte Stadtgebiete, wo nur Fahrzeuge reinfahren dürfen, die keine Schadstoffe ausstoßen. Über die Verlagerung des Wirtschaftsverkehrs auf die Schiene und auf das Wasser haben Sie ja ohnehin schon gesprochen.
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