Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 57 von 89
der Veranstaltung so viele Abgeordnete aus diesem Haus wie noch nie waren.
Ich möchte auch ein großes Danke sagen, denn was wir immer machen, ist, gemeinsam Anträge zu stellen. Die Wiener Umweltanwaltschaft hat uns einen großartigen Textentwurf vorgelegt, den ich gemeinsam mit den anderen Fraktionen verhandeln durfte. Wobei ein Verhandeln war es eigentlich gar nicht, denn es war für alle ganz klar. Deswegen möchte ich mich auch explizit bei den Kolleginnen und Kollegen bedanken, die diesen Antrag heute mit mir einbringen, bei Elisabeth Olischar, bei Michael Stumpf, bei Stefan Gara und bei der Tina Wirnsberger. Ich freue mich sehr, dass wir das gemeinsam auf den Weg bringen können. Ich freue mich zu wissen, dass auch dieser Beschluss einstimmig sein wird, und freue mich auch darauf, wenn wir das in ein paar Jahren wieder bekräftigen werden. Denn ich bin mir sicher, wir hier wissen, dass Atomkraft keine Zukunft hat, dass sie nie sicher sein wird, egal, aus welchen Gründen, und dass sie mit unfassbaren Kosten verbunden ist. - Dementsprechend danke ich hier wirklich allen für diese Einigkeit und freue mich auf den Beschluss. (Beifall bei SPÖ, NEOS und GRÜNEN.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Zu Wort gemeldet ist Herr GR Arsenovic. - Bitte.
GR Johann Arsenovic (GRÜNE): Frau Vizebürgermeisterin, Herr Stadtrat, Frau Vorsitzende, Herr Vorsitzender!
Ich möchte nur ergänzen und noch einen Satz loswerden, natürlich danke für die Rede. Ich bin Jahrgang 1968, ich habe natürlich sowohl 1976 die Abstimmung, als auch dann 1986 miterlebt. Wir haben jetzt im Fernsehen auch oft wieder die Bilder von Tschernobyl vor 40 Jahren gesehen. Was mir dabei hängengeblieben ist, sind die vielen Menschen, nämlich die Betriebsfeuerwehr des Reaktors Tschernobyl, die damals haben arbeiten müssen und die ohne Schutzausrüstung Unglaubliches geleistet haben.
Von daher bin ich froh, dass wir jetzt diesen Antrag einbringen, der auch die Wiener Feuerwehr betrifft. Ich bin sehr glücklich, dass wir - auch immer einstimmig - der Wiener Feuerwehr eine gescheite Schutzausrüstung und gescheite Anlagen geben, damit die eben solche Sachen nicht erleben müssen. Und weil ich gerade den Branddirektor der Wiener Feuerwehr Mario Rauch dort hinten sehe: Stellvertretend ein großes Dankeschön und einen Applaus für die unglaubliche Arbeit, die ihr immer wieder leistet! - Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. Der Berichterstatter verzichtet auf das Schlusswort.
Wir kommen nun zur Abstimmung über die Postnummer 11. Ich bitte jene Damen und Herren des Gemeinderates, die der Postnummer 11 zustimmen, um ein Zeichen mit der Hand. - Ich sehe, das ist einstimmig.
Zu Postnummer 11 liegt noch ein Beschluss- und Resolutionsantrag der Gemeinderäte Abrahamczik, Gara, Olischar, Wirnsberger und Stumpf vor betreffend ablehnende Haltung der Stadt Wien zur Kernenergie. Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Antrag beitreten wollen, um ein Zeichen mit der Hand. - Das ist einstimmig angenommen.
Es gelangt nunmehr die Postnummer 12 der Tagesordnung zur Verhandlung, sie betrifft die Kenntnisnahme des Jahresberichtes des Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds über Geschäftstätigkeiten im Jahr 2025 sowie eines Ausblickes auf die Geschäftstätigkeiten im Jahr 2026.
Ich bitte die Berichterstatterin, Frau GRin Rychly, die Verhandlungen einzuleiten.
Berichterstatterin GRin Yvonne Rychly: Ich bitte um Zustimmung.
Vorsitzender GR Armin Blind: Zu Wort gemeldet ist GRin In der Maur-Koenne. - Bitte, Frau Kollegin, Sie haben das Wort.
GRin Dr. Maria In der Maur-Koenne (NEOS): Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte ZuseherInnen auf der Galerie und im Livestream!
Wir NEOS sind davon überzeugt, dass Bildung der Schlüssel zu einem selbstbestimmten und geglückten Leben ist. Bildung beginnt in der ersten Bildungseinrichtung, dem Kindergarten, und setzt sich dann in der Schule fort. Bildung endet aber nicht, wenn SchülerInnen zum letzten Mal aus dem Schultor gehen. Der heutige Arbeitsmarkt setzt lebenslange Aus- und Fortbildung voraus, Berufswege sind nicht mehr so geradlinig wie vielleicht früher. Der Wirtschaftsstandort Wien lebt davon, dass Fachkräfte nachkommen, sich fort- und weiterbilden und sich immer öfter auch umschulen lassen. Er lebt auch davon, dass immer mehr Frauen in MINT-Berufe kommen, und er lebt davon, dass Jugendliche nicht verloren gehen und auch jene eine Chance bekommen, die vielleicht nicht den besten Start ins Berufsleben hatten.
Der waff ist ein zentraler Baustein dafür, dass aus Weiterbildung ganz konkrete Zukunftschancen in Wien werden können. Das zeigt auch der heute vorliegende Jahresbericht 2025. Im Jahr 2025 wurden im Rahmen des Finanzierungsübereinkommens 39 657 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht, davon 22 464 Frauen. Allein im Bereich der beruflichen Entwicklungschancen waren es 28 196 Menschen und davon 17 444 Frauen. 21 000 Wienerinnen und Wiener nutzten im Jahr 2025 die Angebote des waff-Beratungszentrums für Beruf und Weiterbildung, wobei der Frauenanteil hier bei erfreulichen 64 Prozent lag. 12 612 Wienerinnen und Wiener profitierten von Förderungen in der Höhe von insgesamt 16,24 Millionen EUR. Mehr als 5 000 Wienerinnen und Wiener nutzten 2025 die Möglichkeit des Chancenschecks. Besonders erfolgreich zeigte sich im Jahresbericht 2025 das Programm FRECH, das sich speziell an Frauen richtet.
Auch die Ausbildungsinitiative für Frauen im MINT-Bereich, also bei Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Technik, war mit 134 Stipendien zu einem berufsbegleitenden Studium sehr erfolgreich. Vor allem ist die Abbruchquote mit nur 6,7 Prozent und eine Regelstudiendauer bei immerhin 88,6 Prozent aller TeilnehmerInnen ein deutliches Zeichen für den Erfolg. Das Ziel des waff
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