Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 32 von 89
ten, dass wir durch die Widmung ganz konkret sagen, wo wir Sportflächen wollen und wo wir halt Bauwidmungen wollen oder auch nicht. Das ist unsere Entscheidung, ja. Das will ich nur gesagt haben. Also zu sagen, wir haben da überhaupt keinen Einfluss, stimmt auch nicht ganz. (Zwischenruf von GR Markus Ornig, MBA.) - Ja eh. Deswegen finde ich bei diesem Antrag, es wäre gescheiter, dass man sich hinsetzt und sagt: Wie hätten wir es gerne? Wie würden wir uns die Widmung aussuchen? - und eine Widmung beschließen. Ja, das könnten wir ja machen.
Weiters möchte ich einen Verein nennen, der mich sehr betrifft: die Wiener Viktoria. Ich sehe ja auch, wie teilweise Ungleichgewichtung in dieser Verteilung der Förderung passiert. Wir haben heute über den Sportclub-Platz sehr viel gesprochen, und ja, wir sind alle Sportclub-Fans, ich auch. Aber fairerweise muss man sagen, dort sind 25 Millionen insgesamt hineingeflossen, die der Sportclub bekommen hat, für einen Verein, der das in Vergangenheit nicht immer ganz toll gemacht hat, um es jetzt so zu sagen, und der ja auch jetzt nicht die große Anzahl an Mannschaften hat und der sich sehr dem Leistungssport ... Vom Sportclub werden Kinder auch weggeschickt, da sagt einem einer: Du spielst zu schlecht Fußball. Der kriegt aber 25 Millionen von uns, ich möchte es nur gesagt haben.
Auf der anderen Seite erlebe ich Vereine wie zum Beispiel Süßenbrunn. Ich war am Wochenende in Süßenbrunn. Ich habe gesagt, ich war am Wochenende bei vier Anlagen, aber auch in Süßenbrunn. Ja, wir haben sehr viel Geld investiert, um Spitzenvereine zu unterstützen - ich habe ja gesagt: Sportclub - aber das in Süßenbrunn ist eine Anlage, die eine Traditionsanlage ist, der Verein ist ein Traditionsverein. Die Anlage wurde dem Verein weggenommen, Betreiber dieser Anlage ist jetzt der FAC, ein Bundesligaverein. Okay, soll so sein. Obwohl der eh mehrere Anlagen hat, hat er jetzt auch in Süßenbrunn eine Anlage. Okay, soll so sein. Aber der Verein Süßenbrunn ist jetzt Untermieter von diesem FAC, und die Kosten wurden vom FAC in die Höhe geschraubt, sodass der jetzt 20 000 EUR Pacht im Jahr zahlen muss bei einem Gesamtbudget von 30 000 EUR. Also der Obmann - ich habe lange mit ihm und mit den Verantwortlichen geredet - hat mir klipp und klar gesagt, sie haben einen Nachwuchs - also dort wird Nachwuchs sogar forciert -, drei Us. Die müssen jetzt überlegen, ob sie zusperren, weil es sich hinten und vorne nicht ausgeht. Und da müssen wir schon mutiger sein und uns überlegen: Ist es wirklich gescheit, dass wir nur große Vereine und die großen Anlagen unterstützen? Bitte vergessen wir da nicht die Kleinen!
Ich möchte jetzt meinen Verein noch einmal zum Schluss nennen: die Wiener Viktoria. Wir haben eine kleine Anlage in (StR Peter Kraus, MSc: Meidling) - Meidling, danke -, einen kleinen Kunstrasenplatz, 24 Teams inklusive Special Needs Teams und aller Us mal zwei, mal drei - ich weiß nicht, wie viele Kinder wir mittlerweile haben -, Frauenteam, Mädchenteams, alles. Wir haben uns auf einer Anlage beworben, die die MA 51 selbstverwaltet, der Eibesbrunnergasse, die für die MA 51 fast 1 Million EUR Steuergeld verschlingt, wo wirklich wenig Fußball auf fünf Fußballplätzen betrieben wird. Wir sind drei Jahre hingehalten worden und haben jetzt eine Absage bekommen, die ich bis heute nicht verstehe, dass der Fußballverein, der wirklich am meisten tut oder sehr viel tut, null EUR Finanzierung bekommt.
Das heißt abschließend noch einmal: Ich sage danke. Ja, es ist viel Gutes passiert. Auf der anderen Seite bitte ich wirklich, dass wir uns trauen, hinzuschauen, dass wir auch Dinge, die suboptimal laufen ..., in die Verpachtungsverträge hineinschauen, uns auch überlegen, was wir wirklich wollen, wenn wir was fördern. Da müssen wir viel mutiger sein, und ich hoffe, dass wir das in Zukunft auch sind. - Danke auf jeden Fall. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abg. Stark.
GR Harald Stark (FPÖ): Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Berichterstatterin, werte Kolleginnen und Kollegen!
Sport ist Gemeinschaft, Sport ist Unterhaltung, Sport ist Freizeitbeschäftigung, Sport ist Gesundheit. All das sind wohl die Gründe, warum wir hier im Gemeinderat Förderungen und Unterstützungen im Sportbereich parteiübergreifend so gut wie immer einstimmig genehmigen.
Nicht jede Förderung ist perfekt oder zu 100 Prozent treffsicher, daher diskutieren wir zumindest intern manchmal auch länger, dies beispielsweise bei einem finanziellen Zuschuss zur Erneuerung eines Sporthallenbodens, weil dann auch die Mieter um eine Förderung angesucht haben, da die Sporthallenmiete gestiegen ist. Wir sind grundsätzlich der Meinung, dass unterstützte Investitionen nicht auf die Mieter abgewälzt werden sollen. Trotzdem haben die positiven Aspekte überwogen, sodass auch bei diesen Anträgen Einstimmigkeit geherrscht hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Wir hoffen jedoch, dass ähnliche Förderungsüberschneidungen in Zukunft anders gehandhabt werden. Was die Zukunft betrifft, wünsche ich mir eine verstärkte Sichtbarkeit von geförderten Sportvereinen im öffentlichen Raum, denn wir sehen auch an den Gesundheitsdaten, dass die Sportbegeisterung zurückgeht. Wir haben daher einen Antrag eingebracht, den ich kurz verlesen darf: Der Gemeinderat fordert den amtsführenden Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport auf, ein Konzept zu entwickeln, wonach geförderte Sportvereine verpflichtet werden, an öffentlichen Orten, wie Parks oder Spielplätzen, regelmäßig Schnuppertage abzuhalten. In formeller Hinsicht wird die sofortige Abstimmung dieses Antrags verlangt. (Beifall bei der FPÖ.)
Wenn Sie von der SPÖ und Sie von den NEOS den Imkern in Burkina Faso Geld schicken, dann ist dieses am Ende des Tages für die Wienerinnen und Wiener verloren. Im Bereich der Sportförderung können wir aber dafür sorgen, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auch einen Nutzen aus den von ihnen finanzierten Förderungen ziehen, indem sie die Vereine im öffentlichen Raum kennenlernen können. Pensionisten sind
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