Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 33 von 89
nicht zu alt, um etwas Neues auszuprobieren, und können ihre neu gewonnene Freizeit auch mit Sport füllen. Vereine können im Park Jugendliche aktiv ansprechen und zu Bewegung animieren, um die Bildschirmzeiten zu verkürzen, denn im Fußballkäfig muss ja nicht immer Fußball gespielt werden, und Neues ist immer reizvoll.
Wir haben auch immer mehr Kinder, die an Adipositas leiden. In Wien sind 33 Prozent der Burschen und 25 Prozent der Mädchen übergewichtig. Auch diesen könnte man zu mehr Bewegung verhelfen, indem ihnen erreichbare Ziele und Sportarten, die auch ihnen Spaß bereiten, aufgezeigt werden, zum Beispiel, wie sie mit Körperspannung ihre Wasserbombe vom Sprungturm verbessern können oder welche coolen Sprünge es noch gibt. Ich habe auch schon einige Gespräche über Sport und Leistungssport mit unserem Gemeinderatsvorsitzenden Reindl geführt, der gemeint hat, gerade beim Football ist es so, dass man nicht nur die schnellen Sprinter braucht, sondern auch die festen Blocker in der Defense.
Wenn ich an den Tag des Sports auf dem Heldenplatz denke: Rugby, Lacrosse, Bobfahren, Rodeln, im Bereich der Leichtathletik Hammerwerfen, Kugelstoßen. Wien hat so viele Vereine, so viele Möglichkeiten. Wir sollten sie daher besser nutzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Und neben dem Bekanntmachen der eigenen Sportart können die Vereine auch neue Mitglieder anwerben - also eine klassische Win-win-Situation für alle. Im Optimalfall entwickelt sich das Konzept in den nächsten Jahren dahin, dass jede Wienerin und jeder Wiener weiß, in seinem Lieblingspark oder im Park im Bezirk findet beispielsweise jeden Mittwoch ab 15 Uhr ein Vereinsschnuppertraining statt. Das Ziel ist also, aus dem großartigen einmaligen Tag des Sports auf dem Wiener Heldenplatz einen Wochentag des Sports für die Wienerinnen und Wiener sowie alle Sportvereine zu schaffen und Wien zur tatsächlichen Sporthauptstadt zu machen. Ich bitte daher um Zustimmung zu unserem Antrag. (Beifall bei der FPÖ.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abg. Vasold
GRin Mag. Stefanie Vasold (SPÖ): Danke, Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Kollegen und Kolleginnen!
Ja, wie es scheint, haben wir nicht nur die nationalen Sommerspiele der Special Olympics heuer in Wien, was mich natürlich sehr freut, sondern auch hier am Rednerpult die Festspiele der Special Olympics. Auch das freut mich sehr, dass eigentlich quer durch alle Fraktionen heute auf dieses Thema eingegangen wurde. Ich darf das abschließend jetzt auch noch einmal tun.
Vielleicht vorab doch ein paar Anmerkungen zum GR Löcker, der ja in verschiedenen Bereichen, was Inklusion und Barrierefreiheit betrifft - er ist leider nicht da; ich sage es trotzdem -, aufgezeigt hat, dass es Luft nach oben gibt. - Ja eh, es gibt Luft nach oben. Inklusion und Barrierefreiheit sind ganz sicher ein Prozess, der dauert und der uns auch vor immer neue Herausforderungen stellt, insbesondere wenn wir eben die ganz verschiedenen Bereiche, um die es da geht, und die ganz unterschiedlichen Gruppen, die auch sehr verschiedene Förderungen und Maßnahmen brauchen, mitdenken.
Aber die Bilanz, die da dargestellt wurde, klingt schon so, als würde irgendwie alles im Argen liegen, was in Wien passiert. Sogar 300 Prozent mehr Lehrlinge bei der Stadt Wien scheinen in den Augen des Kollegen Löcker irgendwie ein Skandal zu sein. Wirklich, bei aller Selbstkritik - und da stehe ich nicht an, zu sagen, natürlich gibt es Bereiche, in denen wir weitertun und besser werden müssen. Zeigen Sie mir eine Stadt in Österreich, zeigen Sie mir ein Bundesland, wo es nur annährend solche Angebote gibt, wie wir sie für Menschen mit Behinderungen in Wien haben, nämlich quer durch die Bank! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Was finanzielle Förderungen betrifft, erlaube ich mir, noch einmal darauf hinzuweisen, wenn die GRÜNEN sich sehr darüber empören, dass es bei der Mindestsicherung eine Reduktion der Extrazahlungen gibt, dass es Bundesländer gibt, wo die GRÜNEN mitregieren, wo es überhaupt keine Extrazahlungen gibt. Aber es geht auch darüber hinaus um vielfache Leistungen. Es geht um Fahrtendienste, um Mobilitätsangebote. Es geht um Bildungsmaßnahmen, um inklusive Plätze auch in Kindergärten. Auch das ist ein Thema, das wir heute noch diskutieren werden. Es geht aber auch um barrierefreie Infrastruktur im öffentlichen Raum und vieles andere mehr. Alles das führt nicht nur dazu, dass uns die EU-Kommission letztes Jahr mit dem Access City Award ausgezeichnet hat, sondern auch dazu, dass wir erleben, dass es gar nicht so wenige Menschen mit Behinderungen gibt, die von den Bundesländern nach Wien ziehen, weil es eben hier Unterstützungsangebote und Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben gibt, die sich in ganz Österreich wirklich suchen lassen müssen.
Vielleicht zurück zum Akt: Was wir jetzt konkret in dem Akt beschließen, ist ja eigentlich nicht die Finanzierung der Special Olympics. Auch die fördert die Stadt Wien mit über 800 000 EUR, also es ist durchaus ein großer Betrag, der da hineinfließt. Aber jetzt in dem Akt geht es um die Förderung des Wiener Landesverbandes der Special Olympics, und das ist quasi die Basis dafür, dass auch diese Sommerspiele so stattfinden können. Der Landesverband bietet über das ganze Jahr ganz vielfältige Möglichkeiten zum Training, zum Schnuppern, zum Mitmachen in allen möglichen Sportarten an, für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene mit intellektuellen Beeinträchtigungen.
Ein Projekt, das man vielleicht nennen kann, ist der Solidaritätsrun, der jeden Herbst stattfindet. Da möchte ich Sie gern einladen, vorbeizukommen. Das sind wirklich schöne und tolle Veranstaltungen.
Das Budget mit den 35 000 EUR, die wir für den Wiener Landesverband beschließen, macht 70 Prozent des Gesamtbudgets aus. Also auch hier sieht man, dass die Stadt da durchwegs gewichtig für die Arbeit einsteht und das unterstützt. Und das führt dazu, dass eben über 300 Sportler und Sportlerinnen aus Wien auch an den nationalen Sommerspielen diesen Sommer teilnehmen werden. Es sind ganz viele Menschen, die da mit Engagement und mit Herzblut über das ganze Jahr sich für
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