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Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 62 von 89

 

ein Zeichen der Zustimmung. - Das sind die ÖVP und die Freiheitliche Partei, daher mehrheitlich abgelehnt.

 

15.35.27Es gelangt nunmehr die Postnummer 20 der Tagesordnung zur Verhandlung. Sie betrifft eine Förderung an den Verein Frauen*Stadt, Institut zur wissenschaftlichen Erforschung und Vermittlung von Frauen*Stadtgeschichte und Geschlechterverhältnissen in Wien. Mir liegt dazu keine Wortmeldung vor.

 

15.36.01Wir kommen sogleich zur Abstimmung über die Postnummer 20. Ich bitte jene Damen und Herren des Gemeinderates, die der Postnummer 20 die Zustimmung erteilen wollen, um ein Zeichen mit der Hand. - Das sind ÖVP, NEOS, SPÖ und die GRÜNEN und daher mehrheitlich angenommen.

 

15.36.25Es gelangt nunmehr die Postnummer 21 der Tagesordnung zur Verhandlung. Sie betrifft eine Förderung an CALLE LIBRE - Verein zur Förderung von Kunst, Kultur & Musik. Ich bitte die Berichterstatterin, Frau GRin do Amaral Tavares da Costa, die Verhandlung einzuleiten.

 

15.36.43

Berichterstatterin GRin Sara do Amaral Tavares da Costa: Ich bitte um Zustimmung.

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Zu Wort gemeldet ist GR Brucker. - Bitte, Herr Gemeinderat.

 

15.36.54

GR Lukas Brucker, MA (FPÖ)|: Danke schön, Herr Vorsitzender. Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Es geht hier um die Förderung für die Gestaltung des alten APA-Towers. Zugegebenermaßen ein Schandfleck, aber ehrlich gesagt, dieses Projekt ist ein reines LGBTIQ-Projekt und nichts für die Allgemeinheit. Daher werden wir diesem Projekt nicht zustimmen.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, Wien ist eine Filmstadt, Wien ist eine Kulturstadt. Wir haben unzählige gute Filmproduktionen in Wien, von "Der dritte Mann" über "Sissi" bis zu "Muttertag" und anderen Produktionen. (GRin Martina Ludwig-Faymann: Sehr aktuell!) Offenbar gibt es jetzt ein neues Genre bei der Filmförderung, nämlich den steuerzahlerfinanzierten SPÖ-Film-Flop. (Beifall bei der FPÖ. - Zwischenruf bei der SPÖ.) Wir sprechen über den Film "Wahlkampf", in dem über Andreas Babler berichtet wird. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Und wir sprechen da nicht über irgendeinen kleinen Studentenfilm, sondern über ein Projekt, das insgesamt 500 000 EUR gekostet hat. Davon sind rund 180 000 EUR über den Filmfonds der Stadt Wien beigetragen worden.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, das ist kein Kleingeld. Nein, dieses Geld wurde für SPÖ-Politpropaganda ausgegeben, und das muss unterlassen werden. Ich verweise ein bisschen auf die Medienberichterstattung, die schon irgendwie bekannt ist. Es wurde über den Film, der vorgestern angelaufen ist, geschrieben: "eine Vorstellung ohne Publikum". Auf X gibt es Ausschnitte aus den Kinosälen: keine einzige verkaufte Karte. Nikolaus Kern - ich glaube, Sie kennen ihn hier von der SPÖ - sagt: "Gesamtes Kino ist frei. Kein einziges Ticket verkauft. Und zwar in allen 7 Vorstellungen."

 

Irgendetwas ist immer. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Der User schreibt: "Würde die Babler-SPÖ nur irgendeine Verantwortung gegenüber den steuerzahlenden Menschen empfinden, würde sie die dafür ausbezahlte Filmförderung aus ihrer millionenschweren Parteiförderung zurückzahlen." - Und recht hat er. Es schreibt der "Tiger von Neubau" etwas pointiert: "Falls jemand schon immer Sex in einem Kino haben wollte, beim Andi Babler Movie stört euch garantiert niemand." (Heiterkeit beim Redner. - Beifall und Heiterkeit bei der FPÖ.)

 

Und hier kommen wir auch schon zum Kernproblem. Das Ganze ist nicht nur ein Flop, nein, es hat einfach einen parteipolitischen Charakter, und es ist nicht die Aufgabe der Allgemeinheit, parteipolitische Eigenwerbung zu finanzieren. Wenn ein Privatfilm floppt, dann zahlt das der Produzent. Hier zahlt es der Steuerzahler, und das ist nicht akzeptabel. Eines muss ich Ihnen aber schon sagen: In Wahrheit sind wir ja froh, wenn Andreas Babler in mehreren Filmen auftritt - vielleicht gibt es noch mehr Filme, die Sie finanzieren? -, denn je mehr Leute Andreas Babler irgendwo sehen, desto mehr verliert er nämlich an Wählerzustimmung.

 

Das ist nur gut für uns, und das sieht man auch in den neuesten Umfragen. Wir sind ja bei Nationalratswahlen schon stärkste Partei, auch bei der Wien-Wahl holen wir auf. Andreas Babler ist Ihr politisches "Stirb langsam" und Ihr "Armageddon" und das Ende der SPÖ, und bitte machen Sie nur weiter so. (Beifall bei der FPÖ. - GR Ing. Christian Meidlinger: "Armageddon" ist aber gut ausgegangen!)

 

Ich hätte auch noch einen anderen Vorschlag, wo Andreas Babler mitwirken könnte. (GR Ing. Christian Meidlinger: "Armageddon" ist gut ausgegangen!) Wissen Sie eigentlich, was heuer in Mörbisch spielt, wissen Sie was es dort spielt? - "Ein Käfig voller Narren." Da könnte Herr Babler gleich die Hauptrolle übernehmen mit dem gesamten Ensemble der SPÖ-Zentrale, und der Herr Doskozil hätte auch noch seine Riesengaudi dabei. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)

 

Aber auch im Bereich des Films, um die marxistischen Gelüste des Herrn Babler zu befriedigen, wäre da etwas möglich. Wenn er da einen Filmauftritt hätte, dann wohl im "Panzerkreuzer Potemkin", irgendwo zwischen Meuterei und Revolutionsromantik, ganz nach dem Motto Klassenkampf statt Klassenfahrt. Oder man könnte auch im Stil von Laurel und Hardy Herrn Babler im Duo mit Bgm Ludwig auftreten lassen, aber ich glaube, das wäre dann eher kein kongeniales Duo, wie es nämlich Laurel und Hardy waren, sondern dann eher eine Produktion "Der Strippenzieher und sein Tölpel".

 

Sehr geehrte Damen und Herren, das ist alles vielleicht unterhaltsam (Zwischenrufe bei der SPÖ: Sicher nicht!), auch dieser Babler-Film, aber das ist mit Steuergeld finanziert. Deshalb ist meine Aufforderung: Zahlen Sie diesen Film aus der roten Parteikasse, dann können Sie so viele Flops liefern, wie Sie wollen, aber geben Sie das Geld den Kulturschaffenden zurück, damit sie unabhängige Filmprojekte damit finanzieren können. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Anderle. - Bitte, Frau Kollegin.

 

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