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Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 58 von 89

 

geht auch aus dem Jahresbericht 2025 klar hervor: Mehr Frauen in Fachhochschulstudiengänge, mehr Frauen in Technik, mehr Frauen in Zukunftsberufe, denn jede qualifizierte Frau in dieser Stadt stärkt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch den Wirtschaftsstandort Wien. (Beifall bei den NEOS.)

 

Genauso wichtig ist dem waff die Unterstützung junger Menschen. Der Wirtschaftsstandort Wien von morgen wird durch die heutigen Bildungs- und Ausbildungswege junger Wienerinnen und Wiener bestimmt. "Jobs PLUS Ausbildung" zeigt, worauf es ankommt: kostenlose Ausbildung in einem Zukunftsberuf und eine soziale Absicherung während der Ausbildung. 2025 wurden in diesem Bereich 2 002 Personen vom waff unterstützt, und 98 Prozent dieser 2 002 Personen wurden dann auch in Beschäftigung aufgenommen. Das ist eine wahnsinnig hohe Zahl, üblicherweise werden zirka 56 Prozent aller Auszubildenden dann auch weiter beschäftigt.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, lassen Sie mich meine heutige Rede auch als kleine Werbeeinschaltung für das "Future Fit Festival" nutzen. Es findet vom 18. Mai bis 15. Juni in Wien statt. Es wird über 65 Veranstaltungen in der ganzen Stadt geben, mit 190 Partnerinnen und Partnern. Eine Premiere wird dabei die "Gaming Challenge" feiern, etwas, das mir beim Lesen besondere Freude gemacht hat. Dabei sollen nämlich junge Wienerinnen und Wiener dort abgeholt werden, wo sie sehr, sehr viel Zeit verbringen, am Computer. Der waff hat sich überlegt, dass man das Computerspielen von jungen Menschen gemeinsam nutzen kann, um ihnen zu zeigen, dass sie dabei eigentlich bestimmte Talente und Fähigkeiten entwickeln, die sonst völlig untergehen. Hier geht es um Problemlösung, um Teamfähigkeit, um Reaktionsfähigkeit, aber auch um Strategieentwicklung.

 

Der waff hat sich überlegt, dass man diese jungen Menschen eigentlich dort erwischen kann, wo sie ihre Freizeit verbringen und hat ihre Freizeitgestaltung mit Berufsorientierung verbunden, also ein besonders schönes Projekt, das im Rahmen des "Future Fit Festivals" gestartet wird. (Beifall bei den NEOS.) Der Abschluss wird dann am 15. Juni hier im Rathaus beim Event "Future Unlocked" stattfinden. Wenn Sie also junge Wienerinnen und Wiener kennen, die viel Zeit am Computer verbringen, oder auch Wienerinnen und Wiener, die sich gerade beruflich umorientieren wollen oder an Aus- und Weiterbildung interessiert sind, dann machen Sie sie doch auf das "Future Fit Festival" aufmerksam.

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick auf das Jahr 2026: Im Jahr 2026 plant der waff einen Mitteleinsatz von 149 Millionen EUR für 41 563 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und 1 333 Unternehmen. Ich kann Ihnen versichern, der waff setzt diese Fördermittel weiterhin für seine Kernaufgaben ein, nämlich für den Chancenscheck, das Programm FRECH, für "Jobs PLUS Ausbildung", das Wiener Ausbildungsgeld, die überbetriebliche Lehrausbildung und die "Joboffensive 50plus".

 

Wichtige Instrumente werden 2026 weiterhin vor allem die Jugendstiftung Wien, die Frauenstiftung Wien, die Wiener Klima-Lehrlingsausbildungsinitiative, das "College 25+" und die Joboffensive für Jugendliche sein. Der waff bleibt damit auch 2026 eines der wichtigsten Instrumente der Stadt, wenn es darum geht, Aufstieg durch Qualifikation zu ermöglichen, Fachkräfte zu sichern, Frauen auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen und Jugendliche beim Berufseinstieg zu begleiten.

 

Der Jahresbericht 2025 des waff zeigt, dass Arbeitsmarktpolitik in Wien auch Aufstiegspolitik ist. Bildung ist und bleibt der Schlüssel für ein selbstbestimmtes und geglücktes Leben - nicht als Selbstzweck, sondern als Türöffner für selbstständige Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe und nicht zuletzt für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Wien. - Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Schütz. - Bitte, Sie haben das Wort.

 

15.11.02

GRin Angela Schütz, MA (FPÖ)|: Herr Vorsitzender, Frau Berichterstatterin, werte Kollegen, liebe Zuhörer!

 

Wir haben hier einen Jahresbericht vorliegen, der mehr oder minder eine Pflichtaufgabe ist, nämlich eine Verpflichtung, die sich daraus ergibt, dass wir eine Förderung an den waff ausschütten. Wir sehen den waff nun einmal als eine Stelle, die ausschließlich Fachkräfte entwickelt und Arbeitnehmer für den Arbeitsmarkt fördert. Das ist leider nicht immer ganz so. Es ist einfach die Aufgabe des waff, Projekte zu fördern, die ausschließlich mit den Kernaufgaben zu tun haben und nichts anderes.

 

Wenn ich mir die Arbeitslosenzahlen aus dem März 2026 anschaue, dann hat Wien fast 128 000 Arbeitslose. Das ist genau so viel wie de facto alle anderen Bundesländer zusammen; also sie haben ein bisschen mehr, aber es ist nicht wirklich viel mehr. Wenn man es als Kernaufgabe sieht, sich darum zu kümmern, dann hat der waff einiges zu tun, und da mangelt es ein bisschen. Wir haben uns daher erlaubt, einen Antrag einzubringen, der darauf hinweist, dass der waff sich ausschließlich um seine Kernaufgaben zu kümmern hat und nicht um anderes, nämlich einfach nur darum, die Entwicklung und die Chancen der Wiener am Arbeitsmarkt zu garantieren. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Dazu gehört auch, dass der waff die Verpflichtung hat, seine Overheadkosten so gering wie möglich zu halten und die Verwendung der Mittel muss für jedermann nachvollziehbar sein. Auch das ist aber leider nicht so einfach der Fall. Wir haben uns erlaubt, auch dazu einen Antrag einzubringen, nämlich den Antrag, die Mittelverwendung für die Übersiedelung des waff klar und transparent vorzulegen, weil die Kosten um einiges an Mehraufwand von fast 800 000 EUR an doppelten Gebühren, Nebengebühren und vor allem an erhöhten Mietzahlungen betreffen. Das ist nicht wirklich transparent kommuniziert worden und daher soll es auch da eine Aufschlüsselung geben. (Zwischenruf von GR Ing. Christian Meidlinger.)

 

Es ist auch nicht in Ordnung, Projekte zu fördern oder sie auch in irgendeiner Form zu unterstützen, die schon von anderen Stellen Gelder bekommen. Und es ist auch nicht die Aufgabe des waff, in irgendeiner Form politisch aktiv zu sein oder sich in die Politik einzumi

 

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