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Gemeinderat, 11. Sitzung vom 18.02.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 92 von 119

 

Beschluss, der im Gemeinderat gefasst worden ist, beziehen kann.

 

Außerdem möchte ich schon auch sagen, dass natürlich eine Beschleunigung - wir reden da vielleicht von zwei, drei, vier Minuten - auch bedeutet, dass wir eventuell eine ganze Garnitur in der Rotation sparen. Und eine Garnitur zu sparen heißt sparen bei den Anschaffungskosten, heißt sparen beim Service, heißt sparen beim Personal, das diese Garnitur bedient, und sparen beim Verschleiß von diesen Garnituren.

 

Zu diesen Vergleichen mit Zürich und Wien, dass da eine Straßenbahn gefahren ist, die nur einmal stehen geblieben ist: Ich würde dann schon auch den Vergleich bringen, dass es in Wien 28 bis 29 Straßenbahnlinien gibt, in Zürich 15. Wir haben zwei Millionen Einwohner, Zürich hat 452 000; wir befördern 873 Millionen Passagiere, in Zürich sind das 670 Millionen. Also wenn man schon diese Vergleiche zieht, sollte man auch alles miteinbeziehen.

 

Damit möchte es auch dabei belassen. Ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Antrag, den wir heute einbringen, und ich freue mich, dass ihr auch mitgeht. Das muss man auch loben. Deswegen verschone ich euch heute mit meiner Rede (Heiterkeit bei der SPÖ.), denn vielleicht ändert ihr noch eure Meinung. Ich hoffe, dass die anderen Parteien diesem Antrag auch folgen können. - Danke. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zu Wort gemeldet ist GRin Mag. Sequenz. Ich erteile es ihr.

 

19.00.45

GRin Mag. Heidemarie Sequenz (GRÜNE)|: Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Sie sehen schon, das ist heute ein ganz besonderes Geschäftsstück. Wir melden uns beide dazu. Das Geschäftsstück passt auf eine A4-Seite, sage ich Ihnen, und deswegen werde ich auch nicht dazu sprechen, denn da geht es um Zwölferplatten, um Achterplatten oder irgend so etwas. Was aber unsere volle Aufmerksamkeit hat, ist Ihr Antrag - ein Antrag des SPÖ-dominierten Gemeinderates an die SPÖ-Stadträtin, sie möge doch endlich die Öffis beschleunigen. Ich habe mir dann gedacht, ich lese mir das zweimal durch, weil das schon etwas Spezielles ist. Ich kann mich an so etwas nicht erinnern. (GR Mag. Josef Taucher: Aber in der Donaustadt gibt's das schon lange!) Bevor Sie sich aber jetzt den Kopf zerbrechen, was das für einen Sinn haben könnte - der Kilian hat es eh schon gesagt: Es ist ein absoluter Publicitystunt. Noch bevor wir heute hier reingegangen sind, ist das schon in den Medien gestanden, bevor nur irgendetwas abgestimmt wurde, war es schon auf den Social-Media-Seiten der SPÖ. Ich glaube, das sagt eigentlich schon alles.

 

Für all jene, die vielleicht nicht so sehr in der Materie drinnen sind, die womöglich glauben, das ist jetzt, ich weiß nicht, die verkehrspolitische Offenbarung, etwas noch nie Dagewesenes: Wir fordern das vielleicht sogar schon seit Jahrzehnten. Ich möchte ganz konkret drei Beispiele nennen, die wir 2022 eingebracht haben, als es darum ging, dass die Wiener Linien keine Fahrer hatten. Wir haben gesagt, ja, wenn wir die Straßenbahnen, die Busse beschleunigen, dann kommt man mit weniger Wägen, mit weniger Fahrern aus und hat die gleiche Leistung. Was ist damals passiert? - Das war vor vier Jahren. Wir könnten das, Omar, schon seit vier Jahren haben. Was war? - Nein! Ihr habt euch über unsere Anträge lustig gemacht, weil ihr eh alles, alles viel besser wisst. Ich habe mir heute bei der Aktuellen Stunde wirklich gedacht, ihr zieht eigentlich immer dieselbe Show ab, ihr präsentiert da - da war es der Kindergarten Neu - dieselbe Show wie jetzt gerade. In dem Antrag, glaube ich, wird sogar vom frischen Wind gesprochen. Dieser Wind weht schon lange, nur ihr habt ihn halt nicht gehört.

 

Noch ein Satz zum Timing: Das ist vielleicht gar nicht so schlecht, weil wir alle wissen, was auf uns zukommt. Die Sperre der Stammstrecke, das heißt, eine S-Bahn-Achse fällt weg. Also die Stammstrecke ist zwischen Floridsdorf und Meidling, und Sie wissen alle, dass ab September zwischen Praterstern und Hauptbahnhof die S-Bahn gesperrt ist. Wir reden da von 250 000 Fahrgästen pro Tag. Das muss man sich einmal vorstellen! Und das alles müssen alleine die Wiener Linien abfangen. Also die müssen dann wirklich fahren können, da kann nicht irgendein Falschparker ihnen im Weg herumstehen oder sie eine Ampel behindern. Damit wir diese Zahlen vielleicht noch ein bisschen verständlicher machen: Das wäre ungefähr so, als würde man die Tangente und den Gürtel einfach sperren und sagen: Schaut, wo ihr bleibt! - Das heißt, diese Maßnahmen werden ganz dringend notwendig sein, bis spätestens September. Wir werden uns dazu auch einbringen und Vorschläge machen.

 

Ich hoffe wirklich, dass Sie der Mut nicht verlässt, denn es wird rigorose Maßnahmen brauchen, vor allem zum Beispiel beim O-Wagen, der eine sehr zentrale Rolle einnehmen wird. Dieser fährt jetzt schon im Konvoi, weil ihm die Falschparker im Weg stehen und weil er im MIV steckt. Ich bin gespannt, wie mutig wir da sein werden; oder beim D-Wagen. Wir werden uns das also genau anschauen. Deswegen hoffe ich, dass das nicht nur ein frischer Wind und eventuell viel Wind um nichts ist. Das hoffen wir ja nicht. Insofern sind wir froh, dass unsere Anträge jetzt eine Mehrheit finden - besser spät als nie. - Vielen Dank. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Fürs Protokoll darf ich bekannt geben, dass GRin Kickert seit 18.15 Uhr entschuldigt ist.

 

Als Nächste zu Wort gemeldet ist GRin Dipl.-Ing. Olischar. Ich erteile es ihr.

 

19.05.52

GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc (ÖVP)|: Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

 

Ich möchte den weiteren Verlauf der Sitzung nicht länger in die Länge ziehen, aber mir ist es wichtig, schon auch kurz Stellung zu beziehen zu dem Antrag, der heute seitens der Regierungsparteien eingebracht wurde.

 

Vielleicht drei Punkte dazu: Attraktivierung der Öffis - ja, unbedingt. Wir sind die Letzten, die da etwas dagegen haben. Wir haben sogar schon in der Vergangenheit viele Anträge und Ideen dazu eingebracht, was man aus unserer Sicht noch verbessern könnte. Wir haben auch heute noch einen eigenen Antrag vorbereitet, den wir eingebracht haben, um mehr Tempo und Effizienz bei

 

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