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Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 25 von 105

 

könnte ich jetzt vieles sagen, darüber reden wir aber vielleicht ein anderes Mal.

 

Ich kann jetzt leider nur ein kleines Thema herauspicken, weil ich, wie gesagt, nur fünf Minuten Zeit habe. Die meisten wissen das: Ich bin seit 50 Jahren auf Fußballplätzen unterwegs, und seit mehr als 20 Jahren bin ich auch Funktionär der Wiener Viktoria, eines Fußballvereines in Wien-Meidling. Und ich entschuldige mich, dass ich das jetzt gleich dazusage: Ich kenne natürlich all diese Fußballplätze in Wien, und ich kenne auch alle Kantinen in Wien. Ich weiß, wie jede Schnitzelsemmel in jeder Kantine schmeckt, ich glaube, ich kann das mit verbundenen Augen sagen. (Heiterkeit bei den GRÜNEN.) Und ich weiß natürlich auch, wie die Schnitzelsemmel am Postplatz schmeckt, weil ich dort auch sehr oft bin. Daher nun ein Satz vorweg: Natürlich werden wir GRÜNE alles tun, damit auf dem Postplatz auch weiterhin Breiten- und Jugendsport stattfinden kann - no na! -, aber ich glaube, in diesem Punkt sind sich eh alle Fraktionen einig. (Beifall bei GRÜNEN und SPÖ.)

 

Ich habe - wie gesagt - viel erlebt auf den Fußballplätzen: Großartige Momente, Zusammenhalt, Integration. Zu einem Thema möchte ich aber kurz etwas sagen. Ich erlebe leider auch immer öfter Gewalt in sehr unterschiedlichen Ausprägungen von Beschimpfungen und Einschüchterungen bis hin zu Übergriffen gegen Spieler und Spielerinnen, gegen Funktionäre und Funktionärinnen, gegen Schiedsrichter. Und deswegen bin ich froh, dass wir das Thema heute zum Schwerpunkt machen, denn Sport darf wirklich niemals ein Ort der Angst sein, Sport muss immer ein Ort des Respektes und der Fairness sein. (Beifall bei GRÜNEN und SPÖ.)

 

Deswegen möchte ich besonders hervorheben: Yvonne kann sich nicht mehr zu Wort melden, deswegen gebe ich ihr ein bisschen meiner Zeit. Sie hat im Landessportrat ein Kinder- und Jugendschutzprogramm präsentiert, und dieses ist großartig. Es ist jetzt erst in Arbeit, aber von meiner Seite volle Unterstützung. Wann immer ich dabei mithelfen kann, tue ich das sehr gerne. Wir müssen auf ein paar Details aufpassen, vor allem natürlich darauf, dass wir nicht alles auf die Schultern der ehrenamtlichen Funktionäre legen. (GR Mag. Dietbert Kowarik: Wohin denn sonst?) Wir werden uns darum kümmern, deswegen nehmen wir uns ja Zeit.

 

Ich möchte mich auch beim Herrn StR Peter Hacker, der da hinten steht, bedanken, der im letzten Landessportrat - und alle, die dabei waren wissen das, auch du - wirklich klar Stellung gegen Gewalt auf Fußballplätzen bezogen und auch dem Wiener Fußballverband aufgefordert hat, die entsprechenden Konzepte vorzulegen. - Dafür möchte ich noch einmal Danke sagen.

 

Wir sind hier nämlich säumig, genauso wie wir ein bisschen säumig sind, was Mädchenfußball und Inklusion auf Fußballplätzen betrifft. Da können wir und sollten wir einfach mehr tun. Alle, die das betrifft, sollten da mehr tun. Da muss ich mich selbst auch ein bisschen bei der Nase nehmen. Wie gesagt, es ist richtig, Herr Stadtrat, dass man in diesem Zusammenhang auch die betroffenen Vereine zu einem Runden Tisch einlädt und das mit diesen noch einmal bespricht, weil das notwendig ist. Mehr möchte ich dazu jetzt nicht sagen.

 

Ich möchte noch einen zweiten Punkt ins Spiel bringen, der mir sehr wichtig ist, nämlich Integration durch Fußball. Gleich vorweg: Viele Verein leisten da wirklich großartige Arbeit. Kinder aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen trainieren gemeinsam und wachsen über den Sport zusammen. Ich glaube, genau das ist die Kraft des Sportes: Sie reden Deutsch, sie machen am Nachmittag sogar Aufgaben und, und, und. Das ist gelebte Integration.

 

Leider erleben wir aber auch den gegenteiligen Trend. Es entstehen immer mehr sogenannte ethnische Vereine. Das Thema dabei ist nicht, dass diese entstehen - das ist schon okay -, sondern dass wir sie auch fördern. Ich meine, das Problem besteht darin, dass wir natürlich dadurch auch immer Konflikte von Herkunftsländern auf unsere Fußballplätze holen. (GR Mag. Dietbert Kowarik: Wir leben in einer Multikulti-Gesellschaft!)

 

Ihr wisst, mein Sohn Daniel ist Schiedsrichter. Und ich brauche euch nicht zu sagen, dass mittlerweile Spiele einer serbischen gegen eine albanische Mannschaft, einer türkischen gegen eine kurdische Mannschaft beziehungsweise einer russischen gegen eine ukrainische Mannschaft mittlerweile Hochrisikospiele sind. Dabei kommt es nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des Spielfeldes immer wieder zu Ausschreitungen. Da müssen wir genauer hinschauen und auch klipp und klar sagen, was wir wollen, denn es kann und darf natürlich nicht Ziel unserer Sportpolitik sein, dass wir das mit Steuergeldern noch fördern. Von daher braucht es diesbezüglich besonders klare Worte, denn ich denke, in dem Punkt sind wir uns einig: Wir wollen Sport als Ort der Begegnung, wir wollen Sport als Integration, Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Genau das macht nämlich die Sportstadt Wien aus. - Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr GR Stark. - Sie sind am Wort.

 

11.15.58

GR Harald Stark (FPÖ)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Stadtrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen!

 

"Sportstadt Wien: Vielfalt ist unsere Disziplin - Breitensport, Frauenpower, Inklusion und Gewaltschutz." - Schlau von Ihnen, dass Sie bei der Wahl des Titels der Aktuellen Stunde den Profibereich nicht erwähnt haben, denn da ist Wien leider nicht mehr führend. In der Fußballbundesliga ist man überholt von Linz, Graz und Salzburg, und in der zweiten Liga liegt man hinter Lustenau, St. Pölten und Mödling, Im Eishockey liegen wir auf Platz sieben, und im Basketball oder Handball sieht es auch nicht besser aus. Einzig mit der Frauenpower haben Sie recht, denn die Profis der Wiener Frauenmannschaften zählen nach wie vor zu den Besten Österreichs, und denen kann man zu ihrer Leistung nur gratulieren. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Großzügige Förderungen haben diese Vereine nicht erhalten, eine Frauensportkampagne oder ein Konzept gab es auch nicht. Es stellt sich daher die Frage: Was

 

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