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Gemeinderat, 11. Sitzung vom 18.02.2026, Wörtliches Protokoll  -  Seite 13 von 119

 

sagen, aber es gibt etliche Videos, die wir gemacht haben, auf denen man das nicht schafft. Ich weiß, es gibt die Räumphase, aber man kommt trotzdem in Stress. Meine Frage: Heißt das, dass man bei den restlichen 10 Prozent sozusagen noch schneller über die Straße gehen müsste?

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Bürgermeister, bitte.

 

Bgm Dr. Michael Ludwig: Ich habe versucht, in meiner Beantwortung festzuhalten, dass wir alle Richtlinien erfüllen und sogar bei der unteren Linie ansetzen, also bei 1 Meter pro Sekunde. Es wäre ja auch nach den Richtlinien möglich, das in Richtung 1,2 Meter pro Sekunde festzuhalten, aber wir haben uns für das untere entschieden, damit die Menschen möglichst Zeit haben, um einen Zebrastreifen zu überqueren. Man sollte nur nicht vergessen, dass es ja eben auch Querungen gibt, und umso länger die Phasen in eine Richtung dauern, bedeutet es ja umgekehrt, dass Fußgängerinnen und Fußgänger, unter Umständen auch ältere Menschen, länger in der Querung warten müssen. Es ist zweifellos eine Herausforderung, größere Zebrastreifen mit den von mir angesprochenen günstigeren Rahmenbedingungen plus Räumphase zu überqueren, wir sollten aber nie vergessen, dass querende Straßen im Regelfall natürlich auch ampelbegleitet sind und die älteren Menschen dann dort bei den Querverbindungen länger stehen, was gerade für ältere Menschen auch von Nachteil ist. Auch das sollte man bedenken. Von daher ist es auch ein Zeichen dafür, dass Verkehrssysteme immer sehr komplexe Systeme sind und Bevorrangung einer Gruppe unter Umständen Benachteiligungen anderer Gruppen bedeuten kann, nämlich im konkreten Fall sogar von Fußgängerinnen und Fußgängern, die dann bei querenden Ampeln länger warten müssen. Also von daher glaube ich, dass wir hier die Frequenz von älteren Fußgängerinnen und Fußgängern sehr im Auge haben, aber wir sehen natürlich auch die älteren Menschen, die dann länger bei Querverbindungen warten müssen, und das muss man auch mitdenken, wenn man hier die Frequenz und die Geschwindigkeit der Frequenz im Auge hat. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die 3. Zusatzfrage kommt von der FPÖ. - Herr GR Kreutzinger.

 

9.55.59

GR Thomas Kreutzinger (FPÖ): Vielen Dank, Herr Vorsitzender! - Guten Morgen, Herr Bürgermeister! Sie haben es vorhin schon angesprochen, es gibt schon einige intelligente Fußgängerampeln in Wien, die erkennen, ob Personen die Fahrbahn überqueren wollen. Genauso gibt es das Projekt Verkehr 2.0, bei dem 75 intelligente Ampeln nach dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen geschaltet werden. Wann erfolgt die wienweite flächendeckende Ausrollung dieser intelligenten Ampelanlagen?

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Bürgermeister, bitte.

 

Bgm Dr. Michael Ludwig: Ja, diese Ausrollung erfolgt schrittweise und wird, da Ampelanlagen ja sehr kostenintensiv sind, immer dann umgesetzt, wenn auch Veränderungen in einem Ampelbereich vorgesehen sind. Wie gesagt, Ampeln sind sehr teuer und von der Bevölkerung auch sehr gewünscht, und von daher erfolgt die Umrüstung in diese intelligenten, die Verkehrssituation beobachtenden Rahmenbedingungen Schritt um Schritt.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Vielen Dank, Herr Bürgermeister. Damit ist die 4. Anfrage beantwortet. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)

 

9.57.33

†Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima - Frage|

Die 5. Anfrage (FSP-65592-2026-KGR/GM) wurde von Frau GRin Mag. Sequenz gestellt und ist an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke gerichtet. In dieser Anfrage geht es um einen Radweg durch die Donau City. (In der Sitzung des Gemeinderates der Stadt Wien am 18. Dezember 2025 erklärte Frau GRin Cornelia Sucher zum Thema Radweg durch die Donau City, dass der Herr Ausschussvorsitzende GR Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi bereits mit dem zuständigen Bundesministerium in dieser Sache in Kontakt war und eine Lösung mit der ASFINAG unmittelbar bevorstünde. Welche Lösung strebt die Stadt Wien für den Radweg durch die Donau City an?)

 

Guten Morgen, Frau Stadträtin, und bitte um Beantwortung.

 

Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Schönen guten Morgen! Für die vermutlich größere Mehrheit, die hier nicht in die Detailmaterie vertieft ist, erkläre ich gerne den Zusammenhang. Wir haben ja unseren Fahrradhighway ausgebaut entlang 2. Bezirk und dann Wagramer Straße. Es gibt ein Nadelöhr nach der Reichsbrücke, das so ist, dass man mit dem Rad durch die Donau City fahren muss. Das war schon sehr lange Zeit ein Nadelöhr, das ist also keine neue Entwicklung.

 

Wir haben, glaube ich, schon in einer Fragestunde vor ein paar Jahren darüber gesprochen und waren uns da auch einig, dass das etwas ist, wo ich eigentlich von Beginn an, also seit 2020 versucht habe, das zu ändern. Ich war übrigens auch bei Ministerin Gewessler in dieser Frage. Leider hat sich da gar nichts bewegt in dieser Angelegenheit. Es ist so, dass man jetzt durch den Ausbau des Fahrradhighways, wie ich finde, sehr komfortabel bis dorthin kommt, also mit der Prater Straße, Lassallestraße, Reichsbrücke eigentlich eine gute Verbindung hat, und dass man dann durch die Donau City fahren muss, das ist mühsam und eigentlich des Fahrradhighways nicht würdig. Da sind wir, glaube ich, einer Meinung. Wir hätten auch eine wirklich gute Lösung gehabt, die ich damals auch schon Leonore Gewessler vorgestellt habe.

 

Es ist, wenn man über die Reichsbrücke kommt, rechts eine Fläche der ASFINAG, wo ein Weg hinuntergeht und wo man sehr gut hinunterfahren könnte und dort queren könnte und sich dann den ganzen Tango durch die Donau City quasi spart. Ja, es hat ehrlich gesagt leider keinen Widerhall gehabt. Ich glaube, wir haben uns auch gemeinsam bemüht, denn Sie haben damals zugesagt, dass Sie auch noch einmal mit dem Ministerbüro reden. Das hat aber leider zu keiner Lösung geführt. Wir haben uns noch einmal dahintergeklemmt, und ich habe festgestellt, dass es sehr schwierig ist, weil

 

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