Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 16 von 105
ger. Da können Sie die Versorgungssicherheit nicht sicherstellen.
Meine Frage ist: Diese Forderung, die hier von Ihnen gestellt wird, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. Wie sind die tatsächlichen Zahlen der Reduktionen in den einzelnen Spitälern? Wie hoch ist der Prozentsatz, und was erhoffen Sie sich da an Einsparungen?
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Stadtrat, bitte.
Amtsf. StR Peter Hacker: Ich kann diese ... Bemerkung nicht einfach ignorieren. Ich meine - sorry! Bei allem Respekt -, wir wissen alle, dass Sie auch Vertreter der Ärztekammer sind. Und da lasen wir doch erst vor kurzem amüsante Artikel über die Berater der Ärztekammer. Also bei allem Respekt: Man kann ja irgendwann auch aufhören, permanent Falschmeldungen zu machen.
Sie wissen ganz genau, dass die Beraterkosten des Wiener Gesundheitsverbundes, wie zum Beispiel für Steuerberater, die Rechnungsabschlüsse machen, selbstverständlich sein müssen und dass sie jeder Benchmark standhalten. Es gibt kaum einen Betrieb, der 30 000 Beschäftigte hat, mit so geringen externen Kosten wie denen des Wiener Gesundheitsverbundes. Das muss einmal gesagt werden. Man kann da nicht permanent Behauptungen in den Raum stellen, die völlig bar jeder Unterlage und Grundlage sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Zur Fragestellung selber: Na, selbstverständlich gibt es Vorgaben. Na, selbstverständlich gibt es Vorgaben aus dem Management an die Primarärzte, die ja auch Teil des Managements sind. Na, wie stellen Sie sich das sonst vor? Also ein ordentlich gemanagter Betrieb macht seinen Führungskräften Vorgaben, und diese Vorgaben werden entweder erreicht oder sie werden begründet nicht erreicht. Das ist das kleine Einmaleins vom Management in einem Betrieb mit mehreren Führungsetagen.
Und dass wir uns bemühen, unsere Kosten nach unten zu bringen … Bei allem Respekt, da kann ich ja gar nicht sagen, wir tun das nicht, sonst kriege ich bei der nächsten Sitzung eine Anfrage von der Frau Korosec zur Höhe unserer Personalkosten. Na, selbstverständlich ist es die Aufgabe des Wiener Gesundheitsverbundes, des Managements - und zwar des gesamten Managements, auf seine Kosten zu schauen, und tatsächlich gelingt das auch. Dass es nicht in allen Fällen gelingt, wissen wir eh, das ist eh völlig klar. Das sind dann die begründeten Ausnahmefälle, in denen man ein Ziel nicht erreicht. Aber was spricht dagegen, dass wir ein Management haben, durch das den Führungskräften Zielvorgaben gemacht werden, und dass die Führungskräfte sich bemühen müssen, diese Zielvorgaben durch intelligente Maßnahmen zu erreichen und nicht durch Streichung nach dem Sensenprinzip, so wie ich es vorhin ausgeführt habe, sondern durch prüfen: Wo kann man Überstunden reduzieren, zum Beispiel durch Veränderung der Dienstplaneinteilung, durch vorausschauende Dienstplaneinteilung, durch vorausschauende Operationstermineinteilung, und verhindern, dass Mitarbeiter dann blitzartig mit Überstunden einspringen müssen, wenn man vorausschauend geplant hat? Ich wüsste nicht, was dagegenspricht.
Und dass das Management sich bemüht, seinen Führungskräften Tools und Instrumente in die Hand zu geben, halte ich für großartig. Das ist mir lieber, als sie rufen an und sagen: Kürzt hinunter und aus! Und über das Instrument, das die Mannschaft zur Verfügung gestellt bekommen hat, kann man sich natürlich spöttisch unterhalten. Man kann aber auch versuchen, es ernst zu nehmen.
Es geht darum, in die Strukturen präzise hineinzuschauen, und tatsächlich gelingt es uns ja auch. Im Vergleich zu 2022 ist es gelungen, die Anzahl der Überstunden in den Wiener Spitälern zu reduzieren, nicht sehr stark, aber es ist gelungen. Und es ist nur deswegen gelungen, weil alle Führungskräfte die Aufgabe haben, genau hinzuschauen. Dass es gleichzeitig auch gelungen ist, die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach oben zu fahren, ist zusätzlich eine wichtige Maßnahme. Und das ist das, was wir immer wieder hier diskutieren. Auf der einen Seite geht es um die Frage der Personalausstattung, auf der anderen Seite geht es um die Frage eines sehr präzisen Detailmanagements.
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die 2. Zusatzfrage kommt von den GRÜNEN. - Frau GRin Mag. Huemer, bitte.
GRin Mag. Barbara Huemer (GRÜNE): Sehr geehrter Herr Gesundheitsstadtrat! Ich habe auch eine Frage zu dem Thema, obwohl mich jetzt auch Ihre Antwort etwas irritiert, muss ich sagen. Einerseits haben Sie uns mitgeteilt, dass es sozusagen durch das Schauen auf Überstunden nicht zu einer Qualitätsverschlechterung in der Versorgung kommt. Gleichzeitig denke ich mir: Wenn das der Fall ist, warum hat man das nicht schon früher gemacht? Hat man da im Wiener Gesundheitsverbund Geld unnötig hinausgehaut? Also ein bisschen ratlos bleibe ich schon. Ich hoffe, dass tatsächlich keine Verschlechterung in der Versorgung der Fall sein wird.
Jetzt ist mir zu Ohren beziehungsweise zu Augen gekommen, dass es zu Umstrukturierungen in den geriatrischen Bereichen im Wiener Gesundheitsverbund kommt. Können Sie das bestätigen?
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Das Thema sind an und für sich Überstunden in Spitälern, aber ich stelle es dem Herrn Stadtrat frei.
Amtsf. StR Peter Hacker: Ja, das mache ich gerne.
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Bitte.
Wir haben das heute diskutiert, und Sie haben es heute wahrgenommen, weil der Herr Abgeordnete eine Frage dazu gestellt hat. Aber ich gehe schon davon aus, dass es auch gelesen wird, wenn die Generaldirektorin jedes Jahr einen detaillierten, ausführlichen Bericht über das Personalmanagement - und zwar nur über das Personalmanagement - vorlegt, neben allen anderen Berichten wie Leistungsberichten, Bilanz, Rechnungsabschluss et cetera.
Also ihr zu unterstellen, wir fangen jetzt mit den Überstunden an, ist ja einfach falsch. Das ist ein permanentes Tun. Der Herr Abgeordnete ist jetzt wahrschein
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