Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 34 von 89
Sportmöglichkeiten, für Bewegungsmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderungen einsetzen.
Zu den Special Olympics Sommerspielen haben wir schon vieles gehört. Ich wiederhole es vielleicht nicht, aber ein Hinweis auch noch einmal zu den Sportstätten. Da ist, glaube ich, wirklich auch im Bereich von Inklusion und Barrierefreiheit was gelungen, das sich nicht nur in der Sport Arena, die eine wichtige Veranstaltungslocation, ein Ort sein wird bei den Special Olympics, sondern eigentlich wirklich quer durch die Stadt zeigt. Also auch im Sport, glaube ich, kann man unser Bestreben und die Bemühungen, was Inklusion und Barrierefreiheit betrifft, wirklich herzeigen.
Es sind 1 800 Sportler und Sportlerinnen, es sind 600 Trainer und Trainerinnen, und es sind 800 Helfer und Helferinnen. Da werden übrigens auch noch Menschen gesucht, vielleicht sowohl in diesen Reihen - bei der Begeisterung für die Special Olympics - als auch darüber hinaus, die sich vorstellen können, als Streckenposten mitzumachen, als Unterstützung bei den Siegerehrungen, als was auch immer. Man kann sich immer noch auf der Homepage dafür anmelden. Es wäre schön, wenn das Bekenntnis zu diesen Special Olympics nicht nur eines am RednerInnenpult ist, sondern eben dann auch wirklich bei der Veranstaltung selbst stattfindet.
Auch die Sommerspiele sind mehr als ein Event Ende Juni. Sie sind auch eine Vorlage, ein Modellprojekt, wie zukünftige Großevents inklusiv und barrierefrei stattfinden können. Sie wissen, wir machen das nicht nur im Sport, sondern zum Beispiel auch beim Song Contest, der heute auch schon angesprochen worden ist. Auch hier gibt es einen ganz großen Schwerpunkt darauf, diese Veranstaltung inklusiv und so barrierearm wie möglich zu organisieren, damit es eben auch für so viele Menschen wie möglich machbar ist, daran teilzunehmen.
Zusammenfassend: Die Special Olympics - ich glaube, da sind wir uns ja einig, wenn man den Reden heute zugehört hat - sind eine tolle Veranstaltung. Es geht um Emotionen, um Anerkennung, um Teilhabe, um Selbstvertrauen, um Teamgeist, darum, sich zu begegnen und sozusagen abseits von Konflikten miteinander etwas zu tun. Deshalb freut es mich, dass wir das heute beschließen. Es freut mich, dass da sichtlich alle Fraktionen dabei sind, und ich freue mich auf wunderbare nationale Sommerspiele im Juni in Wien. Weil alle sind anders, und alle sind gleich. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau StRin Nittmann.
StRin Mag. Ulrike Nittmann: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Berichterstatterin, werte Kollegen!
Ich möchte mich bei der Debatte nur zu einem Thema einklinken - und zwar ist das der Beschlussantrag der SPÖ zum Postsportplatz. Die ÖVP hat auch einen diesbezüglichen Antrag eingebracht. Und das ist mir als Hernalserin wirklich ein Herzensanliegen, weil wir von der FPÖ Hernals aber auch hier in der Gemeinde schon lange aufzeigen - eigentlich muss man sagen, seit es ruchbar ist -, dass das mit dem Postsportverein ein Ende nimmt und es zu Friktionen zwischen Liegenschaftseigentümer Post AG und dem Postsportverein kommt.
Der Beschlussantrag der SPÖ sagt, dass sie sich ausdrücklich für eine gemeinwohlorientierte Nutzung ausspricht. Das finde ich sehr richtig und sehr gut. Die Kollegin von den NEOS hat dann noch ergänzt, dass man sich natürlich für den Erhalt der Sportstätte ausspricht. Da haben ein bisschen bei mir die Alarmglocken geläutet, weil wir eine aufrechte Widmung, eine Sportstättenwidmung, haben. Und da stellt sich für mich gar nicht die Frage, ob Sie sich für den Erhalt der Sportstätte aussprechen, weil das im Umkehrschluss bedeuten würde, dass Sie daran denken, da vielleicht Umwidmungen vorzunehmen. Also das hätte ich gerne nur klargestellt gewusst, aber die Kollegin Seidl von der SPÖ wird nach mir sprechen und wird mir sicher beantworten, ob es da Überlegungen gibt, dass man vielleicht, die Sportstätte in Bauwidmung oder wie auch immer, weil das die Post AG so gerne hätte, andenkt.
Also mit uns wird es das sicher nicht geben, aber ich bin schon gespannt, was die SPÖ dann zu dem Thema sagt. Da halte ich es schon sehr mit dem Hans Arsenovic. Zu sagen, als SPÖ hat man eigentlich wenig damit zu tun, weil der Liegenschaftseigentümer die Post AG ist und der Postsportverein halt ein Pächter ist: Pfft! Schauen wir einmal! Die schreiben das aus, und alles wird halt irgendwie werden! - Nein, das sehe ich natürlich nicht so. Weil eines muss man sagen: Wenn die SPÖ in Wien etwas möchte, dann passiert das.
Also wirklich da zu sagen: Da habe ich überhaupt keinen Einfluss! Na, mit wem soll ich da ein Gespräch führen? Das ist alles für uns überhaupt kein Thema, und die Dinge werden kommen, wie sie kommen! - Man könnte Gespräche mit der Post AG führen, ja. Ich habe mit dem StR Hacker das Thema auch schon besprochen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mir zugesagt hat, dass es im Mai auch einen Termin mit dem Postsportverein geben wird. Und ich sage das ganz explizit, weil ich sage, es gibt den Postsportplatz aus unserer Sicht nicht ohne den Postsportverein.
Ich weiß, dass das bei der SPÖ ein bisschen anders gesehen wird. Ihr redet von internationalen Ausschreibungen, und dann werden wir einmal schauen, wer sozusagen das beste Angebot ... Die Frage ist immer: Das beste Angebot wofür? Das beste Angebot für den Sport? Das beste Angebot für die Eltern, für die Kinder, für die Jugendlichen, die dort ihre Kindheit in ihrer Heimat verbringen? Oder das beste Angebot für jemanden, der einen wirtschaftlichen Nutzen daraus zieht? Und das sehen wir komplett anders. (Beifall bei der FPÖ.)
Und ich sage auch zu dem Thema, dass die SPÖ es natürlich in der Hand hat. Ich meine, wir haben einen Bezirksvorsteher von der SPÖ, von dem ich weiß, dass der natürlich den Erhalt der Sportstätte vollumfänglich unterstützt, so wie alle im Bezirk vertretenen Parteien. Auch dort haben wir unzählige Anträge eingebracht. Also da gab es auch nie eine Gegenstimme, ja. Da gab es auch ... (Zwischenruf von GRin Mag. Alice Seidl, BA.) - Ja, gemeinsam. Ich glaube, es ist unstrittig, dass wir im Bezirk den Erhalt dieser Sportstätte unbedingt wollen,
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