Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 27 von 105
hunderttausende haben zugejubelt, 1 000 haben dabei geholfen, die Veranstaltung zu organisieren und zu betreuen. Das ist wichtig, es ist aber zum Beispiel auch das Basketballmatch im Bezirk ums Eck wichtig, wo vielleicht nur ein Dutzend Leute zuschauen. Auch darum geht es: Es ist letztlich nicht immer wichtig, dass wahnsinnig viele Leute dabei sind, sondern dass wir die Möglichkeiten bereitstellen, aktiv zu sein.
Wenn gesagt wird, dass wir nicht ausreichend in die Sportinfrastruktur investieren, entgegne ich: Das stimmt - logischerweise - nicht, denn wir tun irrsinnig viel. Wir haben jetzt dauernd Eröffnungen erlebt und auch mitbekommen, wie gut all das ankommt. Die Sportarena im Prater ist eine wahnsinnig tolle Einrichtung. Dort haben wir Einrichtungen für den Breiten- und Spitzensport unter einem Dach wie das in der Sportarena der Fall ist. Wir haben jetzt auch den Sportklub-Platz saniert und neu eröffnet.
Dazu muss man aber auch sagen: Wir sind uns des Unterschiedes zwischen dem englischen Modell, wie es Herr Kollege Brucker dargelegt hat, und dem österreichischen Modell sehr wohl bewusst. Der Unterschied zwischen dem FC Liverpool und Wiener Vereinen besteht natürlich darin, dass etwa der FC Liverpool regelmäßig im dortigen Stadion spielt, nämlich im Schnitt alle zehn Tage bis zwei Wochen, und das wäre halt im Happel-Stadion nicht der Fall. Im Hinblick darauf muss man logischerweise eine Finanzierungsmöglichkeit für den Neubau beziehungsweise die Sanierung eines Stadions in Betracht ziehen. Dafür braucht es auch die Beteiligung des ÖFB und des Bundes. Die Stadt Wien kann das nicht im Alleingang vorfinanzieren. 1 Milliarde EUR ist leicht aufgenommen. Zurückzahlen müssen wir das Ganze aber auch. Solange es dafür kein tragfähiges Konzept, auch von der FPÖ, gibt, wird das so nicht stattfinden. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ich komme zum Schluss. Ich finde es besonders super, dass die Special Olympics jetzt in Wien stattfinden. Das ist ganz großartig! Man hat auch alle Ehrenamtlichen und Freiwilligen bereits in ausreichender Zahl gefunden, die das Ganze am Leben erhalten und durchführen können. Das zeigt, dass wir in Wien …
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert (unterbrechend): Es braucht den Abschlusssatz, bitte.
GR Mag. Alexander Ackerl (fortsetzend): Der kommt jetzt. Das zeigt, dass wir in Wien nicht nur groß über Sport reden und den Spitzensport finanzieren, sondern, dass wir auch in der Breite zusammenhelfen, um diese Veranstaltungen zu ermöglichen. Da wird nämlich nicht gefragt: Wie gut bist du? Oder: Bist du körperlich eingeschränkt oder nicht? Vielmehr lautet die Frage: Willst du mitmachen? Und da sagt die Stadt Wien ganz eindeutig: Ja! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Die Aktuelle Stunde ist beendet.
Bevor wir zur Erledigung der Tagesordnung kommen, gebe ich gemäß § 15 Abs. 2 der Geschäftsordnung bekannt, dass von den Gemeinderatsmitgliedern des Klubs der Wiener Freiheitlichen 21, des Grünen Klubs im Rathaus zwei und des ÖVP-Klubs in der Bundeshauptstadt Wien zehn schriftliche Anfragen eingelangt sind.
Vor Sitzungsbeginn ist von den Gemeinderatsmitgliedern des ÖVP-Klubs ein Antrag eingelangt. Den Fraktionen wurde der Antrag schriftlich bekannt gegeben, die Zuweisung erfolgt wie beantragt.
Die Anträge des Stadtsenates zu den Postnummern 14, 11, 19, 21, 22, 26, 30, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 41 und 42 gelten gemäß § 26 der Wiener Stadtverfassung als bekannt gegeben. Bis zu Beginn dieser Sitzung hat kein Mitglied des Gemeinderates zu diesen Geschäftsstücken die Verhandlung verlangt. Ich erkläre daher gemäß § 26 der Wiener Stadtverfassung diese als angenommen und stelle fest, dass die im Sinne des § 25 der Wiener Stadtverfassung erforderliche Anzahl von Mitgliedern des Gemeinderats gegeben ist.
In der Präsidialkonferenz wurde nach entsprechender Beratung die Postnummer 3 zum Schwerpunktverhandlungsgegenstand erklärt und gleichzeitig folgende Umreihung der Tagesordnung vorgeschlagen: Postnummern 3,13, 15, 16, 17, 18, 31, 38, 39, 40, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12, 1, 2, 20, 23, 24, 25, 27, 28 und 29. Diese Postnummern werden daher in dieser Reihenfolge zur Verhandlung gelangen.
Es gelangt nunmehr Postnummer 3 der Tagesordnung zur Verhandlung. Sie betrifft den Tätigkeitsbericht 2025 des Stadtrechnungshofes Wien.
Ich darf den Stadtrechnungshofdirektor, Mag. Werner Sedlak, sowie die Mitglieder des Stadtrechnungshofes herzlich begrüßen. Vielen Dank für Ihr Kommen! (Allgemeiner Beifall.)
Ich ersuche den Berichterstatter, Herrn GR Gorlitzer, die Verhandlung einzuleiten.
Berichterstatter GR Dr. Michael Gorlitzer, MBA: Ich ersuche um Zustimmung.
Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Ich eröffne die Debatte.
Zu Wort gemeldet ist GR Zierfuß. - Sie sind am Wort.
GR Harald Zierfuß (ÖVP): Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Berichterstatter, sehr geehrter Herr Direktor des Stadtrechnungshofes, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Ich möchte meine Rede heute mit einem ausdrücklichen und ernst gemeinten Dankeschön an den Stadtrechnungshof für Ihre großartige Arbeit beginnen. Sie leisten mit Ihren Berichten eine essenzielle Aufgabe für unsere Stadt, und mit dem Instrument der Prüfersuchen geben Sie uns als Opposition auch die Möglichkeit, tiefer in die verschiedensten Missstände der Stadt hineinzuschauen. - Danke für Ihre großartige Arbeit im Stadtrechnungshof! (Beifall bei der ÖVP.)
Mein Kollege Lorenz Mayer wird noch auf viele andere Bereiche eingehen, die Ihre Berichte entsprechend zu Tage gefördert haben. Ich möchte mich heute vor allem auf die Missstände im Bildungsbereich fokussieren, wo Ihre Berichte gerade in den letzten Monaten einiges gezeigt haben. Sie haben gezeigt, dass 1,3 Milliarden EUR in die Kindergärten fließen, dass die verantwortlichen NEOS aber nicht wissen, wohin diese 1,3 Milliarden EUR fließen, beziehungsweise dass sie
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