Gemeinderat, 13. Sitzung vom 27.04.2026, Wörtliches Protokoll - Seite 23 von 89
und für Zusammenhalt, weil Integration nur so funktioniert. - Danke schön. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Vorsitzender GR Armin Blind: Die Aktuelle Stunde ist damit beendet.
Bevor wir zur Erledigung der Tagesordnung kommen, gebe ich gemäß § 15 Abs. 2 der Geschäftsordnung bekannt, dass von Gemeinderatsmitgliedern der Sozialdemokratischen Fraktion des Wiener Landtages und Gemeinderates keine, des NEOS Rathausklubs keine, des Klubs der Wiener Freiheitlichen 35, des Grünen Klubs im Rathaus fünf, des ÖVP-Klubs der Bundeshauptstadt Wien 13 schriftliche Anfragen eingelangt sind.
Von den Gemeinderäten Wirnsberger, Sequenz, Kilian Stark, Malle, Aslan und Berner wurde eine Anfrage an den Herrn Bürgermeister betreffend "Flächenfraß, Ressourcenverschwendung und Emissionen: Milliardenschwere Straßenbauprojekte gefährden Wiens Klimaziele" gerichtet.
Das Verlangen auf dringliche Behandlung dieser Anfrage wurde von der notwendigen Anzahl von Gemeinderatsmitgliedern unterzeichnet. Gemäß § 36 Abs. 5 der Geschäftsordnung wird die Beantwortung der Dringlichen Anfrage vor Schluss der öffentlichen Sitzung erfolgen. Ist diese um 16 Uhr noch nicht beendet, wird die Gemeinderatssitzung zur tagesordnungsgemäßen Behandlung der Dringlichen Anfrage unterbrochen.
Vor Sitzungsbeginn sind von Gemeinderatsmitgliedern der Sozialdemokratischen Fraktion des Wiener Landtages und Gemeinderates keine, des NEOS Rathausklubs keine, des Klubs der Wiener Freiheitlichen drei, des Grünen Klubs im Rathaus keine, des ÖVP-Klubs der Bundeshauptstadt Wien keine Anträge eingelangt. Den Fraktionen wurden die Anträge schriftlich bekanntgegeben. Die Zuweisung erfolgt wie beantragt.
Die Anträge des Stadtsenats zu den Postnummern 2, 4, 9, 14, 19, 22, 23, 29 und 31 gelten gemäß § 26 der Wiener Stadtverfassung als bekannt gegeben. Bis zu Beginn dieser Sitzung hat kein Mitglied des Gemeinderates zu diesen Geschäftsstücken die Verhandlung verlangt. Ich erkläre daher gemäß § 26 der Wiener Stadtverfassung diese als angenommen und stelle fest, dass die im Sinne des § 25 der Wiener Stadtverfassung erforderliche Anzahl von Mitgliedern des Gemeinderates gegeben ist.
In der Präsidialkonferenz wurden nach entsprechender Beratung die Postnummern 26 bis 28 zum Schwerpunktverhandlungsgegenstand erklärt und gleichzeitig folgende Umreihung der Tagesordnung vorgeschlagen: Das sind die Postnummern 26, 27, 28, 1, 3, 5, 7, 6, 8, 10, 11, 12, 18, 30, 20, 21, 24, 25, 13, 15, 16 und 17. Die Postnummern werden daher in dieser Reihenfolge zur Verhandlung gelangen.
Ich schlage vor, die Verhandlung über die Geschäftsstücke 26 bis 28 der Tagesordnung, sie betreffen die Genehmigung eines Rahmenbetrages für das Programm Wiener Sportförderungsbeitrag 2026, eine Sachkreditgenehmigung für den Abbruch und Neubau des Verwaltungs-/Funktionsgebäudes in Wien 22., Erzherzog-Karl-Straße 108 sowie eine Förderung an den Verein Special Olympics Österreich, Landesverband Wien für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zusammenzuziehen, die Abstimmung jedoch getrennt durchzuführen. Wird dagegen ein Einwand erhoben? - Das ist nicht der Fall.
Ich bitte die Berichterstatterin, Frau GRin Mautz, die Verhandlungen einzuleiten und gebe zwischenzeitlich bekannt, dass zur Postnummer 26 Herr GR Baxant seine Befangenheit erklärt hat und zur Postnummer 27 GR Worotynski.
Berichterstatterin GRin Mag. Andrea Mautz: Ich ersuche um Zustimmung.
Vorsitzender GR Armin Blind: Ich eröffne die Debatte. Zu Wort gemeldet ist GRin Korosec, und ich erteile es ihr. - Bitte, Frau Gemeinderätin, Sie sind am Wort.
GRin Ingrid Korosec (ÖVP): Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Bereichsleiterin, sehr geehrte Damen und Herren vor dem Livestream und auf der Besuchergalerie, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Nach einer Aktuellen Stunde voller Emotionen komme ich zu einem Bereich, bei dem ich hoffe, dass sich alles wieder ein bisschen legt, denn es gibt Momente in der Politik, in denen es nicht um Parteien geht, nicht um Budgetzahlen, nicht um Zuständigkeiten, sondern um etwas, was uns alle gemeinsam verbinden sollte - um den Sport. (Beifall bei ÖVP und NEOS sowie von GRin Martina Ludwig-Faymann.) Um die Kraft, die er entfaltet, um die Gemeinschaft, die er schafft, um die Freude, aber auch um die Anstrengung, die er erfordert - unabhängig vom Alter, von der Herkunft und den Voraussetzungen, die man mitbringt.
Heute spreche ich über so einen Moment, denn heute spreche ich über die Special Olympics Sommerspiele 2026, die in unserer Stadt, in Wien, stattfinden werden. Ein Sportereignis, das wie kaum ein anderes zeigt, was Teilnahme und Respekt bedeuten.
Ich sage ganz offen, dieses Thema liegt mir ganz besonders am Herzen, und zwar nicht nur als Politikerin, nicht nur als Gemeinderätin der Wiener ÖVP, sondern ganz persönlich als Sportlerin. Wie Sie wissen, bin ich ja nicht jung an Jahren, sondern im sechsundachtzigsten Lebensjahr und bin noch immer eine begeisterte Sportlerin. Das sage ich jetzt nicht, um mich selbst zu loben, sondern weil ich aus eigener Erfahrung weiß, was Sport mit einem Menschen machen kann. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, NEOS und von GR Theodor Felix Löcker.)
Sport ist für mich weit mehr als ein Hobby. Sport ist Lebensqualität, Sport ist Disziplin, aber zugleich auch Freude. Sport gibt Kraft, ist eine Anstrengung - körperlich, aber auch seelisch. Sport schenkt einem das Gefühl, lebendig zu sein, die Möglichkeit, sich selbst herauszufordern und manchmal über sich selbst hinaus zu wachsen. Genau deshalb weiß ich auch, was es für einen Menschen bedeutet, Sport treiben zu können, sich mit anderen zu messen, Teil einer Gemeinschaft zu sein, Applaus zu bekommen, vielleicht eine Medaille zu erkämpfen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Special Olympics ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung. Gegründet 1968, ist diese Bewegung heute in knapp 200 Ländern vertreten und bietet mehr als 6,7 Millionen
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