Gemeinderat, 14. Sitzung vom 19.05.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 9 von 105
Viertens: Dass sich der österreichische Kandidat Cosmó bereit erklärt hat, unentgeltlich am Video mitzuwirken, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und ich teile diese Einschätzung - als große Wertschätzung dieses Künstlers wahrgenommen. Sie haben sich riesig gefreut, dass er ihnen unentgeltlich für das Video zur Verfügung steht, damit sie zeigen können, wie sie im Hintergrund dieser Großveranstaltung arbeiten und mitwirken.
Fünftens: Die Mitwirkung der Berufsrettung ist außerdem natürlich auch eine tolle Möglichkeit, um den Beruf an sich zu bewerben und den Beruf an sich sichtbar zu machen. Durch Social-Media-Aktivitäten im Zusammenhang mit Großereignissen wie dem Eurovision Song Contest wird Aufmerksamkeit erzeugt, die letztlich auch Interesse und Engagement an dieser Berufslaufbahn vermitteln soll.
Sechstens: Gerade deswegen werden Werbemaßnahmen auf Social Media auch von anderen Organisationseinheiten genutzt - ich nehme an, dass Ihnen das auch aufgefallen ist auf Ihrer Tour durch Facebook, Twitter und Co. -, nämlich wie zum Beispiel auch von der Polizei, dem Bundesheer, den Wiener Spitälern, den Wiener Seniorenklubs, vielen Firmen und Betrieben in unserer Stadt, die große Lust gehabt haben, zu zeigen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Freude an diesem Großereignis in unserer Stadt haben.
Siebtens: Die Trageerlaubnis für Ehrungen ist gemäß der gültigen Bekleidungsvorschrift durch den Rettungsdirektor zu erteilen und selbiges ist geschehen. - Danke schön. (Beifall bei SPÖ, NEOS und GRÜNEN.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die 1. Zusatzfrage kommt von der FPÖ, von GRin Schütz. - Bitte.
GRin Angela Schütz, MA (FPÖ): Vielen Dank für die Beantwortung. Es freut mich, dass Sie einmal etwas anderes bekommen haben, als was Sie gewohnt sind oder erwarten.
Es wird ja in den Social Media der Wiener Rettung extra betont, dass es in der dienstfreien Zeit und ausschließlich in der dienstfreien Zeit absolviert worden ist. Ich gehe davon aus, dass es daher auch mit Ihrer Genehmigung passiert ist.
Sie haben jetzt auch erwähnt, dass andere Bereiche eingebunden wurden in die Vorbereitungen. Von denen hat man leider nicht so viel gesehen auf Social Media. Man hat auch nicht wirklich etwas gehört. Sie sprechen von Akzeptanz und von Wertschätzung und davon, dass es auch eine Werbung für die Berufe ist.
Meine konkrete Anfrage an Sie: Nachdem es in erster Linie eine Bewerbung des ESC war und weniger darauf hingewiesen worden ist, dass es eine Bewerbung für die Berufe ist - was ich mir gewünscht hätte -, fragt sich für mich natürlich, wenn das in der dienstfreien Zeit passiert, warum nicht alle anderen Bereiche Ihres Geschäftsfeldes diese Angebote bekommen haben und auch solche Videos machen konnten?
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Stadtrat, bitte.
Amtsf. StR Peter Hacker: Ich verstehe die Frage eigentlich nicht, ganz offen und ehrlich. Auch wenn es mich freut, dass Sie mir Freude bereiten wollen mit interessanten Fragestellungen. Es gibt überhaupt keine Ressourcen, die extra zur Verfügung gestellt werden für die MitarbeiterInnen bei solchen Aktivitäten. Aber es ist erwünscht, und ich finde es auch großartig, und ich bin auch stolz drauf, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich in den sozialen Medien zeigen. Ich würde das auch gar nicht zulassen und akzeptieren, wenn man das kleinreden will. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisationseinheit sich in ihrer Freizeit mit Stolz hinstellen und einen "Kasperltanz" aufführen. Und natürlich ist es ein Kasperltanz. (Beifall bei der SPÖ.) Da brauchen wir gar nicht reden. Und natürlich ist es kein ernsthaftes politisches Mittel. Aber die Emotion, die dabei herüberkommt, die Lust, die Freude, Mitarbeiterin und Mitarbeiter der Wiener Berufsrettung zu sein, die kann ich nur begrüßen. Ich freue mich riesig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine solche Initiative gesetzt haben, und das lasse ich mir, ehrlich gesagt, auch nicht kleinreden. - Danke schön. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Nachdem alle anderen Fraktionen auf Zusatzfragen verzichtet haben, ist die 3. Anfrage damit beantwortet. Vielen Dank, Herr Stadtrat.
Die 4. Anfrage (FSP-685765-2026-KSP/GM) wurde von Frau GRin Mag. Rezaei gestellt und ist an den Herrn Amtsführenden Stadtrat der Geschäftsgruppe für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal gerichtet. (Heute findet anlässlich "30 Jahre Wiener Gleichbehandlungsgesetz" eine Konferenz im Wiener Rathaus statt. Welche zentralen Erkenntnisse wurden aus 30 Jahren Gleichstellungspolitik in Wien gewonnen und welche konkreten Maßnahmen setzt die Stadt Wien als Dienstgeberin, um bestehende Ungleichheiten, insbesondere im Bereich Einkommen und Karrierechancen von Frauen, weiter abzubauen?)
In dieser Anfrage geht es um 30 Jahre Wiener Gleichbehandlungsgesetz.
Guten Morgen, Herr Stadtrat, und bitte um Beantwortung.
Amtsf. StR Mag. Jürgen Czernohorszky: Schönen guten Morgen, Herr Vorsitzender, liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, sehr geehrte Frau Gemeinderätin!
Was in diesem Haus zum Glück sehr oft und sehr einhellig postuliert und unterstrichen wird, ist, dass die Stadt mit allen rechtlichen und allen symbolischen, vor allem aber mit allen Ressourcen, die sie zur Verfügung hat, für Gleichstellung steht - auch als Arbeitgeberin. Heute darf ich als Personalstadtrat an dieser Stelle Ihre Frage beantworten.
Es gibt ein klares Bekenntnis der Führungsspitze sowohl seitens der Politik in diesem Haus als auch seitens der Verwaltung, das klarmacht, dass immer - und zwar ausnahmslos - alle MitarbeiterInnen die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben, die gleichen Rechte, dass sie diese Rechte kennen und davon auch Ge
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