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Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 24 von 89

 

Athletinnen und Athleten die Möglichkeit, in 32 Olympischen Sportarten zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen. Es ist wichtig, bereits als Kinder zu beginnen, mit acht Jahren ist das möglich. Aber auch Jugendlichen, Erwachsenen, Menschen, die in unserer Gesellschaft allzu oft an den Rand gedrängt werden, Menschen, die viel zu selten die Chance bekommen zu zeigen, was in ihnen steckt, gibt Special Olympics genau diese Chance. Ich bin sehr stolz darauf, dass es die Wiener Volkspartei war, die bereits im Juni 2022 den Beschlussantrag in den Wiener Gemeinderat einbrachte, Wien als Austragungsort für die nationalen Sommerspiele zu bewerben. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Das wir jetzt auf eine baldige Austragung der Special Olympics in unserer Stadt hinfiebern können, zeigt uns, dass Inklusion kein Parteithema ist, sondern ein Thema, das uns alle betrifft und bei dem wir alle an einem Strang ziehen sollten und, ich glaube, auch werden. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren, Wien bezeichnet sich gerne als Stadt der Vielfalt, der Weltoffenheit, des Respektes miteinander. Das sind schöne Worte, aber Worte alleine genügen nicht. Inklusion muss gelebt werden und sie kann nirgends besser gelebt werden als im Sport. Im Sport zählt nicht, woher man kommt - weil gerade in der Aktuellen Stunde davon so viel die Rede war. Im Sport zählt nicht, welche Voraussetzungen oder Einschränkungen man hat. Im Sport zählt, dass man antritt, dass man sein Bestes gibt, dass man ein Teil der Gesellschaft und der Gemeinschaft ist. Das ist die Botschaft der Special Olympics. (Beifall bei der ÖVP und von GRin Martina Ludwig-Faymann.)

 

Ich möchte auch erwähnen, dass die Stadt Wien diese Veranstaltung mit 835 000 EUR fördert, der Bund stellt ebenso diesen Betrag zur Verfügung. Das ist gut investiertes Geld. Denn was wir da fördern, ist nicht nur ein Sportereignis, es ist ein Zeichen für eine inklusive Gesellschaft. Was mich besonders freut, ist der nachhaltige Ansatz dieser Spiele. Es geht nicht nur um die sechs Tage, nein, es geht darum, den Landesverband Wien zu stärken, es geht darum, neue Vereine und Institutionen zu motivieren, Sport für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen anzubieten - und zwar nicht nur während der Spiele, sondern davor und danach. Es geht um Trainingsangebote, um Kooperationen mit Schulen, um das Engagement von Volunteers, die auch nach den Spielen dem Thema treu bleiben. Auch das Schul- und Jugendprogramm verdient Erwähnung. Kindergärten, Schulen, Ausbildungseinrichtungen sollen einbezogen werden, das ist ganz entscheidend - als Besucherinnen, als Besucher, als Volunteers, mit Projekten und Aktionen. Denn wenn wir Inklusion wollen, dann müssen wir nicht erst im Alter anfangen, sondern in der Jugend.

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich habe am Anfang gesagt, Sport ist für mich mehr als ein Hobby. Lassen Sie mich das am Ende noch einmal unterstreichen. Sport hat mich bisher begleitet, und ich hoffe, er wird mich noch weiter mein ganzes Leben begleiten. Sport hat mir Freude geschenkt, hat mir Kraft gegeben - auch oft in leidvollen Phasen des Lebens, die jeder Mensch erleben muss. Aber er hat mich eines gelehrt: dass man nie aufgeben darf. Und wenn ich mit 86 Jahren noch die Energie habe, hier vor Ihnen mit, so glaube ich, Leidenschaft auf ein Thema einzugehen und dafür einzutreten, dann hat Sport einen großen Anteil daran. Genau dafür sind die Special Olympics da, genau dafür hat Wien als Gastgeber die Verantwortung und genau dafür setzen wir uns als Wiener Volkspartei ein. (Beifall bei der ÖVP.)

 

Lassen Sie mich mit dem Eid der Special Olympics schließen, den jede Athletin, jeder Athlet bei der Eröffnung spricht: "Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben."

 

Meine Damen und Herren, mutig sein Bestes geben, das gilt für die Athletinnen und Athleten, das gilt auch für Wien als Gastgeber und das gilt auch für uns alle hier - unser Bestes für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu geben. - Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie von GR Mag. Lukas Burian und GR Theodor Felix Löcker.)

 

Vorsitzender GR Armin Blind: Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Hu. - Bitte, Frau Kollegin, die Redezeit ist eingestellt, Sie sind am Wort.

 

11.19.06

GRin Jing Hu, BA, MPharm (NEOS)|: Sehr geehrter Herr Vorsitzender, liebe Kolleginnen und Kollegen, werte Gäste hier im Saal und zu Hause an den Bildschirmen!

 

Lassen Sie mich mit einem Gedanken beginnen, der so alt ist wie die Medizin selbst und heute aktueller denn je: Bewegung ist die beste Prävention. Sie schützt zum Beispiel vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und vor psychischer Erkrankung, und sie verbindet Menschen auf eine Weise, die keine andere Sprache braucht. Das ist kein politisches Schlagwort, das ist evidenzbasierte Gesundheits- und Sportpolitik. Wien ist eine Stadt mit über zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern und eine Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebenswelten aufeinandertreffen. Wenn es eine Kraft gibt, die all diese Menschen verbinden kann, dann ist es der Sport. (Beifall bei den NEOS und von GRin Martina Ludwig-Faymann und GR Mag. Josef Taucher.)

 

Denn auf dem Sportplatz gilt: gleiche Regeln, gleiche Chancen, egal woher man kommt und welche Sprache man zu Hause spricht. Jeder Euro, den wir in die Sportstätten investieren, spart uns in Zukunft ein Vielfaches an Gesundheitskosten, und eine gezielte Vorsorge ist die klügste Form von Stadtpolitik. Deshalb ist der Sport in Wien keine reine Freizeitbeschäftigung am Rande, denn Sport ist Gesundheitspolitik, Sport ist Sozialpolitik, und Sport ist Integrationspolitik. (Beifall bei den NEOS und von GRin Martina Ludwig-Faymann.)

 

Was Wien im Sportbereich besonders stark macht, sind die Vereine, über 750 an der Zahl. Sie leisten täglich jene Arbeit, die keine Politikerin oder Ärztin ersetzen kann. Sie schaffen Gemeinschaften, sie fördern Talente und sie halten Türen offen für alle. Die Stadt Wien unterstützt diese Vereine gezielt mit Förderungen, und wir beschließen heute eine Reihe entsprechender Förderanträge. Dabei gilt ein klares Prinzip: Wir fördern jene Vereine, die sich speziell für den Nachwuchs einsetzen, die Mädchen und Frauen aktiv in den Sport bringen und die

 

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