Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 30 von 89
eine Chance zu geben, sich sportlich zu betätigen und zu messen.
Diese Förderungen ermöglichen auch nicht nur Events, sie ermöglichen veritable Karrieren. Wir haben zum Beispiel mit Janina Falk eine Paraschwimmerin, die auf internationalem Niveau mitschwimmt.
Wir haben den in Afghanistan geborenen Hassanzada, der im Para-Taekwondo nicht nur Inklusion erfahren hat, sondern auch Integration. Und wir haben jetzt gerade vor ein paar Tagen beim Wiener City Marathon gesehen, dass eine Frau mit einer schweren Sehbehinderung einen neuen Streckenrekord aufstellen kann: Tigist, mit einem Nachnamen, den ich nicht aussprechen kann, eine Läuferin aus Äthiopien.
Aber gehen wir zurück in die Zukunft! Noch einen Satz zu den Special Olympics, die ja in wenigen Wochen starten: Sie bringen wirklich das Allerbeste im Sport: sich zu fordern, Grenzen zu überwinden, sich im fairen Wettkampf zu messen, aber auch gleichzeitig Gemeinschaft zu erfahren und Lebensfreude zu verbreiten. Wir haben den Eid der Special Olympics schon vom Kollegen Löcker heute gehört. Ich erlaube mir, ihn noch einmal zu zitieren, weil er wirklich schön ist - und zwar: Ich will gewinnen, aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann werde ich es mutig versuchen. - Damit ist, glaube ich, alles gesagt. - Danke sehr. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächster zu Wort gemeldet ist GR Arsenovic. -Herr Gemeinderat, Sie sind am Wort.
GR Johann Arsenovic (GRÜNE): Danke, Herr Vorsitzender! Herr Stadtrat!
Ja, wir reden heute über Sport. Vielleicht zur Einordnung, damit wir ungefähr wissen, wovon wir reden, die Flächen: Wien hat zirka 10 Millionen Quadratmeter - damit man ungefähr ein Gefühl hat, wie groß das ist: das ist größer als fünf kleine Innenstadtbezirke - nur an Sportflächen, und das ist ohne Donauinsel und ohne Prater, also das sind nur die reinen Sportflächen. Ein Drittel davon wird direkt von der Stadt Wien über die MA 51, das Sportamt Wien, verwaltet, und diese Anlagen müssen natürlich gebaut werden, in Schuss gehalten werden und natürlich auch immer wieder für neue Sportarten adaptiert und neu errichtet werden.
Leider, Herr Gorlitzer - dazu komme ich auch noch -, gehören eben nicht alle Sportflächen der Stadt Wien, und das gibt manchmal Probleme, auch beim ASV-13-Platz oder beim Postplatz, aber ich komme vielleicht dann später noch dazu.
Insgesamt reden wir von 17 großen Sporthallen, wir reden von 13 Jugendsportanlagen, und wir reden von insgesamt 151 an Vereine verpachteten Sportanlagen, die natürlich größtenteils Fußballanlagen sind, wie Sie wissen. Und weil sich natürlich der Sport immer weiterentwickelt, sich die Stadt entwickelt, die Sportanlagen neue Bedürfnisse haben - es entstehen natürlich auch neue Sportarten, die hypen und die vielleicht nicht mehr so aktuell sind wie früher -, hat StR Hacker damals noch unter Rot-Grün einen Sportstättenentwicklungsplan in Auftrag gegeben. Damals wurde jede Sportstätte in Wien durchgecheckt. Wie ist der bauliche Zustand? Was gehört saniert, was gehört generalsaniert, oder was gehört vielleicht sogar erneuert? Wo gibt es vielleicht überhaupt Bedarf an neuen Sportstätten, wo müssen wir sogar einen Neubau machen?
Herausgekommen - und dafür bin ich wirklich sehr dankbar - ist die größte Investition in diesem Bereich, die es in der Stadt Wien jemals gab. Und was mich auch besonders freut, ist, dass man bei all diesen Sanierungen und Neuausrichtungen dieser Sportanlagen immer versucht hat, auch mit dem Klimaschutz Hand in Hand zu gehen, wofür ich auch danke sagen muss. Wir haben wie gesagt 2020, damals noch unter unserer Regierungsbeteiligung, vereinbart, dass eben alle Sportgebäude und jede Sportinvestition bereits klimaneutral gebaut wird beziehungsweise dann im Betrieb natürlich klimafit betrieben wird und dass der Energieverbrauch immer der aktuelle State oft the Art ist und dass es wie gesagt immer der neueste Stand der Technik ist. Danke auch dafür an die jetzige Regierung, dass dieser Pfad eingehalten wurde - dafür bin ich sehr dankbar -, auch an das Sportteam dafür, dass wir das so weiterführen.
Ich möchte an dieser Stelle auch danke an alle Fraktionen sagen, die im Landessportrat vertreten sind, nämlich allen dafür, dass die diesen Weg immer mitgehen und immer mit Einstimmigkeit mitgehen. Danke dafür. (Beifall bei GRÜNEN, SPÖ und NEOS.)
Und wenn ich beim Danke sagen bin: natürlich auch danke an die MA 51 und an die Wien Holding, die über ihre Tochter diese Baustellen und diese Projekte umsetzt. Aktuell waren es wie gesagt über 100 Baustellen.
Sie kennen die großen Sachen natürlich. Es sind die Sportarena Wien, die gebaut worden ist, der Sportclub-Platz wurde schon erwähnt, aber natürlich darüber hinaus alle großen Sportrundhallen, mehr als 50 Fußballanlagen die nachhaltig saniert wurden - mit neuen Garderobengebäuden, mit Photovoltaikanlagen, neuen Spielfeldern, statt Erdgas Erdwärme zum Beispiel, Flutlichtanlagen, die alle auf LED umgestellt worden sind. Danke deshalb auch hier im Namen der vielen Pächter, der Vereine, die dadurch auch Energiekosten sparen konnten.
Jetzt komme ich aber leider auch zum Aber. Frau Kollegin Hu, Sie haben es gesagt, aber es stimmt nicht so ganz. Die zukünftigen Sportstättenausgaben, also ich sage es jetzt ganz krass: Die finanziellen Mittel für den zukünftigen Sportstättenausbau sind nämlich eigentlich gestrichen. Das geht auf ein Minimum zurück, nicht die Euphorie, die ich da vielleicht vorhin noch gehört habe. Das stimmt leider so nicht.
Der zweite Aspekt, das zweite Aber: Da muss man vielleicht wissen, dass die Sportanlagen sehr, sehr günstig meistens an Vereine verpachtet werden, wirklich günstig. Es sind ungefähr 3 Cent pro Quadratmeter und Jahr. Und diese Vereine haben dann zwei Aufgaben zu erfüllen. Einerseits müssen sie schauen, dass die Sportanlage in Schuss bleibt. Und das Zweite ist: Sie sollten natürlich ihre gesellschaftliche Verantwortung erfüllen, die wir ihnen als Stadt vorgeben, indem wir sagen: Okay, du kriegst diese Anlage günstig, aber dafür musst du halt schauen, dass du dich um Jugendliche kümmerst, dass
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