Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 29 von 89
Deswegen bringen wir auch diesen Antrag ein und fordern Sie auf, konkrete Gespräche mit allen beteiligten Akteuren aufzunehmen, um einen dauerhaften Erhalt dieses Sportplatzes zu sichern.
Zusammenfassend kann man sagen, Sie, liebe SPÖ, hatten jetzt am Wochenende einen Parteitag, der stand unter dem Motto "Wien schafft Zukunft". Ja, Wien braucht wirklich eine ehrliche, konsequente und nachhaltige Sportpolitik. Ich glaube, da sind wir uns alle miteinander einig. Das ist die Zukunft, auch eine Zukunft für unsere Kinder.
Das bedeutet für uns als Wiener Volkspartei: Erstens, eine Priorität setzen für den Nachwuchs und für den Breitensport; jeder Euro muss dort ankommen, wo die Kinder und Jugendlichen Sport machen können. Zweitens, eine Offensive für die Schwimmflächen, da braucht Wien mehr Strategie. Drittens, Sanierung vor Neubau, wo es sinnvoll ist; das betrifft vor allem die Bezirkssportplätze, aber auch den Postsportplatz. Viertens, Transparenz und Prioritätenklarheit; die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht zu wissen, wann welche Projekte umgesetzt werden. - Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Bernecker-Thiel. - Bitte, Frau Kollegin, Sie sind am Wort.
GRin Dr. Arabel Bernecker-Thiel (NEOS): Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren!
Jeder spricht über den Eurovision Song Contest, aber das, worüber man wirklich reden sollte, ist ein Event, das frei von weltpolitischen Spannungen ist, das unberührt von Sonntagsöffnungsdiskussionen ist und bei dem die Tickets weniger kosten als ein Kurzstreckenflug. Ich glaube, Sie haben schon erraten, worum es geht. Es geht um die nationalen Sommerspiele der Special Olympics. (Beifall bei den NEOS.)
Ein Event, bei dem wirklich jeder und jede willkommen ist und das von 25. bis 30. Juni in Wien stattfindet. Was sind die Special Olympics? - Das ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Damit grenzen sie sich ab von den Paralympics, die für Sportler mit körperlichen Behinderungen sind.
Der Verein wurde 1968 gegründet, es gibt mittlerweile 4,2 Millionen aktive Sportler weltweit, 256 lokale Programme, und es werden über 30 Sommer- und Wintersportarten ausgeführt. In Wien gibt es die Special Olympics auch schon seit über 20 Jahren mit jährlich über 250 Trainingsangeboten und 200 kleineren und größeren Bewerben, also wirklich einer Vielzahl an Aktivitäten.
Für Wien sind diese Sommerspiele der Special Olympics ganz besonders, weil es zum ersten Mal seit 28 Jahren ist, dass dieses Event wieder in Wien stattfindet. Shakespeare wird mir das jetzt verzeihen, wenn ich ein Zitat etwas abwandle, aber man kann wirklich sagen: "Die ganze Stadt wird Bühne!" An ganz vielen Orten in Wien finden Veranstaltungen statt, also wirklich quer durch die Stadt. Wir rechnen mit 1 800 SportlerInnen, davon rund 350 aus Wien, die anderen kommen aus ganz Österreich, mit 600 TrainerInnen, ungefähr 100 aus Wien, und auch 800 Volunteers werden dort miteingebunden. Also es ist beileibe keine kleine Veranstaltung, sondern auch tatsächlich ein Wirtschaftsfaktor, der für die Stadt interessant ist. (Beifall bei den NEOS und von GRin Ingrid Korosec.)
Was wird gemacht? - Wir haben 20 Sportarten, also es geht wirklich quer durch. Wir haben Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Reiten, alle Ballsportarten, Golf, Boccia, Bowling, Judo, Segeln et cetera. Es wird mehr als 100 Siegerehrungen geben und ich hoffe, dass einige von uns Gelegenheit haben werden, bei der einen oder anderen dabei zu sein. Neben dem olympischen Fackellauf, den es gibt, und der feierlichen Eröffnung der Sportarena wird es noch ein anderes dichtes Rahmenprogramm in der Stadt geben, einen Inklusionstag am Donauinselfest und eine ganze Reihe von Schulprojekten.
Ich kann wirklich die Bedeutung dieser Special Olympics nicht genug unterstreichen. Inklusion in allen ihren Formen hat in Wien einen großen Stellenwert, und das ist ein Beispiel dafür. Zum Thema Inklusion ist da natürlich zu sagen - wir werden es heute noch mehrfach hören -, wir haben die bezahlten Inklusionsplätze in Kindergärten gerade vervielfacht. Meine Kollegin Dolores Bakos wird darauf näher eingehen. Wir gestalten den Ring neu. Und was machen wir da? - Natürlich schauen wir auch auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung, das ist ganz wichtig. Und natürlich gibt es im Sozial-, Berufs- und Freizeitbereich eine Vielzahl an Unterstützungen. Da fällt der Sport darunter. Klar, Sport ist gesund, das wissen wir alle. Aber er ist natürlich auch persönlichkeitsbildend und er hebt das Selbstbewusstsein der Akteure. Sie bekommen positives Feedback, ihr Selbstwertgefühl wird gehoben und ein ganz wichtiger Faktor ist das Element der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und zu einer Gesellschaft. Also ist Sport nicht nur wichtig für die Inklusion, sondern auch ganz wichtig für die Integration.
Wenn wir uns anschauen, welche Strukturen es hier in Wien gibt, dann ist das als zentrale Struktur der Wiener Behindertensportverband, der 16 Vereine zusammenfasst mit 1 300 Aktiven und Trainings für zahlreiche unterschiedliche Sportarten. Dann fördert Wien den Projektfonds "Sport", das waren zuletzt 500 000 EUR. Da ist es wichtig und erfreulich zu sehen, dass ein Drittel dieser Förderung zweckgewidmet ist - und zwar für Frauen- und Mädchensport und Sport für Menschen mit Behinderungen. Dann gibt es noch spezifische Sportveranstaltungsförderungen wie jetzt für die Special Olympics.
Dieser ganze Strauß an Förderungen ermöglicht eine ganze Reihe von Sportveranstaltungen, wie zum Beispiel die Schoool Games, die ich gerne erwähnen möchte. Bei den Schoool Games, mit drei Os geschrieben, waren zuletzt 19 Schulen beteiligt mit 240 Kindern und Jugendlichen und mit Tischtennis, Tischball für Menschen mit Behinderungen et cetera. Also da geht es darum, Kindern, die eine Behinderung haben, in Wiener Schulen
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